{"status":"available","doknr":"BVERFG-qk20141215_1bvq003114","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2014:qk20141215.1bvq003114","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2014-12-15","aktenzeichen":"1 BvQ 31/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n\n- 1 BvQ 31/14 -\n\n                              In dem Verfahren\n                               über den Antrag\n                     im Wege der einstweiligen Anordnung\n\n a) dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes zu untersagen, vor rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens im einstweiligen Rechtsschutz die Teiluntersagungsverfügung vom 30. Oktober 2014\n    zu vollziehen,\n\n b) hilfsweise, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des\n    Saarlandes zu untersagen, ohne erneute umfassende Prüfung der aktuellen\n    Situation in dem streitgegenständlichen Wohnbereich die Teiluntersagungsverfügung vom 30. Oktober 2014 zu vollziehen\n\n\nAntragstellerin: V…mbH,\n\n- Bevollmächtigte:   Rechtsanwälte Iffland, Wischnewski,\n                     Pfungstädter Straße 100 A, 64297 Darmstadt -\n\nhat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n\n                                 die Richter Gaier,\n\n                                 Schluckebier,\n\n                                 Paulus\n\ngemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)\n\nam 15. Dezember 2014 einstimmig beschlossen:\n\n        Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.\n\n                                   Gründe:\n Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung liegen nicht vor.   1\nNach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bundesverfassungsgericht im Streitfall einen\nZustand durch einstweilige Anordnung vorläufig regeln, wenn dies zur Abwehr\nschwerer Nachteile, zur Verhinderung drohender Gewalt oder aus einem anderen\nwichtigen Grund zum gemeinen Wohl dringend geboten ist.\n\n Allerdings sind auch im verfassungsgerichtlichen Eilrechtsschutzverfahren das Gebot der Rechtswegerschöpfung und der Grundsatz der Subsidiarität der Rechtsschutzgewährung durch das Bundesverfassungsgericht zu beachten. Der Erlass ei-\n\n\n\n                                          1/3\n\nner einstweiligen Anordnung nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kommt daher nur in Betracht,\nwenn der Antragsteller bestehende Möglichkeiten, fachgerichtlichen Eilrechtsschutz\nzu erlangen, ausgeschöpft hat (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten\nSenats vom 30. März 2009 - 2 BvQ 18/09 -, juris, Rn. 2; Beschluss der 2. Kammer\ndes Ersten Senats vom 24. März 2014 - 1 BvQ 9/14 -, NVwZ 2014, S. 882 <883>).\nDemnach ist die Antragstellerin zunächst auf die noch ausstehende Entscheidung\ndes Oberverwaltungsgerichts über ihre Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts, mit dem ihr Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zurückgewiesen wurde, zu verweisen.\n\n  Es ist der Antragstellerin auch zumutbar, die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts abzuwarten. Das Vorliegen der besonderen Voraussetzungen des § 90 Abs. 2\nSatz 2 BVerfGG hat sie nicht dargelegt.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                 4\n\n                Gaier              Schluckebier             Paulus\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n15. Dezember 2014 - 1 BvQ 31/14\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 15. Dezember 2014 - 1 BvQ 31/14 - Rn. (1 - 4), http://www.bverfg.de/e/\n                qk20141215_1bvq003114.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2014:qk20141215.1bvq003114\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/12/qk20141215_1bvq003114.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2014-12-15/1-bvq-31-14","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 32","ref_norm":"32","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 90","ref_norm":"90","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/12/qk20141215_1bvq003114.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/12/qk20141215_1bvq003114.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2014-12-15/1-bvq-31-14","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/12/qk20141215_1bvq003114.html","retrieved":"2026-07-10 11:01:29.410306+00:00"}}