{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk20020218_1bvr001302","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20020218.1bvr001302","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2002-02-18","aktenzeichen":"1 BvR 13/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 13/02 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                      über\n                          die Verfassungsbeschwerde\nder Frau R...\n\n- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Bernd Meisterernst und Koll.,\n                   Geiststraße 2, 48151 Münster -\n1. unmittelbar gegen\n\na) den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen\n   vom 3. Dezember 2001 - 13 B 1513/01 -,\n\nb) den Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 6. November 2001\n   - 6 L 1959/01 -,\n\nc) den Ablehnungsbescheid der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen\n   vom 6. September 2001 - 001 095617328 -,\n\n2. mittelbar gegen § 12 Abs. 3 der Verordnung über die zentrale Vergabe von Studienplätzen in Nordrhein-Westfalen vom 31. Mai 2000 in Verbindung mit Art. 13 Abs.\n1 des Staatsvertrages über die Vergabe von Studienplätzen vom 24. Juni 1999\n\nhat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                 die Richterin Jaeger\n                                 und die Richter Hömig,\n                                 Bryde\n\nam 18. Februar 2002 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                    Gründe:\n  Die Beschwerdeführerin begehrt die Zuweisung eines Studienplatzes im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren.\n\n Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Die Voraussetzungen des § 93 a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor.\n\n  1. Die Verfassungsbeschwerde ist aus Gründen der Subsidiarität unzulässig (§ 90    3\nAbs. 2 Satz 1 BVerfGG). Über das Gebot der Erschöpfung des Rechtswegs im engeren Sinne hinaus muss ein Beschwerdeführer alle nach Lage der Sache zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten ergreifen, um eine Korrektur der geltend gemachten Verfassungsverletzung zu erwirken (vgl. BVerfGE 22, 287 <290>;\n77, 275 <282>; 91, 1 <25>; stRspr). Danach kann auch die Erschöpfung des Rechts-\n\n\n\n                                        1/3\n\nwegs in der Hauptsache geboten sein, wenn nach der Art der gerügten Grundrechtsverletzung das Hauptsacheverfahren die Möglichkeit bietet, der verfassungsrechtlichen Beschwer abzuhelfen (vgl. BVerfGE 77, 381 <401>; 93, 1 <12>).\n\n Vorliegend weist das Verwaltungsgericht darauf hin, dass das neue Vergaberecht       4\nder Beschwerdeführerin die Zulassungschance nicht endgültig wegnimmt. Welche\nAuswirkungen die Rechtsänderung tatsächlich hat, ist bisher im fachgerichtlichen\nVerfahren nicht geklärt worden. Hiervon wird aber die verfassungsrechtliche Prüfung\nmaßgeblich beeinflusst. Es muss daher im Hauptsacheverfahren vorab geklärt werden, ob die in § 12 Abs. 3 Satz 1 der Verordnung über die zentrale Vergabe von Studienplätzen in Nordrhein-Westfalen (VergabeVO NRW) vom 31. Mai 2000 (GV. NRW\nS. 500) festgelegte Wartezeitquote von 25 vom Hundert als zu gering anzusehen ist.\nHierbei werden die Verwaltungsgerichte die bekannten verfassungsrechtlichen Vorgaben (vgl. BVerfGE 33, 303; 43, 291; 59, 1) zu beachten haben.\n\n 2. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93 d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar (§ 93 d Abs. 1 Satz 2 BVerfGG).                  6\n\n               Jaeger                 Hömig                 Bryde\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n18. Februar 2002 - 1 BvR 13/02\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 18. Februar 2002 - 1 BvR 13/02 - Rn. (1 - 6), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20020218_1bvr001302.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20020218.1bvr001302\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-02-18/1-bvr-13-02","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-02-18/1-bvr-13-02","retrieved":"2026-07-10 10:49:03.471697+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2002-02-18/1-bvr-13-02","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Kammer des Ersten Senats","date":"2002-02-18","dockets":["1 BvR 13/02"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20020218.1bvr001302","ids":{"doknr":"BVERFG-rk20020218_1bvr001302","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:rk20020218.1bvr001302"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 18.02.2002 – 1 BvR 13/02","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-02-18/1-bvr-13-02","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"BVerfGG/93d","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93d","label":"§ 93d BVerfGG","mentions":2},{"id":"BVerfGG/93a","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93a","label":"§ 93a BVerfGG","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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