{"status":"available","doknr":"OLD312912","ecli":"ECLI:DE:OLGK:1995:1012.16WX171.95.00","court":"Oberlandesgericht Köln","senate":null,"decided":"1995-10-12","aktenzeichen":"16 WX 171/95","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"1\n\nG r ü n d e\n\n2\n\nDer angefochtene Beschluß des Landgerichts Bonn vom 31.08.1995\nist den Antragsgegnern am 08.09.1995 zugestellt worden. Am\n22.09.1995 ging im Nachtbriefkasten des Landgerichts Bonn ein an\ndas Oberlandesgericht Köln adressierter, mit dem Zusatz ,zu\nProtokoll des Rechtspflegers\" versehener persönlicher Schriftsatz\nder Antragsgegner ein, mit dem sie weitere sofortige Beschwerde\ngegen den Beschluß des Landgerichts einlegten. Am 09.10.1995\nwiederholte die Beteiligte zu 2. zugleich im Namen des Beteiligten\nzu 3. die sofortige Beschwerde zu Protokoll des Rechtspflegers des\nSenates beim Oberlandesgericht Köln.\n\n3\n\nDie sofortige weitere Beschwerde (§ 45 Abs. 1 WEG) ist\nunzulässig, weil die Frist des § 22 Abs. 1 FGG nicht gewahrt\nwurde.\n\n4\n\nDer persönliche Schriftsatz der Antragsgegner vom 21.09.1995,\nbeim Landgericht Bonn am 22.09.1995, beim Oberlandesgericht sogar\nam 09.10.1995 eingegangen, konnte die Frist nicht wahren, da er der\ngesetzlichen Form des § 19 Abs. 1 FGG nicht entsprach. Er war nicht\ndurch einen Anwalt unterzeichnet oder zu Protokoll der\nGeschäftsstelle erklärt. Ein persönliches Schreiben der Partei an\ndas Gericht ,zu Protokoll des\n\n5\n\nRechtspflegers\" ist keine Erklärung zu Protokoll, denn sie ist\nnicht vom Rechtspfleger protokolliert, sondern nur an diesen\ngerichtet. Der gesetzlichen Form entsprach erst die Erklärung vom\n09.10.1995. Zu diesem Zeitpunkt war die Frist des § 22 Abs. 1 FGG\nbereits abgelaufen.\n\n6\n\nDie Erklärung der gerichtserfahrenen Antragsgegner, denen aus\nanderen Verfahren die Bedeutung der Form und Frist für die weitere\nBeschwerde in WEG-Verfahren bekannt ist, enthält keinerlei Hinweis\nzu den Gründen der Fristversäumnis, so daß auch kein Anhaltspunkt\nim Hinblick auf § 22 Abs. 2 FGG gegeben ist.\n\n7\n\nDie Kostenentscheidung beruht auf § 47 WEG. Es entspricht\nbilligem Ermessen, die Kosten ganz den Antragsgegnern\naufzuerlegen.\n\n8\n\n- 2 -","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/312912","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/1995-10-12/16-wx-171-95","cited_norms":[{"jurabk":"WoEigG","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"WoEigG","ref":"§ 47","ref_norm":"47","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/312912","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/312912","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/1995-10-12/16-wx-171-95","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/312912","retrieved":"2026-07-09 03:44:03.616020+00:00"}}