{"status":"available","doknr":"OLD311284","ecli":"ECLI:DE:OLGK:1997:0424.6W5.97.00","court":"Oberlandesgericht Köln","senate":null,"decided":"1997-04-24","aktenzeichen":"6 W 5/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\n1\n\nG r ü n d e:\n\n2\n\nDie unter Ziff. 1. der Beschlußformel getroffene\nKostenentscheidung hat ihre Rechtsgrundlage in § 515 Abs. 3 ZPO\nanalog.\n\n3\n\nDie unter Zifff. 2. der Beschlußformel gemäß den §§ 12 Abs. 1\nGKG, 3 ZPO erfolgte Streitwertfestsetzung orientiert sich am\nwirtschaftlichen Interesse der Antragstellerin an der von ihr mit\nder sofortigen Beschwerde verfolgten Rechtswegzuständigkeit. Der\nGegenstandswert dieser Beschwerde kann dabei von vorneherein nicht\nmit dem Wert der Hauptsache gleichgesetzt werden ( vgl. OLG Köln -\n7. Zivilsenat - OLG-Report 1993, 294/295f; OLG Frankfurt am Main\nOLG-Report 1994, 119/120; Schneider - Herget, Streitwert, 11.\nAufl., Rdn. 3846 a; Zöller - Gummer, ZPO, 20. Auflage,\n\n4\n\n- 3 -\n\n5\n\nRdn. 20 zu § 17 a GVG; a. A.: OLG Köln - 2. Zivilsenat -\nOLG-Report 1993, 140/141; Schneider, Streitwert-Kommentar, 10.\nAuflage, Rdn. 1250 ). Da im Verfahren des § 17 a GVG aufgrund der\ndort vorgesehenen Verweisung von Amts wegen ( § 17 a Abs. 2 GVG )\ndie Klageabweisung als unzulässig nicht droht und über die\nHauptsache keine Entscheidung ergehen kann, ist das\nstreitwertbestimmende Interesse der antragstellenden Partei\nvielmehr eigenständig, und zwar beschränkt auf die Frage der\nRechtswegzuständigkeit zu bewerten. Der Senat hält hierbei zwar\ngrundsätzlich nur einen Bruchteil des Wertes der Hauptsache für\nangemessen. Wegen der Eigenständigkeit des Verfahrens der\nRechtswegzuständigkeit verbietet sich jedoch eine feste, regelmäßig\nanzunehmende Quote. Der aus dem Hauptsachwert zu ermittelnde Wert\nder Rechtswegzuständigkeit bzw. -verweisung ist vielmehr jeweils im\nEinzelfall anhand der das konkrete wirtschaftliche Interesse der\nantragstellenden Partei am begehrten Rechtsweg kennzeichnenden\nUmstände festzulegen. Im gegebenen Fall hält der Senat dabei\nangesichts der grundsätzlichen Bedeutung, welche die\nAntragstellerin nach ihrem Vortrag gerade der\nRechtswegzuständigkeit beimißt, einen Betrag von DM 25.000.-,\nnämlich die Hälfte des Wertes der Hauptsache, für angemessen.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/311284","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/1997-04-24/6-w-5-97","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 17a","ref_norm":"17a","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 515","ref_norm":"515","n":1},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 12","ref_norm":"12","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/311284","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/311284","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/1997-04-24/6-w-5-97","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/311284","retrieved":"2026-07-09 03:41:45.551394+00:00"}}