{"status":"available","doknr":"OLD440718","ecli":"ECLI:DE:OLGHE:2017:0518.6W51.16.0A","court":"Oberlandesgericht Frankfurt am Main","senate":null,"decided":"2017-05-18","aktenzeichen":"6 W 51/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Anmerkung\n\nDie Entscheidung ist nicht anfechtbar.\n\nTenor\n\nDie Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung im Beschluss des Senats vom 8.6.2016 wird verworfen.\n\nGründe\n\nDie Beschwerde ist unzulässig.\n\nGegen Entscheidungen, die im zweiten Rechtszug ergangen sind, findet die Beschwerde nicht statt (§§ 68 I S. 5, 66 III S. 3 GKG). Auch wenn man die Beschwerde als Anregung zur Überprüfung des Streitwerts von Amts wegen versteht (§ 63 III Nr. 1 GKG), ist vorliegend eine Änderung des Beschwerdewerts nicht möglich. Denn die hierfür vorgesehene 6-Monatsfrist ist bereits abgelaufen.\n\nIm Übrigen ist die Festsetzung des Beschwerdewerts auch zutreffend. Der Beschluss vom 08.06.2016 betraf eine Beschwerde gegen die Zurückweisung eines Ablehnungsgesuchs. Der Senat hat den Beschwerdewert auf € 40.000,00 festgesetzt und ging dabei von dem Streitwert der Hauptsache aus. Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des BGH, wonach der Streitwert eines Beschwerdeverfahrens über die Begründetheit der Ablehnung eines Richters grundsätzlich mit dem vollen Wert des Streitgegenstandes in der Hauptsache übereinstimmt (BGH NJW-RR 2007, 776 ; OLG Frankfurt, Beschl. v. 10.1.2006, 4 W 33/05 - juris). Etwas anderes gilt nur dann, wenn von dem Ablehnungsgesuch ausnahmsweise nur ein Bruchteil des Gesamtstreitwerts betroffen ist (Zöller/Herget, 31. Aufl., § 3 Rn. 16 \"Ablehnung\"). Dem Umstand, dass im Ablehnungsverfahren - wie auch in allen anderen Nebenverfahren des Erkenntnisverfahrens der ZPO - nur ein Teilaspekt des gesamten Streitprogramms zur Beurteilung steht, ist bereits im Gebührenrecht Rechnung getragen (vgl. KV Nr. 1812 zu § 3 Abs. 2 GKG und VV Nr. 3500 zu § 2 Abs. 2 RVG). Eine Reduzierung des Wertes des Beschwerdeverfahrens ist nicht geboten.\n\nDer von der Beklagten vorgelegten Entscheidung des 19. Zivilsenats des OLG Frankfurt vom 27.5.2011 (19 W 24/11) tritt der erkennende Senat nicht bei. Soweit dort BGH-Rechtsprechung zitiert wird, betrifft diese nicht die Ablehnung von Richtern, sondern von Sachverständigen (vgl. BGH, Beschl. v. 15.12.2003 - II ZB 32/03).","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/440718","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-frankfurt-main/2017-05-18/6-w-51-16","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 63","ref_norm":"63","n":1},{"jurabk":"RVG","ref":"§ 2","ref_norm":"2","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/440718","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/440718","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/olg-frankfurt-main/2017-05-18/6-w-51-16","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/440718","retrieved":"2026-07-09 07:14:21.923565+00:00"}}