{"status":"available","doknr":"OLD288280","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2004:0217.8A563.04A.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2004-02-17","aktenzeichen":"8 A 563/04.A","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDer Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung \ngegen das am 21. Januar 2004 zugestellte Urteil des \nVerwaltungsgerichts Aachen vom 15. Januar 2004 wird \nabgelehnt.\n\nDer Kläger trägt die Kosten des Antragsverfahrens, für das \nGerichtskosten nicht erhoben werden.\n\n1\n\n G r ü n d e :\n\n2\n\nDer Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung hat keinen \nErfolg.\n\n3\n\nDie geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung der \nRechtssache (§ 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylVfG) vermag nicht zur \nZulassung der Berufung führen, weil dieser Zulassungsgrund \nschon nicht hinreichend i.S.v. § 78 Abs. 4 Satz 4 AsylVfG \ndargelegt worden ist. In der Zulassungsschrift wird keine konkrete \nRechts- oder Tatsachenfrage aufgeworfen, die grundsätzlich \nbedeutsam und klärungsbedürftig sein soll. Der Kläger wendet sich \nvielmehr unter Hinweis darauf, das Verwaltungsgericht habe die \nRechtslage verkannt und das Gefährdungspotential seiner \nRückkehr in die Türkei nicht richtig eingeschätzt, lediglich in der Art \neiner Berufungsbegründung mit zum Teil eigener \nGesetzesauslegung und neuem Tatsachenvortrag gegen die - auf \nsein persönliches Einzelschicksal bezogene - Sachverhalts- und \nBeweiswürdigung des Verwaltungsgerichts. Mit einer derartigen \nDarlegung von Zweifeln an der Richtigkeit der erstinstanzlichen \nEntscheidung kann eine Berufungszulassung im \nAsylverfahrensrecht nicht erreicht werden.\n\n4\n\nAuch mit der Aufklärungsrüge vermag der Kläger nicht \ndurchzudringen. Aufklärungsmängel begründen weder einen \nGehörsverstoß noch gehören sie zu den sonstigen \nVerfahrensmängeln i.S.v. § 78 Abs. 3 Nr. 3 AsylVfG i.V.m. § 138 \nVwGO. Dies gilt auch insoweit, als der gerichtlichen \nAufklärungsverpflichtung (\"Ermittlungstiefe\") verfassungsrechtliche \nBedeutung zukommt.\n\n5\n\nVgl. Hess. VGH, Beschluss \nvom 25. September 2001 \n- 12 UZ 2284/01.A -.\n\n6\n\nVon einer weiteren Begründung wird gem. § 78 Abs. 5 Satz 1 \nAsylVfG abgesehen.\n\n7\n\nDie Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO i.V.m. \n§ 83b Abs. 1 AsylVfG.\n\n8\n\nDieser Beschluss ist gemäß § 80 AsylVfG unanfechtbar.\n\n9","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/288280","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2004-02-17/8-a-563-04-a","cited_norms":[{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 78","ref_norm":"78","n":4},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 83b","ref_norm":"83b","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 138","ref_norm":"138","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 80","ref_norm":"80","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/288280","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/288280","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2004-02-17/8-a-563-04-a","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/288280","retrieved":"2026-07-09 03:06:48.387065+00:00"}}