{"status":"available","doknr":"BVERFG-qk20090910_2bvq005809","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2009:qk20090910.2bvq005809","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"2009-09-10","aktenzeichen":"2 BvQ 58/09","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVQ 58/09 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                 über den Antrag\n\nwegen abgelehnter Wahlteilnahme durch den Bundeswahlleiter\n\nAntragstellerin: Partei … A\n\nhat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                 den Vizepräsidenten Voßkuhle,\n                                 die Richterin Osterloh\n                                 und den Richter Gerhardt\n\ngemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 10. September 2009 einstimmig beschlossen:\n\nDer Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.\n\n                                     Gründe:\n Der Antrag ist unzulässig.                                                          1\n\n  1. Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bundesverfassungsgericht im Streitfall einen Zustand durch einstweilige Anordnung vorläufig regeln, wenn dies zur Abwehr\nschwerer Nachteile oder aus einem anderen wichtigen Grund zum gemeinen Wohl\ndringend geboten ist. Eine einstweilige Anordnung kann nicht ergehen, wenn sich\ndas in der Hauptsache verfolgte Begehren von vornherein als unzulässig oder offensichtlich unbegründet erweist (vgl. BVerfGE 103, 41 <42>; 111, 147 <152 f.>;\nstRspr). Ein Antrag nach § 32 Abs. 1 BVerfGG ist nur zulässig, wenn das Vorliegen\nder sich hieraus ergebenden Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung substantiiert dargelegt ist (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 17. November 2006 - 1 BvQ 33/06 -, juris; Beschluss der 3. Kammer\ndes Zweiten Senats vom 28. November 2008 - 2 BvQ 36/08 -, juris).\n\n 2. Danach kann eine einstweilige Anordnung nicht ergehen.                           3\n\n a) Soweit sich die Antragstellerin dagegen wendet, dass der Bundeswahlleiter bei    4\nder Zulassung neuer Parteien zur Bundestagwahl „unzulässige Hürden“ aufstelle, genügt ihr Vorbringen schon nicht den Begründungsanforderungen nach § 23 Abs. 1\nSatz 2 BVerfGG. Es ergibt sich nicht, gegen welche Maßnahme oder Entscheidung\ndes Bundeswahlleiters welchen genauen Inhalts sich die Antragstellerin wendet und\nwelche „Hürden“ dieser im Einzelnen aufgestellt haben soll.\n\n b) Soweit die Antragstellerin sich gegen die „Forderung nach einer Mindestanzahl    5\nvon Unterstützern“ wendet, ergeben sich diese Voraussetzungen unmittelbar aus\n\n\n\n                                        1/3\n\n§ 18 Abs. 2 in Verbindung mit § 20 Abs. 2 Satz 2, § 27 Abs. 1 Satz 2 BWahlG. Eine\nVerfassungsbeschwerde unmittelbar gegen die im Bundeswahlgesetz normierten\nVorschriften wäre indes von vornherein unzulässig. Richtet sich eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz, so kann sie gemäß § 93 Abs. 3 BVerfGG nur binnen\neines Jahres seit dem Inkrafttreten des Gesetzes erhoben werden. Das Bundeswahlgesetz erfuhr seine letzte Änderung durch das Gesetz zur Änderung des Wahl- und\nAbgeordnetenrechts vom 17. März 2008 (BGBl I S. 394). Diese Änderung trat am\n21. März 2008 und damit vor mehr als einem Jahr in Kraft.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                               6\n\n              Voßkuhle              Osterloh             Gerhardt\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom\n10. September 2009 - 2 BvQ 58/09\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 10. September 2009 - 2 BvQ 58/09 - Rn. (1 - 6), http://www.bverfg.de/e/\n                qk20090910_2bvq005809.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2009:qk20090910.2bvq005809\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/09/qk20090910_2bvq005809.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-09-10/2-bvq-58-09","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 32","ref_norm":"32","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93","ref_norm":"93","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1},{"jurabk":"BWahlG","ref":"§ 27","ref_norm":"27","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/09/qk20090910_2bvq005809.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/09/qk20090910_2bvq005809.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2009-09-10/2-bvq-58-09","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2009/09/qk20090910_2bvq005809.html","retrieved":"2026-07-10 10:58:50.764667+00:00"}}