{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerwG:2007:270607B10B55.07.0","court":"Bundesverwaltungsgericht","senate":"10. Senat","decided":"2007-06-27","aktenzeichen":"10 B 55.07","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERWALTUNGSGERICHT\n\nBESCHLUSS\n\nBVerwG 10 B 55.07 (bisher: BVerwG 1 B 262.06)\nVGH 3 UE 1678/03.A\n\nIn der Verwaltungsstreitsache\n\nhat der 10. Senat des Bundesverwaltungsgerichts\nam 27. Juni 2007\ndurch die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Mallmann, Richter\nund Prof. Dr. Kraft\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung\nder Revision in dem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 22. Juni 2006 wird verworfen.\n\nDer Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.\n\nGründe:\n\n1 Die Beschwerde ist unzulässig. Sie legt die geltend gemachte grundsätzliche\nBedeutung der Rechtssache (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) nicht in einer den Anforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO entsprechenden Weise dar.\n\n2 Die Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache\nsetzt gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO voraus, dass eine klärungsfähige und\nklärungsbedürftige Rechtsfrage aufgeworfen wird. Eine solche lässt sich der\nBeschwerde nicht entnehmen.\n\n3 Die als grundsätzlich klärungsbedürftig aufgeworfene Fragestellung,\n\n„ob Angehörige yezidischer Glaubensgemeinschaft (in Syrien) unmittelbarer staatlicher oder mittelbarer Gruppenverfolgung ausgesetzt sind“,\n\n4 zielt nicht, wie für eine Grundsatzrüge erforderlich, auf eine Rechtsfrage, sondern betrifft die den Tatsachengerichten vorbehaltene Klärung der tatsächlichen\nVerhältnisse in Syrien. Die Beschwerde wendet sich insoweit gegen die ihrer\nAnsicht nach unzutreffende Feststellung und Würdigung des Sachverhalts\ndurch das Berufungsgericht. Sie greift in der Art einer Berufungsbegründung\nunter Bezugnahme auf verschiedene gutachterliche Stellungnahmen insbesondere die Annahme des Verwaltungsgerichtshofs an, dass die für die Annahme\neiner mittelbaren Gruppenverfolgung der Jeziden in Nordostsyrien erforderliche\nbestimmte Verfolgungsdichte fehle. Indem sie dieser tatsächlichen Würdigung\ndes Berufungsgerichts ihre eigene Auffassung entgegenstellt, kann sie die Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache nicht\nerreichen.\n\n5 Das Gleiche gilt für die ebenfalls als grundsätzlich bedeutsam angesehene\nFrage,\n\n„ob Yeziden, deren Asylantrag abgelehnt wurde, bei einer\nRückkehr in ihr Heimatland politischer Verfolgung ausgesetzt sind bzw. ob Abschiebungshindernisse bestehen.“\n\n6 Auch diese Fragestellung betrifft keine Rechtsfrage i.S.d. § 132 Abs. 2 Nr. 1\nVwGO, sondern die tatsächliche Seite der Verfolgungs- bzw. Gefahrenprognose und vermag der Beschwerde daher nicht zum Erfolg zu verhelfen.\n\n7 Der Senat sieht von einer weiteren Begründung der Entscheidung ab (§ 133\nAbs. 5 Satz 2 Halbs. 2 VwGO).\n\n8 Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO. Gerichtskosten werden gemäß § 83b AsylVfG nicht erhoben. Der Gegenstandswert ergibt sich aus\n§ 30 Satz 1 RVG.\n\nDr. Mallmann Richter Prof. Dr. Kraft","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2007-06-27/10-b-55-07","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 132","ref_norm":"132","n":3},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 133","ref_norm":"133","n":2},{"jurabk":"AsylVfG 1992","ref":"§ 83b","ref_norm":"83b","n":1},{"jurabk":"RVG","ref":"§ 30","ref_norm":"30","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2007-06-27/10-b-55-07","retrieved":"2026-10-24 07:33:22.293936+00:00"},"card":{"id":"bverwg/2007-06-27/10-b-55-07","court":"BVerwG","court_id":"bverwg","court_as_stated":"Bundesverwaltungsgericht","panel":"10. 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