{"status":"available","doknr":"OLD249147","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2008:1215.12E1656.08.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2008-12-15","aktenzeichen":"12 E 1656/08","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDie Beschwerde wird als unzulässig verworfen.\n\nDer Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens, für das Gerichtskosten \nnicht erhoben werden.\n\n1\n\n G r ü n d e :\n\n2\n\nI.\n\n3\n\nDas Verwaltungsgericht Düsseldorf hat in der Verwaltungsstreitsache 19 K \n5471/08 unter dem 7. November 2008 Termin zur mündlichen Verhandlung und \neventuellen Beweisaufnahme bestimmt. Der prozessbevollmächtigte Vater des \nKlägers beantragte Verlegung dieses Termins. Nach vorausgegangenem \nSchriftwechsel, in dessen Rahmen dem Gericht vom Kläger Frist zur Bescheidung \nseines Verlegungsantrages gesetzt worden ist, hat die Berichterstatterin - vertreten \ndurch ihren Vorsitzenden - mit Verfügung vom 13. Dezember 2008 die beantragte \nTerminsverlegung abgelehnt. Mit \"sofortiger Beschwerde entsprechend § 152 ZPO i. \nV. m. § 227 Abs. 1 ZPO\" schon vom 12. Dezember 2008 wendet sich der Kläger \ngegen eine solche Ablehnung und beantragt, \n\n4\n\nden von der 19. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf in dem Rechtsstreit \nS. L. ./. Landrat des Kreises X. unter dem Aktenzeichen - 19 K 5471/08 \n- für den 17.12.2008, 10:00 Uhr anbe-raumten Termin zur mündlichen Verhandlung \nvon 10:00 Uhr auf 14:30 Uhr zu verlegen,\n\n5\n\nhilfsweise auf einen anderen Sitzungstag der 19. Kammer des \nVerwaltungsgerichts Düsseldorf zu verlegen.\n\n6\n\nII.\n\n7\n\nDie Beschwerde - eine sofortige Beschwerde entsprechend § 252 ZPO i. V. m. \n§ 227 Abs. 1 ZPO kennt das Verwaltungsprozessrecht nicht - ist unzulässig, weil sie \nnicht statthaft ist. Nach dem hier maßgeblichen § 146 Abs. 2 VwGO können \nprozessleitende Verfügungen, zu denen auch die Ablehnung eines Antrags auf \nTerminsverlegung gehört, nicht mit der Beschwerde angefochten werden. \n\n8\n\nVgl. etwa BayVGH, Beschluss vom 19. November 2003 - 12 C 03.3028 -, \nBeschluss vom 26. Oktober 1998 - 9 C 98.2902 -, jeweils Juris; Meyer-Ladewig/\n\n9\n\nRudisile, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand März 2008, § 146 \nRn. 10; Redeker/\n\n10\n\nvon Oertzen, VwGO, 14. Aufl. 2004, § 146 Rn. 7a; Bader, in: Bader/Funke-\nKaiser/Kuntze/von Albedyll, VwGO, 4. Aufl. 2007, § 146 Rn. 7.\n\n11\n\nSoweit man - über den hier nicht vorliegenden Fall der Untätigkeitsbeschwerde \nhinaus - \n\n12\n\nvgl. zur Untätigkeitsbeschwerde etwa Bader, in: Bader/Funke-Kaiser/Kuntze/von \nAlbedyll, a.a.O., § 146 Rn. 9; Kopp/Schenke, VwGO, 15. Aufl. 2008, § 146 Rn. 22, \njeweils m. w. N.,\n\n13\n\nin Ausnahmefällen von der Zulässigkeit einer außerordentlichen Beschwerde \nwegen \"greifbarer Gesetzeswidrigkeit\" ausgehen will, \n\n14\n\nso offenbar BayVGH, Beschluss vom 26. Oktober 1998, a.a.O.; Dolderer, in: \nSodan/Ziekow, VwGO, 2. Aufl. 2006, § 102 Rn. 19, jeweils m. w. N.; kritisch: \nKopp/Schenke, a.a.O., § 146 Rn. 4 i. V. m. Vorb. § 124 Rn. 8a,\n\n15\n\nsind in Anbetracht der richterlichen Verfügung vom 13. Dezember 2008 \nUmstände, nach denen die Ablehnung der Terminsverlegung jeder verständigen \nRechtsgrundlage entbehrt oder willkürlich erscheint, nicht ersichtlich. Namentlich \nverfängt es nicht, wenn von Klägerseite vorgetragen wird, die Mutter des Klägers, die \nebenfalls mit seiner Vertretung betraute Rechtsanwältin T. X1. , sei \nausschließlich außergerichtlich tätig und führe keine Verfahren vor Gerichten. Als \nMutter des Klägers dürfte Rechtsanwältin T. X1. mit der rechtlichen und \ntatsächlichen Problematik des Klageverfahrens 19 K 5471/08 soweit vertraut sein, \ndass sie - von dem Klägervater, Rechtsanwalt C. L. , entsprechend \nunterstützt - die Interessen des Klägers im Termin vor dem Verwaltungsgericht in \nausreichender und zumutbarer Weise wahrnehmen kann. \n\n16\n\nDie Kostenentscheidung beruht auf §§ 154 Abs. 2, 188 Satz 2 Halbsatz 1 VwGO. \n\n17\n\nDieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 152 Abs. 1 VwGO). \n\n18","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/249147","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2008-12-15/12-e-1656-08","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 227","ref_norm":"227","n":2},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 146","ref_norm":"146","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152","ref_norm":"152","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 152","ref_norm":"152","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 252","ref_norm":"252","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/249147","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/249147","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2008-12-15/12-e-1656-08","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/249147","retrieved":"2026-07-09 02:11:06.278004+00:00"}}