{"status":"available","doknr":"OLD304044","ecli":"ECLI:DE:OVGNRW:2000:0925.9A4534.00A.00","court":"Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen","senate":null,"decided":"2000-09-25","aktenzeichen":"9 A 4534/00.A","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDer Antrag wird abgelehnt.\n\nDer Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens, für das Gerichtskosten nicht \nerhoben werden.\n\n1\n\n G r ü n d e :\n\n2\n\nDer Antrag auf Zulassung der Berufung hat keinen \nErfolg.\n\n3\n\nDie Berufung ist nicht wegen der geltend gemachten \ngrundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache (Zulassungsgrund \nnach § 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylVfG) zuzulassen. Die hierzu vom \nKläger aufgeworfene Frage, ob Mitglieder der Yekiti in Syrien \nverfolgt werden, stellt sich nach Aktenlage nicht. Das \nVerwaltungsgericht hat das Vorbringen des Klägers über sein \nangebliches Verfolgungsschicksal in Syrien als insgesamt nicht \nglaubhaft angesehen. In diesen Kontex gehört auch die im \nVerlaufe des Verfahrens sich steigernde Behauptung des \nKlägers, er sei nicht nur Sympathisant, sondern auch Mitglied \nder Yekiti in Syrien gewesen. \n\n4\n\nIm Übrigen ist die Frage in der Rechtsprechung des Senats \ngeklärt. Der Senat hat unter Auswertung der vom Kläger \nangeführten Auskünfte des Deutschen Orient-Instituts vom \n30. Juli 1996 an das Verwaltungsgericht Braunschweig und vom \n29. Oktober 1996 an das Verwaltungsgericht Braunschweig \nfestgestellt, dass eine Verfolgung nur wegen Mitgliedschaft in \nder Yekiti-Partei nicht stattfindet. Nur wer sich an Aktionen \nder Yekiti-Partei beteiligt, die aus der Sicht des syrischen \nStaates (Geheimdienstes) als politisch oppositionell \nerscheinen und die stillschweigende Toleranzgrenze \nübersteigen, die für alle nicht zugelassenen politischen \nGruppierungen gilt, muss mit Verfolgung seitens syrischer \nstaatlicher Stellen rechnen. \n\n5\n\nVgl. OVG NRW, Beschluss vom 15. Juli \n1998 - 9 A 56/98.A -.\n\n6\n\nKonkrete Anhaltspunkte, die eine Änderung der rechtlichen \nBewertung rechtfertigen könnten, sind nicht gegeben. Die vom \nKläger erwähnten Auskünfte von amnesty international vom \n9. März 1999 und 14. Juni 1999 an das Verwaltungsgericht \nBerlin sowie des Deutschen Orient-Instituts vom 21. Mai 1999 \nan das Verwaltungsgericht Augsburg und vom 30. Juli 1999 an \ndas Verwaltungsgericht Oldenburg bestätigen diese \nRechtsprechung. Deshalb hält der Senat an dieser \nRechtsprechung fest. \n\n7\n\nVgl. Beschluss vom 3. April 2000 \n- 9 A 1369/00.A -; Beschluss 18. April \n2000 - 9 A 1934/00.A -; Beschluss vom \n23. Juni 2000 - 9 A 3032/00.A -; \nBeschluss vom 12. September 2000 \n- 9 A 1368/00.A -. \n\n8\n\nDie Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO, § 83 b \nAbs. 1 AsylVfG.\n\n9\n\nDieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 152 Abs. 1 VwGO, § 80 \nAsylVfG).\n\n10","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/304044","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2000-09-25/9-a-4534-00-a","cited_norms":[{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 83b","ref_norm":"83b","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152","ref_norm":"152","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 80","ref_norm":"80","n":1},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 78","ref_norm":"78","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/304044","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/304044","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/ovg-nrw/2000-09-25/9-a-4534-00-a","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/304044","retrieved":"2026-07-09 03:30:54.461538+00:00"}}