{"status":"available","doknr":"OLD199917","ecli":"ECLI:DE:LGD:2013:0319.3O142.12.00","court":"Landgericht Düsseldorf","senate":null,"decided":"2013-03-19","aktenzeichen":"3 O 142/12","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"Tenor\n\n1.\n\nEs wird festgestellt, dass der Beklagte verpflichtet ist, der Klägerin sämtliche materielle und immaterielle Schäden zu ersetzen, welche dieser aus der fehlerhaften Behandlung in der Zeit vom Februar 2004 bis Dezember 2005 in seiner Zahnarztpraxis in Düsseldorf in der Vergangenheit bereits entstanden sind und zukünftig noch entstehen werden, soweit die Ansprüche nicht auf Sozialversicherungsträger oder sonstige Drutte übergegangen sind oder übergehen werden.\n\n2.\n\nDie Kosten des Rechtsstreits trägt der Beklagte.\n\n3.\n\nDas Urteil ist vorläufig vollstreckbar.\n\n4.\n\nDie Einspruchsfrist beträgt drei Wochen.\n\n1\n\n \n\n2\n\n \n\n3\n\nTatbestand und Entscheidungsgründe:\n\n4\n\nDie Kläger verlangt von dem Beklagten aus der in dem Tenor bezeichneten zahnärztlichen Behandlung materiellen und immateriellen Schadensersatz. Die Klägerin wirft dem Beklagten bei der Behandlung der Zähne 35, 36, 37, 44, 45, 46 und 47 verschiedene Behandlungsfehler vor, insbesondere dass der Beklagte es unterlassen habe, vor dem Einbringen der Implantate den Kieferknochen für die Aufnahme der Implantate entsprechend aufgebaut und hinsichtlich der inserierten Kronen eine fehlerhafte Konstruktion gefertigt zu haben. Die Klägerin habe deswegen  Schmerzen zu erdulden gehabt und sich in eine Nachbehandlung begeben müssen.\n\n5\n\nDer Beklagte ist dem Vortrag der Klägerin nicht entgegen getreten, vielmehr hat er am 04. März 2013 die Zustellung der Klageschrift unberechtigt verweigert. Denn da der Beklagte - wie er selbst angibt und überdies auf der Hand liegt - der deutschen Sprache mächtig ist, war eine Übersetzung der Klageschrift in die Amtssprache seines Aufenthaltslandes nach Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1393/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Zustellung gerichtlicher und außergerichtlicher Schriftstücke in Zivil- und Handelssachen in den Mitgliedstaaten gerade nicht erforderlich.\n\n6\n\nAus diesem Sachverhalt ergibt sich für die Kläger ein Anspruch auf materiellen Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen fehlerhafter zahnärztlicher Behandlung aus den Paragraphen 280, 611, 253, 823 Bürgerliches Gesetzbuch.\n\n7\n\nDie prozessualen Nebenentscheidungen beruhen auf Paragraphen 91 und 709 Zivilprozessordnung.\n\n8\n\nDer Streitwert wird auf € 20.000,00 festgesetzt.","source":"openlegaldata","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/199917","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-duesseldorf/2013-03-19/3-o-142-12","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://de.openlegaldata.io/case/199917","attribution":{"source":"Open Legal Data","source_url":"https://de.openlegaldata.io/case/199917","license":"Open Database License (ODbL) v1.0","license_url":"https://opendatacommons.org/licenses/odbl/1-0/","notice":"Entscheidungstext bereitgestellt über Open Legal Data (openlegaldata.io), lizenziert unter der Open Database License (ODbL) v1.0."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/lg-duesseldorf/2013-03-19/3-o-142-12","upstream":"https://de.openlegaldata.io/case/199917","retrieved":"2026-07-09 01:16:07.483315+00:00"}}