{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk20020723_1bvr106902","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20020723.1bvr106902","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2002-07-23","aktenzeichen":"1 BvR 1069/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 1069/02 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                      über\n                          die Verfassungsbeschwerde\ndes Rechtsanwalts V...\n\n- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Armin Viersbach und Koll.,\n                   Frankfurter Straße 249 a, 51147 Köln -\ngegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Köln vom 8. Mai 2002 - 16 Wx 72/\n      02 -\n\nhat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                 die Richterin Jaeger\n                                 und die Richter Hömig, Bryde\n\nam 23. Juli 2002 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                     Gründe:\n Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Die Voraussetzungen des § 93 a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor. Die Verfassungsbeschwerde\nhat keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung. Ihre Annahme ist auch\nnicht zur Durchsetzung der von dem Beschwerdeführer als verletzt gerügten Rechte\nangezeigt.\n\n  Verfassungsrechtlich ist es allerdings unter dem Gesichtspunkt der Rechtsklarheit   2\ngeboten, das vom Bundesverfassungsgericht angeregte (vgl. Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juni 2000, FamRZ\n2000, S. 1280 <1282>) und vorliegend auch praktizierte Verfahren so zu gestalten,\ndass die Statusentscheidung darüber, ob rechtsanwaltsspezifische Tätigkeiten durch\nden Verfahrenspfleger zu erwarten sind, möglichst abschließend getroffen wird, bevor ein Rechtsanwalt seine Tätigkeit als Verfahrenspfleger aufnimmt. Wege hierzu\nlassen sich beispielsweise aus den für eine vergleichbare Fallkonstellation vom Gesetzgeber geschaffenen verfahrensrechtlichen Vorgaben entnehmen. Das entsprechende Problem bei der Anfechtung der Entscheidung über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe durch die Staatskasse ist mit einer - im Übrigen fristgebundenen -\nBeschwerde, die nur binnen einer Ausschlussfrist überhaupt möglich ist, gelöst worden (vgl. § 127 Abs. 3 ZPO).\n\n Wegen der besonders kurzen Verfahrensdauer ist im vorliegenden Fall jedoch keine Verletzung von Grundrechten ersichtlich, da auch bei einer zeitnahen Entscheidung über eine fristgebundene Beschwerde des Bezirksrevisors die Tätigkeit des Be-\n\n\n                                        1/3\n\nschwerdeführers schon zuvor beendet gewesen wäre. Im Übrigen sind in diesem Einzelfall auch keine besonders schweren Nachteile für den Beschwerdeführer ersichtlich.\n\n Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93 d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar (§ 93 d Abs. 1 Satz 2 BVerfGG).                5\n\n               Jaeger                Hömig                 Bryde\n\n\n\n\n                                       2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n23. Juli 2002 - 1 BvR 1069/02\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 23. Juli 2002\n                - 1 BvR 1069/02 - Rn. (1 - 5), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20020723_1bvr106902.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20020723.1bvr106902\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/07/rk20020723_1bvr106902.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-07-23/1-bvr-1069-02","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 127","ref_norm":"127","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/07/rk20020723_1bvr106902.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/07/rk20020723_1bvr106902.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-07-23/1-bvr-1069-02","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2002/07/rk20020723_1bvr106902.html","retrieved":"2026-07-10 10:50:06.993498+00:00"}}