{"status":"available","doknr":"OLD163052","ecli":"ECLI:DE:VGGE:2015:0831.7L1627.15.00","court":"Verwaltungsgericht Gelsenkirchen","senate":null,"decided":"2015-08-31","aktenzeichen":"7 L 1627/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\n1.\n\nDer Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe wird abgelehnt.\n\n2.\n\nDer Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes wird abgelehnt.\n\nDer Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens.\n\n3.\n\nDer Streitwert wird auf 2.500,-- Euro festgesetzt.\n\n1\n\nG r ü n d e\n\n2\n\nI.\n\n3\n\nDer Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für das Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes wird abgelehnt, da die beabsichtigte Rechtsverfolgung ‑ wie sich aus den nachstehenden Ausführungen ergibt (unter II.) ‑ keine hinreichenden Aussichten auf Erfolg bietet (§ 166 Abs. 1 Verwaltungsgerichtsordnung ‑ VwGO ‑ i. V. m. § 114 Abs. 1 Satz 1 Zivilprozessordnung ‑ ZPO ‑).\n\n4\n\nII.\n\n5\n\nDer Antrag,\n\n6\n\ndie aufschiebende Wirkung der Klage gegen die Ordnungsverfügung des Antragsgegners vom 16. Juni 2011 wiederherzustellen,\n\n7\n\nhat keinen Erfolg.\n\n8\n\nDer Antrag gemäß § 80 Abs. 5 Satz 1 VwGO ist unzulässig. Der Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 VwGO ist nur dann statthaft, wenn ein noch nicht bestandskräftiger Verwaltungsakt vorliegt, der kraft Gesetzes sofort vollziehbar ist oder für sofort vollziehbar erklärt worden ist.\n\n9\n\nVgl. Kopp / Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, 16. Aufl. 2009, § 80 Rn. 130.\n\n10\n\nDiese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. Die Ordnungsverfügung vom 16. Juni 2011, die dem Antragsteller am 18. Juni 2011 mit Postzustellungsurkunde zugestellt wurde, ist bestandskräftig. Der Antragsteller hat gegen die Ordnungsverfügung nicht innerhalb der Monatsfrist (§ 74 Abs. 1 VwGO) Klage erhoben.\n\n11\n\nDie Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO.\n\n12\n\nIII.\n\n13\n\nDie Streitwertfestsetzung beruht auf § 53 Abs. 2 Nr. 2 i. V. m. § 52 Abs. 1 des Gerichtskostengesetzes ‑ GKG ‑. Der Streitwert eines Klageverfahrens, das die Erteilung einer Fahrerlaubnis betrifft, ist ungeachtet der im Streit stehenden Fahrerlaubnisklassen, nach dem Auffangwert zu bemessen. Dieser ist im vorliegenden Eilverfahren zu halbieren.\n\n14\n\nVgl. OVG NRW, Beschluss vom 4. Mai 2009 ‑ 16 E 550/09 ‑ juris.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/163052","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-gelsenkirchen/2015-08-31/7-l-1627-15","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 80","ref_norm":"80","n":2},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 74","ref_norm":"74","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/163052","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/163052","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/vg-gelsenkirchen/2015-08-31/7-l-1627-15","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/163052","retrieved":"2026-07-09 00:36:10.230633+00:00"}}