{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerwG:2006:270706B10B49.06.0","court":"Bundesverwaltungsgericht","senate":"10. Senat","decided":"2006-07-27","aktenzeichen":"10 B 49.06","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERWALTUNGSGERICHT\n\nBESCHLUSS\n\nBVerwG 10 B 49.06 (10 B 41.06)\n\nIn der Verwaltungsstreitsache\n\nhat der 10. Senat des Bundesverwaltungsgerichts\nam 27. Juli 2006\ndurch den Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts Hien und die Richter am\nBundesverwaltungsgericht Dr. Nolte und Domgörgen\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Kläger gegen das Schreiben des\nBerichterstatters vom 26. Juni 2006 wird verworfen.\n\nDie Kläger tragen die Kosten des Verfahrens über die Anhörungsrüge. Von der Erhebung von Gerichtskosten wird\nabgesehen.\n\nDer Antrag der Kläger, ihnen einen Rechtsanwalt beizuordnen, wird abgelehnt.\n\nGründe:\n\n1 Ungeachtet der Frage, ob Schreiben des Berichterstatters überhaupt mit dem\nRechtsbehelf der Anhörungsrüge angegriffen werden können, ist die Anhörungsrüge der Kläger jedenfalls deshalb unzulässig, weil sie nicht innerhalb der\ngemäß § 152a Abs. 2 Satz 1 VwGO maßgeblichen, am 13. Juli 2006 abgelaufenen Frist eingelegt und begründet worden ist. Ein weiterer Zulässigkeitsmangel ergibt sich daraus, dass sie nicht durch einen Rechtsanwalt oder Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule im Sinne des Hochschulrahmengesetzes\nmit Befähigung zum Richteramt als Bevollmächtigten eingelegt worden ist\n(§ 152a Abs. 2 Satz 5, § 67 Abs. 1 VwGO).\n\n2 Die Anhörungsrüge wäre im Übrigen auch unbegründet. Das Gericht hat die\nDarlegungen der Kläger in ihrer Eingabe vom 19. Mai 2006 und den Inhalt der\nbeigefügten Unterlagen zur Kenntnis genommen und in dem Antwortschreiben\ndes Berichterstatters vom 26. Juni 2006 (BVerwG 10 B 41.06) begründet, warum das in der Eingabe enthaltene Begehren einer Prüfung durch das Bundesverwaltungsgericht nicht zugänglich ist. Ein Verstoß gegen den Grundsatz des\nrechtlichen Gehörs scheidet danach aus.\n\n3 Der Antrag der Kläger auf Beiordnung eines Rechtsanwalts für das Verfahren\nvor dem Bundesverwaltungsgericht ist abzulehnen, weil die beabsichtigte\nRechtsverfolgung wegen des Fristversäumnisses und des Fehlens eines Gehörsverstoßes keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (§ 166 VwGO\ni.V.m. §§ 114, 121 Abs. 1 ZPO).\n\n4 Soweit die Kläger ein weitergehendes Tätigwerden des Bundesverwaltungsgerichts in dieser Sache begehren, ist dafür aus den im Schreiben des Berichterstatters vom 26. Juni 2006 genannten Gründen kein Raum.\n\n5 Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Von der Erhebung von\nGerichtskosten wird gemäß § 21 Abs. 1 Satz 3 GKG abgesehen.\n\nHien Dr. Nolte Domgörgen","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2006-07-27/10-b-49-06","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 21","ref_norm":"21","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 166","ref_norm":"166","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 114","ref_norm":"114","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 121","ref_norm":"121","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 152a","ref_norm":"152a","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 67","ref_norm":"67","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2006-07-27/10-b-49-06","retrieved":"2026-10-24 07:33:12.283248+00:00"},"card":{"id":"bverwg/2006-07-27/10-b-49-06","court":"BVerwG","court_id":"bverwg","court_as_stated":"Bundesverwaltungsgericht","panel":"10. 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