{"status":"available","doknr":"OLD301393","ecli":"ECLI:DE:OLGK:2001:0731.4UF119.01.00","court":"Oberlandesgericht Köln","senate":null,"decided":"2001-07-31","aktenzeichen":"4 UF 119/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\n1\n\nG r ü n d e :\n\n2\n\nDie zulässige Beschwerde der Verfahrensbeteiligten zu 3) ist\nbegründet.\n\n3\n\nZu Recht rügt sie, dass das Amtsgericht bei seiner Berechnung\ndie Zusatzversorgungsanwartschaften der Antragsgegnerin bei der\nVersorgungsanstalt der Deutschen Bundespost in die Übertragung nach\n§ 1587 b Abs. 1 BGB einbezogen hat, obgleich zwischen den\nverschiedenen Absätzen von § 1587 b BGB eine zwingende Rangfolge\nbesteht (vgl. dazu BGH FamRZ 83, 1003). Demzufolge sind die\nbeiderseitigen Rentenanwartschaften der Parteien nach § 1587 b Abs.\n1 BGB und die beiderseitigen Zusatzversorgungsanwartschaften -\ngesondert - nach § 1 Abs. 3 VAHRG i.V.m. § 1587 b Abs. 2 BGB\nauszugleichen, weil der Antragsteller jeweils bei beiden\nVersorgungsträgern über die höheren Anwartschaften verfügt.\n\n4\n\nDer Antragsteller hat ehezeitanteilige Rentenanwartschaften in\nHöhe von 2.178,77 DM und dynamisierte\nZusatzversorgungsanwartschaften bei der Beschwerdeführerin von\nmonatlich 119,92 DM, insgesamt also ehezeitanteilige Anwartschaften\nvon 2.298,69 DM erworben.\n\n5\n\nDem stehen Rentenanwartschaften der Antragsgegnerin von 903,22\nDM und Zusatzversorgungsanwartschaften bei der Versorgungsanstalt\nder Deutschen Bundespost von dynamisierten 33,45 DM und weitere\n40,80 DM gegenüber, insgesamt also ehezeitanteilige 977,47 DM\nmonatlich.\n\n6\n\nMit den werthöheren Anwartschaften ist der Antragsteller gemäß §\n1587 a Abs. 1 BGB Ausgleichspflichtiger. Auszugleichen sind\n(2.298,69 DM - 977,47 DM = 1.321,22 DM : 2 =) 660,61 DM\nmonatlich.\n\n7\n\nDer Vollzug des Ausgleichs richtet sich nach § 1587 b BGB. An\ngesetzlichen Anwartschaften waren gemäß § 1587 b Abs. 1 BGB zu\nGunsten der Antragsgegnerin (2.178,77 DM - 903,22 DM = 1.275,55 DM\n: 2 =) 637,775 DM oder gerundet 637,78 DM zu übertragen. Wegen des\nausgleichspflichtigen Restbetrages von noch (660,61 DM - 637,78 DM\n=) 22,83 DM waren gemäß §§ 1 Abs. 3 VAHRG i.V.m. § 1587 b Abs. 2\nBGB zu Gunsten der Antragsgegnerin Rentenanwartschaften zu Lasten\nder Zusatzversorgung des Antragstellers bei der Beschwerdeführerin\nzu begründen.\n\n8\n\nDie Kostenentscheidung beruht auf §§ 8 GKG, 93 a ZPO.\n\n9\n\nBeschwerdewert: 1.000,00 DM","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/301393","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/2001-07-31/4-uf-119-01","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 8","ref_norm":"8","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/301393","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/301393","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/2001-07-31/4-uf-119-01","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/301393","retrieved":"2026-07-09 03:26:47.619703+00:00"}}