{"status":"available","doknr":"BVERFG-qk20200114_1bvq001420","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2020:qk20200114.1bvq001420","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2020-01-14","aktenzeichen":"1 BvQ 14/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n\n- 1 BvQ 14/20 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                über den Antrag,\n                       im Wege der einstweiligen Anordnung\n\n  den Bescheid des Vogelbergkreises - Der Kreisausschuss vom 6. Januar 2020 -\n  NST 50.7.0002049835 - aufzuheben und Deutschland zur Zahlung von Sozialleistungen / Wohngeld zu verurteilen\n\n\nAntragstellerin: D…,\n\nhat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n\n                                   den Vizepräsidenten Harbarth\n\n                                   und die Richterinnen Baer,\n\n                                   Ott\n\ngemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 14.Februar 2020\neinstimmig beschlossen:\n\n        Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.\n\n                                     Gründe:\n Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 32 Abs.           1\n1 BVerfGG liegen nicht vor.\n\n  Nach dieser Vorschrift kann das Bundesverfassungsgericht im Streitfall einen Zustand durch einstweilige Anordnung vorläufig regeln, wenn dies zur Abwehr schwerer\nNachteile, zur Verhinderung drohender Gewalt oder aus einem anderen wichtigen\nGrund zum gemeinen Wohl dringend geboten ist. Dabei gilt auch in dem dem Verfassungsbeschwerdeverfahren vorgelagerten verfassungsgerichtlichen Eilrechtsschutzverfahren der Grundsatz der Subsidiarität (vgl. § 90 Abs. 2 BVerfGG). Der Erlass einer einstweiligen Anordnung kommt daher nur in Betracht, wenn der\nAntragsteller bestehende Möglichkeiten, fachgerichtlichen Eilrechtsschutz zu erlangen, ausgeschöpft hat (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats\nvom 9. Mai 2017 - 1 BvR 943/17 -, Rn. 6; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 10. April 2017 - 1 BvQ 13/17 -, Rn. 2; Beschluss der 2. Kammer des Ersten\nSenats vom 24. März 2014 - 1 BvQ 9/14 -, Rn. 2; Beschluss der 3. Kammer des\nZweiten Senats vom 30. März 2009 - 2 BvQ 18/09 -, Rn. 2).\n\n Daran fehlt es hier. Es ist nicht erkennbar, dass die Antragstellerin im fachgerichtlichen Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bei dem Sozialgericht den Erlass\n\n\n                                           1/3\n\neiner einstweiligen Anordnung gemäß § 86b Abs. 2 SGG beantragt hätte. Gründe,\nwarum ihr dies nicht zuzumuten gewesen sein könnte, sind weder dargelegt noch\nsonst ersichtlich.\n\n Überdies hat die Antragstellerin nicht substantiiert dargelegt, dass nachfolgend zu   4\ndem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz noch ein korrespondierender Hauptsacheantrag gestellt werden könnte, der nicht von vorneherein unzulässig oder offensichtlich unbegründet wäre (vgl. zu diesem Erfordernis BVerfG, Beschluss der 1.\nKammer des Ersten Senats vom 9. Mai 2017 - 1 BvR 943/17 -, Rn. 7; Beschluss der\n1. Kammer des Ersten Senats vom 10. April 2017 - 1 BvQ 13/17 -, Rn. 4).\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                  5\n\n                 Harbarth                       Baer                        Ott\n\n\n\n\n                                         2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom\n14. Januar 2020 - 1 BvQ 14/20\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 14. Januar 2020 - 1 BvQ 14/20 - Rn. (1 - 5), http://www.bverfg.de/e/\n                qk20200114_1bvq001420.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2020:qk20200114.1bvq001420\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/01/qk20200114_1bvq001420.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2020-01-14/1-bvq-14-20","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 90","ref_norm":"90","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1},{"jurabk":"SGG","ref":"§ 86b","ref_norm":"86b","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/01/qk20200114_1bvq001420.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/01/qk20200114_1bvq001420.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2020-01-14/1-bvq-14-20","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/01/qk20200114_1bvq001420.html","retrieved":"2026-07-10 11:04:20.974666+00:00"}}