{"status":"available","doknr":"OLD250829","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2008:1014.12A2234.07.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2008-10-14","aktenzeichen":"12 A 2234/07","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDie Anhörungsrüge wird verworfen. \n\nDer Kläger trägt die Kosten des gerichtskostenfreien Rügeverfahrens. \n\n1\n\n G r ü n d e :\n\n2\n\nDie Anhörungsrüge, die der Kläger nach Ergehen des Senatsbeschlusses vom 3. \nJuli 2007 (Zurückweisung des Ablehnungsgesuchs vom 31. Mai 2007 - 12 A 2505/05 \nund 1147/07 -) erhoben hat, ist unzulässig. Sie ist schon nicht statthaft, weil kein \nzulässiger Rügegegenstand vorliegt. Nach § 152a Abs. 1 Satz 2 VwGO findet gegen \neine der Endentscheidung vorausgehende Entscheidung die Rüge nicht statt. Die \nAnhörungsrüge ist deshalb nur gegen gerichtliche Endentscheidungen statthaft, d. h. \ngegen instanzabschließende Prozess- oder Sachurteile oder Beschlüsse, die \nentweder die Instanz im Hauptsacheverfahren oder aber einen Beschwerderechtszug \nabschließen. \n\n3\n\nVgl. Guckelberger, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 2. Aufl. 2006, § 152a Rn. 9. \n\n4\n\nDie Entscheidung über ein Ablehnungsgesuch stellt jedoch keine \nEndentscheidung in diesem Sinne dar. \n\n5\n\nVgl. OVG Berlin, Beschluss vom 3. Februar 2005 - 2 RB 1.05, 2 B 14.04 -, NVwZ \n2005, 470; offen gelassen vom BVerwG, Beschluss vom 11. Juni 2007 - 5 B 143/07 -\n, Buchholz 310 § 152a VwGO Nr. 3. \n\n6\n\nUnabhängig davon ist die Anhörungsrüge auch deshalb unzulässig, weil sie der \ndurch § 152a Abs. 2 Satz 6, Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 VwGO vorgeschriebenen formalen \nVoraussetzung ermangelt. Denn in dem Schriftsatz vom 3. Juli 2007 werden keine \nUmstände dargelegt, aus denen sich die Möglichkeit ableiten lässt, der Senat habe \nden Anspruch des Klägers auf Gewährung rechtlichen Gehörs bei seiner \nEntscheidung über das Ablehnungsgesuch durch Beschluss vom 3. Juli 2007 \nverletzt, indem er entscheidungserhebliches Vorbringen aus dem Schriftsatz vom 31. \nMai 2007 (Be-fangenheitsantrag nebst Begründung) nicht zur Kenntnis genommen \noder nicht in Erwägung gezogen hat. \n\n7\n\nDie Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 1 VwGO, § 188 Satz 2 Halbsatz 1 \nVwGO. \n\n8\n\nDer Beschluss ist gemäß § 152a Abs. 4 Satz 3 VwGO unanfechtbar. \n\n9","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/250829","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2008-10-14/12-a-2234-07","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152a","ref_norm":"152a","n":3},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 188","ref_norm":"188","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/250829","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/250829","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2008-10-14/12-a-2234-07","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/250829","retrieved":"2026-07-09 02:13:31.913391+00:00"}}