{"status":"available","doknr":"BVERWG-301111B9B91110","ecli":"ECLI:DE:BVerwG:2011:301111B9B91.11.0","court":"Bundesverwaltungsgericht","senate":"9. Senat","decided":"2011-11-30","aktenzeichen":"9 B 91.11","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"In der Verwaltungsstreitsache hat der 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 30. November 2011 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Bier und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Nolte und Domgörgen beschlossen:\n\nDie Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 30. August 2011 wird zurückgewiesen. Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens. Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 9 573,25 € festgesetzt.\n\nGründe\n\n\n1\nDie auf die Zulassungsgründe der grundsätzlichen Bedeutung (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) und der Divergenz (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO) gestützte Beschwerde kann keinen Erfolg haben.\n\n\n2\n1. Die von der Beschwerde als grundsätzlich klärungsbedürftig bezeichneten Fragen zur Auslegung des § 131 der Abgabenordnung (AO) betreffen irrevisibles Landesrecht. Denn die in Rede stehenden Regelungen der - an sich bundesrechtlichen - Abgabenordnung sind durch den landesrechtlichen Anwendungsbefehl in § 3 Abs. 1 Nr. 3 des rheinland-pfälzischen Kommunalabgabengesetzes (KAG) in das Landesrecht inkorporiert worden, teilen mithin dessen Rechtscharakter und sind daher ebenfalls nicht revisibel (stRspr; vgl. Urteil vom 19. März 2009 - BVerwG 9 C 10.08 - Buchholz 406.11 § 133 BauGB Nr. 135 Rn. 9 m.w.N.). Demgemäß könnten die mit der Grundsatzrüge aufgeworfenen Fragen in einem Revisionsverfahren nicht geklärt werden.\n\n\n3\n2. Eine Divergenz im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO hat die Beschwerde schon nicht hinreichend dargetan (§ 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO). Sie hat nämlich dem von ihr zitierten Rechtssatz aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Januar 1992 - BVerwG 7 C 38.90 - (Buchholz 316 § 49 VwVfG Nr. 25 S. 8) keinen diesem widersprechenden abstrakten Rechtssatz des Oberverwaltungsgerichts in Anwendung ein und derselben Vorschrift des revisiblen Rechts gegenübergestellt; zum einen betreffen die formulierten Rechtssätze verschiedene Gesetze, zum anderen bezieht sich der dem angefochtenen Urteil entnommene Rechtssatz des Oberverwaltungsgerichts auf irrevisibles Landesrecht.\n\n\n4\n3. Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Die Festsetzung des Wertes des Streitgegenstandes beruht auf § 52 Abs. 3, § 47 Abs. 1 und 3 GKG.","source":"bverwg","source_url":"https://www.bverwg.de/de/301111B9B91.11.0","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2011-11-30/9-b-91-11","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 132","ref_norm":"132","n":3},{"jurabk":"BBauG","ref":"§ 133","ref_norm":"133","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 133","ref_norm":"133","n":1},{"jurabk":"VwVfG","ref":"§ 49","ref_norm":"49","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"AO 1977","ref":"§ 131","ref_norm":"131","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bverwg.de/de/301111B9B91.11.0","attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2011-11-30/9-b-91-11","upstream":"https://www.bverwg.de/de/301111B9B91.11.0","retrieved":"2026-10-05 09:19:07.071866+00:00"}}