{"status":"available","doknr":"OLD334101","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2020:1222.4B1991.20.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2020-12-22","aktenzeichen":"4 B 1991/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDie Anhörungsrüge des Antragstellers gegen den seine Beschwerde gegen die Versagung vorläufigen Rechtsschutzes durch das Verwaltungsgericht Köln verwerfenden Beschluss des Senats vom 26.10.2020 ‒ 4 B 1464/20 ‒ wird verworfen.\n\nDer Antragsteller trägt die Kosten des Verfahrens.\n\n1\n\nGründe:\n\n2\n\nDer Senat versteht die Eingabe des Antragstellers vom 16.12.2020, mit der er gegen den unanfechtbaren Beschluss des Senats vom 26.10.2020 in dem Verfahren 4 B 1464/20 „Rüge, hilfsweise Rechtsbehelf, hilfsweise Artikel 47 GRC auf Art. 13 und Art. 6 Abs. 1 EMRK einen wirksamen Rechtbehelf“ einlegt und des Weiteren „hilfsweise ersucht, nach Artikel 34 EMRK Beschwerde nach Straßbourg zum EGMR“ einzulegen, als allein statthafte Anhörungsrüge nach § 152a VwGO.\n\n3\n\nVgl. BVerwG, Beschluss vom 3.5.2011 – 6 KSt 1.11 –, Buchholz 310 § 158 VwGO Nr. 13 = juris, Rn. 3.\n\n4\n\nDie Anhörungsrüge ist gemäß § 152a Abs. 4 Satz 1 VwGO als unzulässig zu verwerfen, weil sie weder fristgemäß noch in der gesetzlichen Form erhoben ist.\n\n5\n\nDer Antragsteller hat die zweiwöchige Frist zur Erhebung der Anhörungsrüge nach § 152a Abs. 2 Satz 1 VwGO nicht eingehalten. Der von ihm angegriffene Beschluss des Senats vom 26.10.2020 ist am 28.10.2020 zur Post aufgegeben worden und gilt gemäß § 152a Abs. 2 Satz 3 VwGO mit dem dritten Tage nach Aufgabe zur Post – hier am 31.10.2020 – als bekannt gegeben. Die Anhörungsrüge ist erst am 16.12.2020 bei Gericht eingegangen.\n\n6\n\nDer Antragsteller hat auch nicht die für die Erhebung der Anhörungsrüge gesetzlich vorgeschriebene Form gewahrt. Er ist entgegen § 152a Abs. 2 Satz 5, § 67 Abs. 4 Sätze 1 und 7 i. V. m. Abs. 2 Sätze 1 und 2 Nr. 3 bis 7 VwGO nicht durch einen vor dem Oberverwaltungsgericht zugelassenen Prozessbevollmächtigten vertreten. Das Vertretungserfordernis gilt bereits für die Einlegung der Anhörungsrüge (vgl. § 67 Abs. 4 Satz 2 VwGO). Der Vertretungszwang steht – ohne dass sich aus den vom Antragsteller in seiner Anhörungsrüge wiedergegebenen rechtlichen Vorgaben etwas anderes ergibt – mit höherrangigem Recht in Einklang.\n\n7\n\nVgl. BVerwG, Beschluss vom 25.7.1996 ‒ 5 B 201.95 ‒, juris, Rn. 2; OVG NRW, Beschluss vom 9.7.2020 – 4 B 973/20 –, juris, Rn. 1 ff., m. w. N.; Czybulka/ Siegel, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Aufl. 2018, § 67 Rn. 45 f., m. w. N.\n\n8\n\nDie Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO.\n\n9\n\nDieser Beschluss ist gemäß den §§ 152 Abs. 1, 152a Abs. 4 Satz 3 VwGO unanfechtbar.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/334101","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2020-12-22/4-b-1991-20","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152a","ref_norm":"152a","n":5},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 158","ref_norm":"158","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152","ref_norm":"152","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 67","ref_norm":"67","n":1},{"jurabk":"EMRK","ref":"Art 6","ref_norm":"6","n":1},{"jurabk":"EMRK","ref":"Art 34","ref_norm":"34","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/334101","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/334101","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2020-12-22/4-b-1991-20","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/334101","retrieved":"2026-07-09 04:13:09.356095+00:00"}}