{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2005:cs20050919.2bvc000404","court":"BVerfG","senate":"Zweiter Senat","decided":"2005-09-19","aktenzeichen":"2 BvC 4/04","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVC 4/04 -\n\n\n\n\n                              Im Namen des Volkes\n\n                               In dem Verfahren\n                                     über\n                         die Wahlprüfungsbeschwerde\ndes Herrn S c h…\n\n- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Michael Wild,\n                    Markgrafenstraße 34, 10117 Berlin -\ngegen den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 6. November 2003 - WP\n      206/02 – (BTDrucks 15/1850, Anlage 11)\n\nhier:   Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe\n        und Beiordnung eines Rechtsanwalts\n\nhat das Bundesverfassungsgericht - Zweiter Senat - unter Mitwirkung der Richterinnen und Richter\n                                 Vizepräsident Hassemer,\n                                 Jentsch,\n                                 Broß,\n                                 Osterloh,\n                                 Di Fabio,\n                                 Mellinghoff,\n                                 Lübbe-Wolff,\n                                 Gerhardt\n\nam 19. September 2005 beschlossen:\n\nDer Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts wird abgelehnt.\n\n                                     Gründe:\n  Die begehrte Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts ist zur sachgerechten Rechtsverfolgung nicht erforderlich. Neue Gesichtspunkte darf der Beschwerdeführer im Verfahren der Wahlprüfung vor dem Bundesverfassungsgericht nicht mehr vortragen; Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer\nzur weiteren rechtlichen Würdigung des anwaltlichen Beistands bedürfte, sind nicht\n\n                                        1/3\n\nersichtlich.\n\n  Die Wahlprüfung ist gemäß Art. 41 Abs. 1 Satz 1 GG \"Sache des Bundestages\".          2\nNach der im Grundgesetz angelegten Zweistufigkeit des Wahlprüfungsverfahrens\nsoll zunächst der Bundestag selbst über seine eigene Legitimation und diejenige seiner Mitglieder entscheiden. Dem Bundesverfassungsgericht fällt die Wahlprüfung\ndeshalb nur in dem Umfang zu, in dem sie durch die Substantiierung der Prüfungsgegenstände im Einspruch vor dem Deutschen Bundestag wirksam eingeleitet worden\nist (vgl. BVerfGE 16, 130 <144>; 66, 369 <380>; 79, 50 <50>; 79, 161 <165>;\nstRspr). Der Prüfungsumfang der Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht\ngeht daher nicht über das Vorbringen im Einspruchsverfahren vor dem Bundestag\nhinaus; Rügen, die nicht schon Gegenstand des Wahlprüfungsverfahrens vor dem\nBundestag waren, sind auch im gerichtlichen Verfahren materiell präkludiert (vgl.\nKlein, in: Maunz/Dürig, Grundgesetz, Stand: Februar 2004, Art. 41 Rn. 89; Schreiber,\nHandbuch des Wahlrechts zum Deutschen Bundestag, 7. Aufl., 2002, § 49 Rn. 19).\n\n Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer hier gleichwohl der Vertretung         3\ndurch einen Rechtsanwalt bedürfte, sind weder vorgetragen noch sonst ersichtlich.\nVielmehr hat der Beschwerdeführer durch seinen Vortrag belegt, dass er zur Darlegung der von ihm gerügten Wahlrechtsverstöße keines anwaltlichen Beistands bedarf.\n\n               Hassemer               Jentsch                Broß\n\n                Osterloh             Di Fabio             Mellinghoff\n\n               Lübbe-Wolff                                 Gerhardt\n\n\n\n\n                                         2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 19. September 2005\n- 2 BvC 4/04\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 19. September 2005 -\n                2 BvC 4/04 - Rn. (1 - 3), http://www.bverfg.de/e/\n                cs20050919_2bvc000404.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2005:cs20050919.2bvc000404\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2005-09-19/2-bvc-4-04","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 41","ref_norm":"41","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2005-09-19/2-bvc-4-04","retrieved":"2026-07-10 10:54:15.088984+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2005-09-19/2-bvc-4-04","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Zweiter Senat","date":"2005-09-19","dockets":["2 BvC 4/04"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2005:cs20050919.2bvc000404","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2005:cs20050919.2bvc000404"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 19.09.2005 – 2 BvC 4/04","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2005-09-19/2-bvc-4-04","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts wird abgelehnt.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"GG/41","law":"GG","abbreviation":"GG","ref":"41","label":"Art 41 GG","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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