{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:qk20021230.2bvq005902","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"2002-12-30","aktenzeichen":"2 BvQ 59/02","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVQ 59/02 -\n\n                                   In dem Verfahren\n                                    über den Antrag\ndes Herrn    W...\n\nim Wege der e i n s t w e i l i g e n A n o r d n u n g\nden Beschluss des Landgerichts Koblenz vom 11. November 2002 - 7 StVK 856/02\n- aufzuheben und zur erneuten Entscheidung an das Landgericht Koblenz zurückzuverweisen\n\nhat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                    die Richter Jentsch,\n                                    Broß\n                                    und die Richterin Lübbe-Wolff\n\ngemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)am 30. Dezember 2002 einstimmig beschlossen:\n\nDer Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.\n\n                                         Gründe:\n  Der Grundsatz der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde (vgl. BVerfGE 102,          1\n197 <207>; 104, 65 <70> - stRspr) gilt auch für den vorgelagerten verfassungsrechtlichen Eilrechtsschutz (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 12. Februar 1997 - 2 BvR 160/97 -, JURIS; Beschluss\nder 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 3. November 1999 - 2 BvR 2039/99 -, NJW 2000, S. 1399 f.). Der Erlaß einer einstweiligen Anordung im Rahmen eines Verfassungsbeschwerdeverfahrens oder in dessen Vorfeld\nkommt daher nur in Betracht, wenn der Beschwerdeführer bestehende Möglichkeiten, fachgerichtlichen Eilrechtsschutz zu erlangen, ausgeschöpft hat. An dem entsprechenden Darlegungen im Antrag fehlt es hier.\n\n  Zur Begründung seines Antrages auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung macht          2\nder Antragsteller geltend, im fachgerichtlichen Eilverfahren habe das Landgericht die\nNotwendigkeit seiner sofortigen Einzelunterbringung verkannt. Seinen Antrag auf\nfachgerichtliche Entscheidung hat er jedoch weder in Ablichtung beigefügt noch in\nseinem wesentlichen Inhalt wiedergegeben. Hierzu bestand besonders deshalb Veranlassung, weil es in dem Beschluss, mit dem das Landgericht die Gewährung von\nEilrechtsschutz abgelehnt hat, ausdrücklich heißt, drohende schwere und unzumutbare Nachteile seien nicht einmal vom Antragsteller selbst vorgetragen worden. In\nseinem Antrag auf verfassungsgerichtlichen Eilrechtsschutz räumt der Antragsteller\nauch ein, sein bei der Strafvollstreckungskammer gestellter Antrag sei hinsichtlich\n\n\n                                             1/3\n\nseiner Unterbringungssituation nicht detailliert formuliert gewesen. In Anbetracht dessen liegt nahe, dass es sich bei der umfangreichen Darstellung im nunmehr gestellten Antrag um einen im Wesentlichen neuen Sachvortrag handelt, dessen Würdigung und rechtliche Bewertung nach dem Grundsatz der Subsidiarität zunächst den\nzuständigen Fachgerichten vorbehalten war. Der Antragsteller hat nichts dargelegt,\nwas diese Vermutung entkräften könnte.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                     3\n\n               Jentsch                  Broß                Lübbe-Wolff\n\n\n\n\n                                          2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom\n30. Dezember 2002 - 2 BvQ 59/02\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 30. Dezember 2002 - 2 BvQ 59/02 - Rn. (1 - 3), http://www.bverfg.de/e/\n                qk20021230_2bvq005902.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2002:qk20021230.2bvq005902\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-12-30/2-bvq-59-02","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-12-30/2-bvq-59-02","retrieved":"2026-07-10 10:51:03.518112+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2002-12-30/2-bvq-59-02","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Kammer des Zweiten Senats","date":"2002-12-30","dockets":["2 BvQ 59/02"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:qk20021230.2bvq005902","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:qk20021230.2bvq005902"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 30.12.2002 – 2 BvQ 59/02","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-12-30/2-bvq-59-02","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"BVerfGG/93d","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93d","label":"§ 93d BVerfGG","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-07-10T10:51:03.518112+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}