{"status":"available","doknr":"OLD282664","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2005:0118.12B2673.04.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2005-01-18","aktenzeichen":"12 B 2673/04","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\n1. Dem Antragsteller wird Prozesskostenhilfe für das \nBeschwerdeverfahren bewilligt und Rechtsanwalt C. aus L. beigeordnet.\n\n2. Der Antragsgegner wird unter Änderung der erstinstanzlichen Entscheidung im \nWege der einstweiligen Anordnung verpflichtet, dem Antragsteller für die Zeit vom \n13. September bis 31. Dezember 2004 Sozialhilfeleistungen (Hilfe zur Pflege) im \nUmfang von monatlich 156,42 EUR zu gewähren und an das vom Antragsteller \nbewohnte Heim auszuzahlen; der Antragsteller hat für sein entsprechend \nauszulegendes Begehren im Beschwerdeverfahren im Sinne von § 123 VwGO einen \nAnordnungsgrund und nach den hier noch anzuwendenden Bestimmungen des \nBSHG auch einen Anordnungsanspruch glaubhaft gemacht; summarischer Prüfung \nzufolge hängt der Anspruch allein davon ab, ob der Einsatz von Vermögenswerten, \ndie zur Absicherung der Kosten einer angemessenen Bestattung im Rahmen eines \nBestattungsvorsorgevertrags dienen, als Härte im Sinne von § 88 Abs. 3 BSHG zu \nwerten ist; diese Frage ist bei Zugrundelegung der Rechtsprechung des 16. Senats \ndes Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen (vgl. Beschluss vom \n19. Dezember 2003 - 16 B 2078/03 -, FEVS 55, 478=NVwZ-RR 2004, 360 zu einem \nähnlichen Sachverhalt) zu bejahen. Soweit das Verwaltungsgericht dieser \nRechtsprechung unter Bezugnahme auf einen Beschluss des \nOberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (vom 24. März 2003 - 12 A 10302/03 -, \nFEVS 54, 534) entgegen getreten ist, besteht für eine derartige Abweichung von der \nvorgenannten Entscheidung des 16. Senats, deren Begründung sich im Einzelnen \nmit dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz auseinander setzt, \nim vorliegenden Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes aus Sicht des \nbeschließenden Senats keinerlei Veranlassung.\n\n \n\n3. Der Antragsgegner trägt die Kosten des gerichtkostenfreien Verfahrens (§§ \n154 Abs. 1, 188 Satz 2 VwGO).\n\n1\n\n Dieser Beschluss ist nach § 152 Abs. 1 VwGO unanfechtbar.\n\n2","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/282664","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2005-01-18/12-b-2673-04","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 123","ref_norm":"123","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152","ref_norm":"152","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 188","ref_norm":"188","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/282664","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/282664","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2005-01-18/12-b-2673-04","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/282664","retrieved":"2026-07-09 02:57:38.820998+00:00"}}