{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerwG:2004:300804B10B9.04.0","court":"Bundesverwaltungsgericht","senate":"10. Senat","decided":"2004-08-30","aktenzeichen":"10 B 9.04","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERWALTUNGSGERICHT\n\nBESCHLUSS\n\nBVerwG 10 B 9.04 (vormals 9 B 37.04)\nOVG 5 B 6/03\n\nIn der Verwaltungsstreitsache\n\nhat der 10. Senat des Bundesverwaltungsgerichts\nam 30. August 2004\ndurch den Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts H i e n und die Richter\nam Bundesverwaltungsgericht Dr. S t o r o s t und V a l l e n d a r\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der\nRevision im Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts\nvom 23. März 2004 wird verworfen.\n\nDer Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.\n\nDer Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 7 193,46 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\nDie Beschwerde ist unzulässig, weil ihre Begründung nicht den Anforderungen des\n§ 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO entspricht.\n\n1. Eine die Revisionszulassung gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO rechtfertigende\nAbweichung des angefochtenen Urteils von einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts oder des Bundesverfassungsgerichts hat der Kläger nicht in einer den\nAnforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO entsprechenden Weise bezeichnet.\nEine solche Abweichung liegt nur dann vor, wenn sich das Berufungsgericht in Anwendung derselben Rechtsvorschrift mit einem seine Entscheidung tragenden abstrakten Rechtssatz zu einem in der angezogenen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts oder des Bundesverfassungsgerichts aufgestellten ebensolchen\nRechtssatz in Widerspruch gesetzt hat; die Beschwerdebegründung muss darlegen,\ndass und inwiefern dies der Fall ist (stRspr; vgl. z.B. BVerwG, Beschlüsse vom\n21. Juli 1988 - BVerwG 1 B 44.88 - Buchholz 130 § 8 RuStAG Nr. 32 und vom\n12. Dezember 1991 - BVerwG 5 B 68.91 - Buchholz 310 § 132 VwGO Nr. 302). Daran fehlt es hier.\n\nDie Beschwerde benennt keine divergierenden abstrakten Rechtssätze, sondern\nmacht nach Art einer Revisionsbegründung geltend, das angefochtene, zum Ausbaubeitragsrecht ergangene Urteil verstoße gegen das Rechtsstaatsprinzip und\nArt. 14 Abs. 1 GG sowie gegen eine zum Erschließungsbeitragsrecht ergangene\nhöchstrichterliche Entscheidung. Das Aufzeigen einer (vermeintlich) fehlerhaften\nRechtsanwendung genügt den Zulässigkeitsanforderungen einer Divergenzrüge jedoch nicht. Das gilt erst recht, soweit der Kläger in gleicher Weise eine Abweichung\nvon Entscheidungen anderer, in § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO nicht genannter Gerichte\nrügt.\n\n2. Ebenso fehlt es an einer ausreichenden Darlegung der als Grund für die Zulassung der Revision weiter geltend gemachten grundsätzlichen Bedeutung der\nRechtssache im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO. Dieser Zulassungsgrund liegt\nvor, wenn für die Entscheidung des Berufungsgerichts eine konkrete, jedoch fallübergreifende Rechtsfrage von Bedeutung war, deren noch ausstehende höchstrichterliche Klärung im Revisionsverfahren zu erwarten ist und zur Erhaltung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder zu einer bedeutsamen Weiterentwicklung des\nRechts geboten erscheint. Um das darzulegen, muss eine solche Rechtsfrage bezeichnet und ein Hinweis auf den Grund gegeben werden, der die Anerkennung ihrer\ngrundsätzlichen, d.h. allgemeinen Bedeutung rechtfertigen soll (vgl. BVerwGE 13, 90\n<91 f.>). Auch diese Erfordernisse erfüllt die Beschwerdebegründung nicht. Sie bezeichnet keine fallübergreifende Frage des revisiblen Rechts, sondern beanstandet\nnach Art einer Revisionsbegründung, dass das Berufungsgericht im vorliegenden Fall\ndas verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot verkannt und das Landesrecht\nunzutreffend ausgelegt, also das Recht fehlerhaft angewandt habe. Den Zulässigkeitsanforderungen einer Grundsatzrüge genügt dies nicht.\n\n3. Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO, die Streitwertfestsetzung\naus § 13 Abs. 2, § 14 GKG a.F. i.V.m. § 72 Nr. 1 Halbsatz 1 GKG n.F.\n\nHien Dr. Storost Vallendar","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2004-08-30/10-b-9-04","cited_norms":[{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 132","ref_norm":"132","n":4},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 133","ref_norm":"133","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 14","ref_norm":"14","n":1},{"jurabk":"VwGO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"RuStAG","ref":"§ 8","ref_norm":"8","n":1},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 72","ref_norm":"72","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverwg/2004-08-30/10-b-9-04","retrieved":"2026-10-24 07:33:03.412673+00:00"},"card":{"id":"bverwg/2004-08-30/10-b-9-04","court":"BVerwG","court_id":"bverwg","court_as_stated":"Bundesverwaltungsgericht","panel":"10. 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