{"status":"available","doknr":"OLD314010","ecli":"ECLI:DE:OLGK:1993:0917.10WF202.93.00","court":"Oberlandesgericht Köln","senate":null,"decided":"1993-09-17","aktenzeichen":"10 WF 202/93","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\n1\n\n##blob##nbsp;\n\n2\n\nG r ü n d e\n\n3\n\n##blob##nbsp;\n\n4\n\nDas Amtsgericht hat es mit Recht\nabgelehnt, der Antragsgegnerin wegen Nichteinhaltung der in dem\nVergleich vom 03.03.1993 festgelegten Besuchszeiten ein Zwangsgeld\nanzudrohen und dem Antragsteller für dieses Verfahren\nProzeßkostenhilfe zu bewilligen. Ob die in dem Vergleich getroffene\nUmgangsregelung genügend bestimmt ist, um eine\nVollstreckungsmaß-nahme zu rechtfertigen, bedarf allerdings keiner\nVertiefung. Denn der angefochtene Beschluß erweist sich im Ergebnis\nschon deshalb als zutreffend, weil der Vergleich keinen\nVollstreckungstitel gemäß § 33 FGG darstellt.\n\n5\n\n##blob##nbsp;\n\n6\n\nNach dieser Vorschrift darf ein\nZwangsgeld nur zur Durchsetzung einer \"Verfügung des Gerichts\"\nangedroht bzw. festgesetzt werden. In diesem Sinne kann ein\nzwischen den Beteiligten geschlossener, gerichtlich protokollierter\nVergleich nur dann eine Vollstreckungsgrundlage bilden, wenn ihn\ndas Gericht durch eine eigene Entscheidung gebilligt und ihm\ndadurch den Charakter einer gerichtlichen Verfügung verliehen hat.\nEine solche Verfügung, die z.B. auch in der Androhung eines\nZwangsgeldes für den Fall der Zuwiderhandlung gegen eine\nvergleichs-weise Regelung liegen kann, ist hier nicht getrof-fen\nworden. Sie kann insbesondere auch nicht darin gesehen werden, daß\ndie Parteien den Vergleich aus-weislich des Vorwortes auf\nEmpfehlung des Gerichts geschlossen haben. Es hätte vielmehr einer\ndas Ver-fahren abschließenden gerichtlichen Genehmigung der von den\nParteien im einzelnen getroffenen Regelun-gen bedurft (vgl. dazu\nOLG Stuttgart FamRZ 1979, 342; OLG Hamm FamRZ 1980, 932; OLG\nZweibrücken FamRZ 1982, 429; OLG Düsseldorf FamRZ 1983, 90;\nKeidel/Kuntze/Winkler, Freiwillige Gerichtsbarkeit, 13. Aufl., § 33\nRdn. 10).\n\n7\n\n##blob##nbsp;\n\n8\n\nBeschwerdewert:\n\n9\n\n##blob##nbsp;\n\n10\n\nbetreffend die Zurückweisung des\nZwangsgeldantra-ges: 1.000,-- DM\n\n11\n\n##blob##nbsp;\n\n12\n\nbetreffend den PKH-Antrag: bis 300,--\nDM.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/314010","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/1993-09-17/10-wf-202-93","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/314010","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/314010","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-koeln/1993-09-17/10-wf-202-93","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/314010","retrieved":"2026-07-09 03:45:44.335006+00:00"}}