{"status":"available","doknr":"BVERFG-qk20091209_2bvq008409","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:qk20091209.2bvq008409","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"2009-12-09","aktenzeichen":"2 BvQ 84/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVQ 84/09\n\n                               In dem Verfahren\n                                über den Antrag\n                      im Wege der einstweiligen Anordnung,\ndie unverzügliche Rückgabe der aus dem Haftraum entnommenen Gegenstände inklusive weggenommener, zusätzlich genehmigter Haftraummöblierung sowie die\nWiederherstellung des vorherigen Haftraumzustandes anzuordnen, oder/und gegenüber der Strafvollstreckungskammer die unverzügliche Klagebearbeitung und\nGewährung des beantragten, zustehenden und effektiven Eilrechtsschutzes anzuordnen\n\nAntragsteller: H...\n\nhat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                  den Vizepräsidenten Voßkuhle,\n                                  den Richter Mellinghoff\n                                  und die Richterin Lübbe-Wolff\n\ngemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 9. Dezember 2009 einstimmig beschlossen:\n\nDer Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.\n\n                                      Gründe:\n Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung liegen nicht vor.     1\n\n  Der Grundsatz der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde (vgl. BVerfGE 102,          2\n197 <207>; 104, 65 <70>; stRspr) gilt auch für den vorgelagerten verfassungsrechtlichen Eilrechtsschutz (vgl. BVerfG, Beschlüsse der 2. Kammer des Zweiten Senats\nvom 30. Dezember 2002 - 2 BvQ 59/02 -, juris und vom 3. November 1999 - 2 BvR\n2039/99 -, NJW 2000, S. 1399 <1400>). Der Erlass einer einstweiligen Anordnung im\nRahmen eines Verfassungsbeschwerdeverfahrens oder in dessen Vorfeld kommt daher nur in Betracht, wenn der Antragsteller bestehende Möglichkeiten, fachgerichtlichen Eilrechtsschutz zu erlangen, ausgeschöpft hat. An den entsprechenden Darlegungen im Antrag fehlt es hier. Der Antragsteller macht geltend, das Landgericht sei\nauf seinen Eilantrag hin untätig geblieben; er habe nicht einmal eine Eingangsmitteilung erhalten. Soweit aus seinem Vorbringen ersichtlich, hat er nicht, wie es gerade\nbeim Ausbleiben einer Eingangsmitteilung nahe liegt, durch Sachstandsanfrage bei\nGericht darauf hingewirkt, dass ein etwaiger Übermittlungsfehler bemerkt und ein etwaiges Bearbeitungsversehen zügig behoben wird. Es ist nicht ersichtlich, weshalb\nes dem Antragsteller im vorliegenden Fall nicht zumutbar gewesen sein sollte, sich\nauf diese Weise vor Anrufung des Bundesverfassungsgerichts zunächst selbst um\n\n\n                                         1/3\n\ndie Vermeidung weiterer Verzögerung zu bemühen. Allein Zweifel an der Unvoreingenommenheit des Strafvollstreckungsrichters rechtfertigen jedenfalls keine unmittelbare Inanspruchnahme des Bundesverfassungsgerichts.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                3\n\n              Voßkuhle             Mellinghoff          Lübbe-Wolff\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom\n9. Dezember 2009 - 2 BvQ 84/09\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 9. Dezember 2009 - 2 BvQ 84/09 - Rn. (1 - 3), http://www.bverfg.de/e/\n                qk20091209_2bvq008409.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2009:qk20091209.2bvq008409\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/12/qk20091209_2bvq008409.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-12-09/2-bvq-84-09","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/12/qk20091209_2bvq008409.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/12/qk20091209_2bvq008409.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-12-09/2-bvq-84-09","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/12/qk20091209_2bvq008409.html","retrieved":"2026-07-10 10:59:10.431495+00:00"}}