{"status":"available","doknr":"OLD300143","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2001:1207.16A2026.01.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2001-12-07","aktenzeichen":"16 A 2026/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDer Antrag wird verworfen. \n\nDie Klägerin trägt die Kosten des gerichtskostenfreien Zulassungsverfahrens. \n\n1\n\n G r ü n d e :\n\n2\n\nDer Antrag auf Zulassung der Berufung hat schon deshalb keinen Erfolg, weil er \nunzulässig ist. Die Klägerin hat nämlich die Rechtsmittelfrist des § 124a Abs. 1 \nSatz 1 VwGO versäumt. Die Monatsfrist begann zwar nicht schon mit dem Eingang \ndes Urteils bei der Posteingangsstelle, wie er mit dem Eingangsstempel vom \n12. April 2001 auf dem Empfangsbekenntnis dokumentiert wird. Die Zustellung \ngegen Empfangsbekenntnis gemäß § 5 Abs. 2 VwZG ist vielmehr erst mit der \nEmpfangnahme des Urteils und deren Bestätigung durch den hierfür zuständigen \nBediensteten der Behörde bewirkt worden\n\n3\n\n- vgl. BVerwG, Beschluss vom 14. Dezember \n1989 - 9 B 466.89 -, Buchholz 340 § 5 VwZG Nr. 13 -\n\n4\n\nund ist deshalb gemäß der Abzeichnung des Empfangsbekenntnisses durch den \nBehördenvertreter des Fachbereichs Recht am 17. April 2001 erfolgt. Die danach \ngemäß § 57 VwGO, § 222 Abs. 1 und 2 ZPO und §§ 187 Abs. 1, 188 Abs. 2 BGB \nerst mit Ablauf des 17. Mai 2001 endende Berufungszulassungsfrist ist aber durch \nden Eingang der Zulassungsschrift am 17. Mai 2001 per Telefax beim \nOberverwaltungsgericht nicht gewahrt worden, da der Zulassungsantrag nach § 124a \nAbs. 1 Satz 2 VwGO beim Verwaltungsgericht zu stellen ist. \n\n5\n\nVgl. im Einzelnen: Senatsbeschluss vom 3. Juli \n1997 - 16 A 1968/97 -, NVwZ 1997, 1235 = DVBl \n1997, 1339 = NWVBl 1998, 75. \n\n6\n\nWird der fristgebundene Antrag auf Zulassung der Berufung statt beim \nVerwaltungsgericht, dessen Entscheidung angefochten wird, beim \nOberverwaltungsgericht eingereicht, ist dieses Gericht nur gehalten, den Antrag im \nordentlichen Geschäftsgang weiter zu leiten. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen \nStand gemäß § 60 VwGO kommt nach der in Bezug genommenen Rechtsprechung \ndes Senats allenfalls bei einer - hier angesichts der Weiterleitung bereits am 18. Mai \n2001 allerdings nicht anzunehmenden - Verletzung dieser Pflicht in Betracht. \nDarüber, dass der Zulassungsantrag bei dem Verwaltungsgericht zu stellen ist, war \ndie Klägerin in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Urteils auch belehrt \nworden.\n\n7\n\nDie Kostenentscheidung folgt aus §§ 154 Abs. 2, 188 Satz 2 VwGO.\n\n8\n\nDieser Beschluss ist gemäß § 152 Abs. 1 VwGO unanfechtbar. \n\n9","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/300143","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2001-12-07/16-a-2026-01","cited_norms":[{"jurabk":"VwZG 2005","ref":"§ 5","ref_norm":"5","n":2},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 124a","ref_norm":"124a","n":2},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 57","ref_norm":"57","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 60","ref_norm":"60","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 187","ref_norm":"187","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152","ref_norm":"152","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 188","ref_norm":"188","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 188","ref_norm":"188","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/300143","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/300143","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2001-12-07/16-a-2026-01","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/300143","retrieved":"2026-07-09 03:24:46.906017+00:00"}}