{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk20021121_1bvr201502","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20021121.1bvr201502","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2002-11-21","aktenzeichen":"1 BvR 2015/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 2015/02 -\n\n                                  In dem Verfahren\n                                        über\n                            die Verfassungsbeschwerde\ndes Herrn B...\n\n- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Arno Schrader,\n                    Wilhelmsplatz 2, 32052 Herford -\ngegen den Beschluss des Landgerichts Osnabrück vom 24. September 2002 - 12\n      S 460/02 -\n\nhat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                    die Richterin Jaeger\n                                    und die Richter Hömig,\n                                    Bryde\n\ngemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 21. November 2002 einstimmig\nbeschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                        Gründe:\n Die Annahmevoraussetzungen des § 93 a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor. Der                  1\nVerfassungsbeschwerde kommt grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung\nnicht zu. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung der vom Beschwerdeführer\nals verletzt gerügten Verfassungsrechte angezeigt.\n\n  Die Rüge eines Verstoßes des § 522 Abs. 2 und 3 ZPO gegen den Justizgewährungsanspruch des Beschwerdeführers, der in bürgerlichrechtlichen Streitigkeiten\naus dem Rechtsstaatsprinzip abzuleiten ist (vgl. BVerfGE 85, 337 <345> m.w.N.), ist\nnicht entsprechend § 92 in Verbindung mit § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 BVerfGG\nausreichend begründet. Hinsichtlich der Anwendung des § 522 Abs. 2 Satz 2 ZPO\ndurch das Landgericht hätte es der Funktion der in dieser Vorschrift geregelten Hinweis- und Begründungspflicht, das rechtliche Gehör der Parteien sicherzustellen (vgl.\nGummer, in: Zöller, ZPO, 23. Aufl. 2002, § 522 Rn. 34), zwar eher entsprochen, den\nBeschwerdeführer nicht nur formelhaft darauf hinzuweisen, dass sein Berufungsvorbringen das Berufungsgericht nicht von der Unrichtigkeit des amtsgerichtlichen Urteils überzeugt, sondern dem Beschwerdeführer auch mitzuteilen, warum dies der\nFall ist. Doch mag dies letztlich auf sich beruhen. Denn jedenfalls ist nicht ersichtlich,\ndass der geltend gemachte Verfassungsverstoß besonderes Gewicht hat (vgl. dazu\nBVerfGE 90, 22 <25>). Auch ist deutlich absehbar, dass der Beschwerdeführer im\n\n\n\n                                            1/3\n\nFalle einer Zurückverweisung des Verfahrens an das Ausgangsgericht im Ergebnis\nkeinen Erfolg haben würde. Ihm entsteht deshalb durch die Versagung der Entscheidung zur Sache kein besonders schwerer Nachteil (vgl. BVerfGE 90, 22 <25 f.>).\n\n Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93 d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar (§ 93 d Abs. 1 Satz 2 BVerfGG).                4\n\n               Jaeger               Hömig               Bryde\n\n\n\n\n                                       2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n21. November 2002 - 1 BvR 2015/02\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 21. November 2002 - 1 BvR 2015/02 - Rn. (1 - 4), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20021121_1bvr201502.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20021121.1bvr201502\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/11/rk20021121_1bvr201502.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-11-21/1-bvr-2015-02","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 522","ref_norm":"522","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/11/rk20021121_1bvr201502.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/11/rk20021121_1bvr201502.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-11-21/1-bvr-2015-02","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/11/rk20021121_1bvr201502.html","retrieved":"2026-07-10 10:50:33.601357+00:00"}}