{"status":"available","doknr":"OLD285465","ecli":"ECLI:DE:LGDO:2004:0722.15O154.99.00","court":"Landgericht Dortmund","senate":null,"decided":"2004-07-22","aktenzeichen":"15 O 154/99","doktyp":"Schlussurteil","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\nDie Beklagte wird verurteilt, an den Kläger\n\n1.) 3.568,70 € ( i.W.: dreitausendfünfhundertacht-\n\nundsechzig 70/100 Euro) nebst 4 % Zinsen seit dem\n\n05.11.1999\n\nund\n\n2.) ein über das durch Teilanerkenntnisurteil vom\n\n19.05.2004 hinausgehendes Schmerzensgeld von noch\n\n20.677,51 € nebst 4 % Zinsen seit dem 05.02.1998 zu\n\nzahlen.\n\nIm Übrigen wird die Klage abgewiesen.\n\nVon den Kosten des Rechtsstreits tragen der Kläger\n\n17 % und die Beklagte 83 %.\n\nDas Urteil ist hinsichtlich des Teilanerkenntnisur-\n\nteils vorläufig vollstreckbar; im Übrigen nur gegen\n\nSicherheitsleistung in Höhe von 38.700,00 €.\n\nDer Kläger kann die Zwangsvollstreckung durch Sicher-\n\nheitsleistung in Höhe von 700,00 € abwenden, wenn\n\nnicht die Beklagte zuvor in gleicher Höhe Sicherheit\n\nleistet.\n\n1\n\nTatbestand\n\n 2\n\nDer am 02.06.1957 geborene Kläger macht neben seiner Ehefrau\n\n 3\n\n(Klägerin in dem Verfahren 15 0 150/99 Landgericht Dortmund)\n\n 4\n\naus eigenem Recht Ansprüche anlässlich des Verkehrsunfalles\n\n 5\n\nseines Sohnes B am 20.05.1997 geltend.\n\n 6\n\nSein damals 16 Jahre alter Sohn - Fahrer eines Leichtkraftra-\n\n 7\n\ndes - verstarb an den Folgen des Unfalles am 28.05.1997. Den\n\n 8\n\nUnfall hat allein schuldhaft die Versicherungsnehmerin der\n\n 9\n\nBeklagten zu vertreten, die einen Pkw Polo führte und die\n\n 10\n\nVorfahrt des Leichtkraftrades nicht beachtete.\n\n 11\n\nWegen des Schmerzensgeldes aus übergegangenem Recht hat das\n\n 12\n\nOberlandesgericht Hamm am 09.08.2000 den Eltern insgesamt\n\n 13\n\n30.000, 00 DM zugesprochen (15 0 129/99 - 13 U 58/00). Vorlie-\n\n 14\n\ngend geht es daher noch um Ansprüche des Klägers aus eigenem\n\n 15\n\nSchmerzensgeld und den materiellen Schaden des Klägers aus\n\n 16\n\nGründen des Unfalltodes des Sohnes. Auch begehrt der Kläger\n\n 17\n\nbetreffend zukünftige materielle und immaterielle Schäden,\n\n 18\n\ndie Feststellung der Ersatzpflicht der Beklagten vorbehalt-\n\n 19\n\nlich des Forderungsüberganges.\n\n 20\n\nl.\n\n 21\n\nSeinen materiellen Schaden hat der Kläger gemäß Klageschrift\n\n 22\n\nund Anlagen und gemäß Schriftsatz vom 21.06.2001 nebst Anla-\n\n 23\n\ngen wie folgt aufgelistet:\n\n 24\n\n1. Ausfall der Arbeitsleistung am 24., 25.,\n\n 25\n\n29., 31., 01.06.1997: 1.831,45 DM\n\n 26\n\n2. Ärztliche Behandlung: 339,88 DM\n\n 27\n\n3. Gesprächskreis für Trauer: 20,00 DM\n\n 28\n\n4. Fachliteratur betreffend Verarbeitung\n\n 29\n\nder Trauer: 109,50 DM\n\n 30\n\n5. Gedenkanzeige anlässlich des Jahrestages\n\n 31\n\ndes Todes: 65,78 DM\n\n 32\n\n6. Verdienstausfall anlässlich von 30 Behandlungs-\n\n 33\n\nterminen a drei Stunden a 26,00 DM: 2.340,00 DM\n\n 34\n\n7. Fahrtkosten (30 km x 0,50 DM x 30 Tage): 450,00 DM\n\n 35\n\n8. Medikamente: 189,50 DM\n\n 36\n\n9. Weiterer Verdienstausfall vom 11.12.1997\n\n 37\n\nbis 22.03.1998: 7.017,31 DM\n\n \n 38\n\n= 12.417,42 DM\n\n 39\n\nII.\n\n 40\n\nHinsichtlich des eigenen Schmerzensgeldes verweist der Kläger\n\n 41\n\nauf eine schwere reaktive Depression und latente Suizidge-\n\n 42\n\nfährdung und legt überdies eine Bescheinigung des E2\n\n 43\n\nvom 19.01.1999 vor. Mit Anwaltsschreiben vom 12.06.1999 hat\n\n 44\n\ner daher ein Schmerzensgeld von 40.000,00 DM geltend gemacht.\n\n 45\n\nDie Beklagte hat ihre Einstandspflicht abgelehnt mit Schrift-\n\n 46\n\nsatz vom 26.11.1999.\n\n 47\n\nIII.\n\n 48\n\nMit Schriftsatz vom 14.05.2004 hat der Kläger überdies Fest-\n\n 49\n\nstellungsklage erhoben. Materielle und immaterielle Zukunfts-\n\n 50\n\nschäden seien zu besorgen. Denn unfallbedingt habe er den An-\n\n 51\n\nforderungen als Vorarbeiter in seinem bisher ausgeübten Beruf\n\n 52\n\nnicht mehr genügt. Daher habe ein Arbeitsplatzwechsel statt-\n\n 53\n\ngefunden und er verdiene jetzt und in Zukunft weniger. Auch\n\n 54\n\nsei nicht abzusehen, ob zur vollen Wiederherstellung ein\n\n 55\n\nKrankenhausaufenthalt erforderlich werde und ob er, insbeson-\n\n 56\n\ndere wegen Spätfolgen zukünftig seinen Beruf nur vermindert\n\n 57\n\nwerde ausüben können.\n\n 58\n\nDie aufgezeigte tatsächliche berufliche Entwicklung und die\n\n 59\n\nmögliche zukünftige Entwicklung seien ausschließlich Folgen\n\n 60\n\ndes Unfalltodes seines Sohnes.\n\n 61\n\nIn der Sitzung vom 19.05.20004 hat die Beklagte hinsichtlich\n\n 62\n\neines Teilbetrages von 10.000,00 € nebst 4 % Zinsen seit dem\n\n 63\n\n05.02.1998 (Schmerzensgeld) ihr Anerkenntnis erklärt. Der\n\n 64\n\nKläger hat den Erlass des Teil-Anerkenntnisurteils vom\n\n 65\n\n19.05.2004 beantragt.\n\n 66\n\nDer Kläger beantragt darüber hinaus,\n\n 67\n\n1. die Beklagte zu verurteilen, an ihn 12.417,42 DM\n\n 68\n\nnebst je 4 % Zinsen aus 1.831,45 DM seit dem\n\n 69\n\n05.02.1998, aus weiteren 3.514,66 DM seit dem\n\n 70\n\n13.06.1999 und aus weiteren 7.071,31 DM seit dem\n\n 71\n\n24.06.1999, sowie\n\n 72\n\n2. die Beklagte zu verurteilen, an ihn ein ange-\n\n 73\n\nmessenes Schmerzensgeld von insgesamt mindestens\n\n 74\n\n40.000,00 DM nebst 4 % Zinsen seit dem 05.02.1998 zu\n\n 75\n\nzahlen und\n\n 76\n\n3. festzustellen, dass die Beklagte verpflichtet ist, ihm\n\n 77\n\nallen materiellen und immateriellen Schaden zu er-\n\n 78\n\nsetzen, der ihm aus dem Verkehrsunfall vom 20.05.1997\n\n 79\n\nin I noch entstehen wird, soweit der An-\n\n 80\n\nspruch nicht auf einen Sozialversicherungsträger oder\n\n 81\n\nandere Dritte übergegangen ist.\n\n 82\n\nDie Beklagte beantragt - soweit nicht anerkannt -,\n\n 83\n\ndie Klage abzuweisen.\n\n 84\n\nMit Schriftsatz vom 26.11.1999 - dort Seite 11, III - be-\n\n 85\n\nstreitet sie einen Verdienstausfallschaden aus Gründen des\n\n 86\n\nUnfalles, Behandlungskosten, Trauerkosten, die Notwendigkeit\n\n 87\n\nder Fachliteratur, die Kosten des Jahresgedenkens, den weite-\n\n 88\n\nren Verdienstausfallschaden von 2.340,00 DM, die Fahrtkosten,\n\n 89\n\ndie Notwendigkeit von Medikamenten aus Gründen des Unfalles\n\n 90\n\nund auch den weiteren Verdienstausfallschaden von\n\n 91\n\n7.017,31 DM.\n\n 92\n\nEin Schmerzensgeld in einer Größenordnung von 40.000,00 DM\n\n 93\n\nsei nicht nachvollziehbar.\n\n 94\n\nHinsichtlich des Feststellungsantrages vom 14.05.2004 erhebt\n\n 95\n\nsie die Einrede der Verjährung.\n\n 96\n\nWegen der weiteren Einzelheiten des Parteivorbringens wird\n\n 97\n\nauf den Inhalt der vorgetragenen Schriftsätze nebst der über-\n\n 98\n\nreichten Unterlagen verwiesen.\n\n 99\n\nDie Kammer hat gemäß den Beschlüssen vom 20.09.2001 und\n\n 100\n\n20.01.2003 Auskünfte der den Kläger behandelnden Ärzte einge-\n\n 101\n\nholt. Auf diese Auskünfte - insbesondere die Auskunft Frau\n\n 102\n\nS vom 16.02.2003 - wird verwiesen.\n\n 103\n\nWeiter hat die Kammer gemäß Beschluss vom 11.07.2003 ein neu-\n\n 104\n\nrologisch-psychiatrisches Gutachten eingeholt. Insoweit wird\n\n 105\n\nauf das Gutachten des Sachverständigen U vom\n\n 106\n\n22.03.2004 Bezug genommen.\n\n 107\n\nEntscheidungsgründe\n\n 108\n\nDer Klage war nach Maßgabe des Tenors zu entsprechen, denn es\n\n 109\n\nsteht nach den vorliegenden ärztlichen Berichten und dem Gut-\n\n 110\n\nachten des Sachverständigen fest, dass der Kläger aus Gründen\n\n 111\n\ndes Unfalltodes seines Sohnes ganz erhebliche gesundheitliche\n\n 112\n\nSchäden genommen hat und ihm überdies materieller Schaden\n\n 113\n\nentstanden ist.\n\n 114\n\nl.\n\n 115\n\nDie Schadenspositionen materieller Schaden der Klageschrift\n\n 116\n\nNr.\n\n 117\n\nist nicht belegt,\n\n 118\n\n2. ist nicht belegt und daher ebenfalls nicht zu erstatten,\n\n 119\n\n3. Trauerkreis: 20,00 DM\n\n 120\n\n4. Fachliteratur ist neben anwaltlicher und\n\n 121\n\ntherapeutischer Beratung nicht zu erstatten,\n\n 122\n\n5. Traueranzeige: 65,78 DM\n\n 123\n\n6. \"Statt zu arbeiten beim Arzt\" wird von der\n\n 124\n\nKammer mit 1.200,00 DM\n\n 125\n\nVerdienstausfall netto angenommen, § 287 ZPO,\n\n 126\n\n7. Fahrtkosten bei 20 km (hin und zurück)\n\n 127\n\nx 30 (Behandlungen) x 0,40 DM 240,00 DM\n\n 128\n\nsind zu erstatten.\n\n 129\n\n8. Arzt: Ist in Höhe von 150,00 DM\n\n 130\n\nbelegt.\n\n 131\n\n9. Der Verdienstausfall unter Berücksichtigung\n\n 132\n\nvon Überstunden wird von der Kammer mit 5.304,00 DM\n\n 133\n\nangenommen.\n\n 134\n\na)\n\n 135\n\nInsoweit ist die Kammer von den Verdienstbescheinigungen Ja-\n\n 136\n\nnuar bis März 1997 - vor Unfall - ausgegangen (vgl. Blatt 38\n\n 137\n\nbis 40 der Akten). Danach ergibt sich ein monatlicher Netto-\n\n 138\n\nverdienst inklusive Weihnachtsgeld von 6.100,00 bis 6.200,00\n\n 139\n\nDM (6.399, 5.972, 5.399 = 17.710 : 3 - 5.903,00 DM zuzüglich\n\n 140\n\n200,00 monatlich Weihnachtsgeld == 6.103,00 DM). Die Kammer\n\n 141\n\ngeht von 6.150,00 DM wegen der Unwägbarkeiten betreffend mög-\n\n 142\n\nliche Überstunden im Laufe des Jahres.\n\n 143\n\nPro Tag hätte der Kläger also 203,00 DM netto erhalten in\n\n 144\n\ndiesem Zeitraum.\n\n 145\n\nb)\n\n 146\n\nDie Verdienstbescheinigungen für Dezember bis März 1998\n\n 147\n\n(Blatt 41 - 44 der Akte) - nach Unfall - belegen 5.784,\n\n 148\n\n2.651, Entgeltersatz 7.954, 1.746 = 18.135 : 4 = 4.534. Da-\n\n 149\n\nnach hätte der Kläger also pro Tag nur 151,00 DM verdient.\n\n 150\n\nc)\n\n 151\n\nDer Verdienst beträgt mithin vor dem Unfall täglich\n\n 152\n\n203,00 DM, nach dem Unfall 151,00 DM. Die tägliche Differenz\n\n 153\n\nbeläuft sich auf: 52,00 DM.\n\n 154\n\nDer Verdienstausfall fiel vom 11.12.1997 bis 22.03.1998 an,\n\n 155\n\nalso für 102 Tage. Davon 42 Tage Lohnfortzahlung, 60 Tage\n\n 156\n\nEntgeltersatzleistung; jeweils ohne Überstunden.\n\n 157\n\nDen Minderverdienst errechnet die Kammer demnach wie folgt:\n\n 158\n\n102 Tage x 52,00 DM = 5.304,00 DM.\n\n 159\n\n10 . Dem Kläger ist daher ein materieller Schaden\n\n 160\n\nvon insgesamt: 20,00 DM\n\n 161\n\n65,78 DM\n\n 162\n\n1.200,00 DM\n\n 163\n\n240,00 DM\n\n 164\n\n150,00 DM\n\n 165\n\n 5.304,00 DM\n\n 166\n\n6.979,78 DM\n\n 167\n\n3.568,70 €\n\n 168\n\nentstanden\n\n 169\n\nnebst 4 % Zinsen seit Rechtshängigkeit (05.11.1999).\n\n 170\n\nII.\n\n 171\n\nBetreffend das Schmerzensgeld geht die Kammer von einem Ge-\n\n 172\n\nsamtbetrag von 60.000,00 DM aus.\n\n 173\n\nEin Betrag von 10.000,00 € nebst 4 % Zinsen ist durch\n\n 174\n\nTeilanerkenntnisurteil bisher zugesprochen.\n\n 175\n\nZu dieser Bewertung gelangt die Kammer mit Rücksicht auf die\n\n 176\n\nnachvollziehbaren und überzeugenden Darlegungen des Sachver-\n\n 177\n\nständigen U in seinem Gutachten vom\n\n 178\n\n22.03.2004. Wegen der Einzelheiten wird auf die umfänglichen\n\n 179\n\nDarlegungen in diesem Gutachten verwiesen.\n\n 180\n\nDer Sachverständige ist bei der Untersuchung des Klägers am\n\n 181\n\n15.10.2003 unter Berücksichtigung der von der Kammer einge-\n\n 182\n\nholten ärztlichen Berichte zu dem Urteil gelangt, dass bei\n\n 183\n\ndem Kläger schon vor dem Unfalltod des Sohnes eine chronische\n\n 184\n\npsychische Störung vorlag. Der Unfalltod traf auf eine erhöht\n\n 185\n\nvulnerable, für depressive Reaktionen prädisponierte Persön-\n\n 186\n\nlichkeitsstrukur. Der Tod ist wesentliche, nicht wegzudenken-\n\n 187\n\nde Ursache für die sich Ende November 1997 entwickelnde\n\n 188\n\nschwere depressive Episode; dem Unfalltod kommt ursächlich\n\n 189\n\neine überragende Bedeutung zu.\n\n 190\n\nDer Sachverständige nimmt weiter mit Wahrscheinlichkeit an,\n\n 191\n\ndass der Unfalltod etwa Ende 1999 dann auf dem Boden der vor-\n\n 192\n\nbestehenden psychischen Störung zu einer anhaltenden, leicht-\n\n 193\n\ngradigen und abgrenzbaren Verschlimmerung dieser neurotisch\n\n 194\n\nbegründeten depressiven Störung geführt hat. Diese nach 1999\n\n 195\n\nanhaltende leichtgradige Verschlimmerung der schon vor dem\n\n 196\n\nUnfalltod bestehenden Störung bedingt eine Minderung der Er-\n\n 197\n\nwerbsfähigkeit von unter 10 % auf Dauer.\n\n 198\n\nHingegen nimmt der Sachverständige für den Zeitraum\n\n 199\n\n01.12.1997 bis 20.03.1998 100 %, vom 21.03.1998 bis\n\n 200\n\n31.12.1998 50 %, vom 01.10.1999 bis 30.06.1999 30 % und vom\n\n 201\n\n01.07.1999 bis 31.12.1999 20 % an.\n\n 202\n\nBei der Bemessung des Schmerzensgeldes hatte die Kammer über-\n\n 203\n\ndies zu berücksichtigen, dass die Beklagte, obwohl ja das At-\n\n 204\n\ntest E2 vom 19.01.1999 vorlag, eine Vorschusszahlung\n\n 205\n\nschlicht verweigert hat. Möglicherweise wäre die schwere Er-\n\n 206\n\nkrankung des Klägers abgemildert worden, hätte die Beklagte\n\n 207\n\nwenigstens einen Vorschuss gezahlt.\n\n 208\n\nDanach war ein Schmerzensgeld von 60.000,00 DM = 30.677,51 €\n\n 209\n\nnebst 4 % Zinsen seit dem 05.02.1998 auszuurteilen. Durch\n\n 210\n\nTeilanerkenntnisurteil wurden schon 10.000,00 e nebst 4 %\n\n 211\n\nZinsen seit dem 05.02.1998 zugesprochen.\n\n 212\n\nIII.\n\n 213\n\nHinsichtlich des Feststellungsantrages greift die Einrede der\n\n 214\n\nVerjährung. Der Kläger hatte Kenntnis vom Schaden schon\n\n 215\n\n1997/1998. Es ist nicht erforderlich, dass er den Schaden in\n\n 216\n\nseinen einzelnen Elementen und Ausprägungen überschaut. In\n\n 217\n\nnicht verjährter Zeit hätte danach die Feststellungsklage er-\n\n 218\n\nhoben werden müssen.\n\n 219\n\nAllerdings sei auf die Beurteilung des Sachverständigen hin-\n\n 220\n\ngewiesen, der für die Zeit nach 1999 nur noch von einer\n\n 221\n\nleichtgradigen fortbestehenden Verschlimmerung von kleiner\n\n 222\n\nals 10 % ausgeht.\n\n 223\n\nDie Nebenentscheidungen folgen aus §§ 284 ff. BGB, 92, 708\n\n 224\n\nNr. 1, Nr.11, 709, 711 ZPO.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/285465","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-dortmund/2004-07-22/15-o-154-99","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 284","ref_norm":"284","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 287","ref_norm":"287","n":1}],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/285465","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/285465","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-dortmund/2004-07-22/15-o-154-99","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/285465","retrieved":"2026-07-09 03:02:03.023532+00:00"}}