{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091124.1bvr332408","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2009-11-24","aktenzeichen":"1 BvR 3324/08","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 3324/08 -\n\n                                  In dem Verfahren\n                                        über\n                            die Verfassungsbeschwerde\ndes Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. F...\n\n- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Dr. C... -\n1. unmittelbar gegen\n\na) den Beschluss des Bundessozialgerichts vom 10. November 2008 - B 13 R 319/\n   08 B -,\n\nb) das Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. Juni 2008 - L 6\n   RA 59/03 -,\n\nc) das Urteil des Sozialgerichts Berlin vom 30. Juni 2003 - S 3 RA 6943/01*4 -,\n\nd) die zugrunde liegenden Bescheide der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte - 59 110227 F 017 -,\n\n2. mittelbar gegen\n   die zugrunde liegenden Gesetze\n\nhat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                    die Richterin Hohmann-Dennhardt\n                                    und die Richter Gaier,\n                                    Kirchhof\n\ngemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 24. November 2009 einstimmig\nbeschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDen Bevollmächtigten des Beschwerdeführers wird eine Missbrauchsgebühr von\n500 € (in Worten:fünfhundert Euro) auferlegt.\n\n                                       Gründe:\n Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil die         1\nVoraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht vorliegen. Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig.\n\n Der Beschwerdeführer hat den Rechtsweg nach § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG nicht       2\nordnungsgemäß erschöpft. Eine Verfassungsbeschwerde ist in der Regel unzulässig,\nwenn ein an sich gegebenes Rechtsmittel, durch dessen Gebrauch der behauptete\nGrundrechtsverstoß hätte ausgeräumt werden können, aus prozessualen Gründen\n\n\n                                           1/3\n\nerfolglos bleibt (vgl. BVerfGE 74, 102 <114>; BVerfGK 1, 222 <223>; stRspr). Aus\nder Verfassungsbeschwerde geht nicht hervor, dass das Bundessozialgericht bei der\nVerwerfung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision als unzulässig\nunzumutbare und willkürliche Anforderungen an die Darlegungspflicht nach § 160a\nAbs. 2 Satz 3 Sozialgerichtsgesetz gestellt hat (§ 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG).\n\n  Den Prozessbevollmächtigten des Beschwerdeführers wird eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 500 Euro auferlegt, weil die Verfassungsbeschwerde missbräuchlich im Sinne von § 34 Abs. 2 BVerfGG erhoben worden ist. Das Bundesverfassungsgericht muss es nicht hinnehmen, bei der Erfüllung seiner Aufgaben durch eine\nsinnentleerte Inanspruchnahme seiner Arbeitskapazität behindert zu werden (vgl.\nBVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 6. November 1996 - 2\nBvR 1806/95 -, NJW 1996, S. 1273 <1274>). Die Prozessbevollmächtigten des Beschwerdeführers haben bereits zahlreiche andere Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten und die Verfassungsbeschwerden im wesentlichen\nmit immer gleich lautenden formelhaften Ausführungen allgemeiner Art und ohne Bezug zu den konkreten Verfahren begründet. Für die Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerden fehlte es durchgehend an einem geordneten Vortrag einer möglichen Verletzung von Verfassungsrecht. Von einem Rechtsanwalt, der das Mandat zur\nFührung eines Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht annimmt, ist zu verlangen, dass er sich mit der verfassungsrechtlichen Materie auseinander setzt und\nkeine offensichtlich unzulässigen Verfassungsbeschwerden einreicht, die von jedem\nEinsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden müssen (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 9. Juni 2004 - 1 BvR 915/04 -, NJW\n2004, S. 2959).\n\n Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG                  4\nabgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                 5\n\n        Hohmann-Dennhardt               Gaier              Kirchhof\n\n\n\n\n                                         2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n24. November 2009 - 1 BvR 3324/08\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 24. November 2009 - 1 BvR 3324/08 - Rn. (1 - 5), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20091124_1bvr332408.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091124.1bvr332408\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-11-24/1-bvr-3324-08","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 34","ref_norm":"34","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 90","ref_norm":"90","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 92","ref_norm":"92","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-11-24/1-bvr-3324-08","retrieved":"2026-07-10 10:59:07.190001+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2009-11-24/1-bvr-3324-08","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Kammer des Ersten Senats","date":"2009-11-24","dockets":["1 BvR 3324/08"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091124.1bvr332408","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20091124.1bvr332408"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 24.11.2009 – 1 BvR 3324/08","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-11-24/1-bvr-3324-08","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDen Bevollmächtigten des Beschwerdeführers wird eine Missbrauchsgebühr von\n500 € (in Worten:fünfhundert Euro) auferlegt.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"BVerfGG/93a","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93a","label":"§ 93a BVerfGG","mentions":2},{"id":"BVerfGG/34","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"34","label":"§ 34 BVerfGG","mentions":1},{"id":"BVerfGG/90","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"90","label":"§ 90 BVerfGG","mentions":1},{"id":"BVerfGG/92","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"92","label":"§ 92 BVerfGG","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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