{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091208.1bvr277409","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2009-12-08","aktenzeichen":"1 BvR 2774/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 2774/09 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                      über\n                          die Verfassungsbeschwerde\nder Frau F...,\n\n- Bevollmächtigte: p & w klose Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft,\n                   Alexanderstraße 9, 10178 Berlin -\ngegen a) den Beschluss des Verwaltungsgerichts Potsdam vom 23. Oktober 2009\n         - 1 K 681/05 -,\n\n       b) den Beschluss des Verwaltungsgerichts Potsdam vom 13. Oktober 2009\n          - 1 K 681/05 -\n\nund     Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung\n\nhat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                 den Präsidenten Papier\n                                 und die Richter Bryde,\n                                 Schluckebier\n\ngemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 8. Dezember 2009 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDamit erledigt sich zugleich der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung.\n\n                                     Gründe:\n Die Voraussetzungen für die Annahme der Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung liegen nicht vor (§ 93a Abs. 2 BVerfGG). Der Verfassungsbeschwerde kommt\ngrundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung nicht zu. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits entschieden, dass die Anhörungsrüge auch dann statthaft ist,\nwenn die behauptete Gehörsverletzung im fachgerichtlichen Zwischenverfahren der\nRichterablehnung mit der späteren Sachentscheidung nicht mehr in einer den verfassungsrechtlichen Anforderungen genügenden Weise zur Prüfung gestellt und korrigiert werden kann (vgl. BVerfGE 119, 292 <299>; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer\ndes Ersten Senats vom 21. Januar 2009 - 1 BvR 3113/08 -, NJW 2009, S. 833). Vor\ndiesem Hintergrund unterliegt die Zurückweisung der Anhörungsrüge durch das Verwaltungsgericht als unstatthaft verfassungsrechtlichen Bedenken. Die Annahme der\nVerfassungsbeschwerde zur Entscheidung ist gleichwohl zur Durchsetzung der von\nder Beschwerdeführerin als verletzt bezeichneten Verfassungsrechte nicht angezeigt\n\n\n                                         1/3\n\n(§ 93a Abs. 2 Buchstabe b) BVerfGG; vgl. BVerfGE 90, 22 <25 f.>). Sie hat keine\nAussicht auf Erfolg. Der Vortrag der Verfassungsbeschwerde lässt nicht erkennen,\ndass die Anhörungsrüge auf der Grundlage der von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen letztlich zum Erfolg und einer anderen Besetzung der Kammer des Verwaltungsgerichts hätte führen können. Hinsichtlich des Richters Dr. G., dessen Mitwirkung der Beschwerdeführerin entgegen ihrem Antrag nicht zuvor mitgeteilt worden\nwar, lässt die Verfassungsbeschwerde nicht ansatzweise als möglich erscheinen,\ndass ein gegen ihn gerichtetes Ablehnungsgesuch Aussicht auf Erfolg hätte haben\nkönnen. Die Beschwerdeführerin hat diesen Richter im Übrigen auch früher wegen\nseines Verhaltens in der Verhandlung vom 17. Dezember 2008, als dieser noch Berichterstatter der Sache war, nicht abgelehnt.\n\n Von einer weitergehenden Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                 3\n\n               Papier                   Bryde            Schluckebier\n\n\n\n\n                                         2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 8. Dezember 2009 - 1 BvR 2774/09\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 8. Dezember 2009 - 1 BvR 2774/09 - Rn. (1 - 3), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20091208_1bvr277409.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091208.1bvr277409\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-12-08/1-bvr-2774-09","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":3},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-12-08/1-bvr-2774-09","retrieved":"2026-07-10 10:59:09.401612+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2009-12-08/1-bvr-2774-09","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Kammer des Ersten Senats","date":"2009-12-08","dockets":["1 BvR 2774/09"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091208.1bvr277409","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091208.1bvr277409"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 08.12.2009 – 1 BvR 2774/09","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-12-08/1-bvr-2774-09","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDamit erledigt sich zugleich der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"BVerfGG/93a","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93a","label":"§ 93a BVerfGG","mentions":3},{"id":"BVerfGG/93d","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93d","label":"§ 93d BVerfGG","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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