{"status":"available","doknr":"OLD323922","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2019:1105.12E743.19.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2019-11-05","aktenzeichen":"12 E 743/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDer angefochtene Beschluss wird geändert.\n\nDer Wert des Gegenstandes der anwaltlichen Tätigkeit wird für das erstinstanzliche Verfahren auf 10.000 EUR festgesetzt.\n\nDas Verfahren über die Beschwerde ist gebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet.\n\n1\n\nG r ü n d e :\n\n2\n\nDer Senat entscheidet gemäß § 33 Abs. 8 Satz 1 Halbsatz 2 RVG über die Gegenstandswertbeschwerde durch die Berichterstatterin als Einzelrichterin, da auch in erster Instanz der Berichterstatter als Einzelrichter entschieden hat, § 33 Abs. 8 Satz 1 Halbsatz 1 RVG.\n\n3\n\nDie gemäß § 33 Abs. 3 Satz 1 RVG statthafte und auch im Übrigen zulässige Beschwerde des Prozessbevollmächtigten der Antragsteller, der das Verwaltungsgericht nicht abgeholfen hat, hat Erfolg.\n\n4\n\nDie zulässige Beschwerde ist begründet.\n\n5\n\nDer Gegenstandswert ist gemäß §§ 2 Abs. 1, 23 Abs. 1 Satz 1, 33 Abs. 1 2. Alt. RVG i. V. m. §§ 52 Abs. 1 und 2 GKG - wie mit der Beschwerde beantragt - in Höhe des doppelten Auffangstreitwertes festzusetzen.\n\n6\n\nIn Verfahren, in denen die Zuweisung eines Betreuungsplatzes in einer Kindertageseinrichtung begehrt wird, ist regelmäßig der Auffangstreitwert in Höhe von 5.000,00 € zugrunde zu legen.\n\n7\n\nVgl. OVG NRW, Beschluss vom 22. September 2017\n\n8\n\n- 12 B 1009/17 -, juris Rn. 14.\n\n9\n\nRichten sich dabei - wie hier - zwei Klageanträge auf die Zuweisung von insgesamt zwei Betreuungsplätzen für zwei Kinder, sind zwei selbständige Streitgegenstände gegeben, so dass jeweils der Auffangwert anzusetzen ist. Die (Einzel-)Werte dieser Streitgegenstände sind nach § 39 Abs. 1 GKG in Ermangelung abweichender Bestimmungen zusammenzurechnen.\n\n10\n\nVgl. OVG NRW, Beschluss vom 13. Februar 2015\n\n11\n\n- 12 E 992/14 -, juris Rn. 4, m. w. N.\n\n12\n\nDie Kostenentscheidung folgt aus § 33 Abs. 9 RVG.\n\n13\n\nDieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 33 Abs. 4 Satz 3 RVG).","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/323922","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2019-11-05/12-e-743-19","cited_norms":[{"jurabk":"RVG","ref":"§ 33","ref_norm":"33","n":5},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 39","ref_norm":"39","n":1},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/323922","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/323922","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2019-11-05/12-e-743-19","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/323922","retrieved":"2026-07-09 03:58:10.221804+00:00"}}