{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:gs20020328a.2bvg000101","court":"BVerfG","senate":"Zweiter Senat","decided":"2002-03-28","aktenzeichen":"2 BvG 1/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVG 1/01 -\n- 2 BVG 2/01 -\n\n\n\n\n                              Im Namen des Volkes\n\n                                In den Verfahren\n                         über die Anträge festzustellen:\n\nI. 1. Der Bund hat dadurch gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Länder aus\n      Art. 106 GG verstoßen, dass er sich weigert, die Ländergesamtheit zu 50 v.H.\n      an den Erlösen zu beteiligen, die durch den Zuschlag vom 18. August 2000 in\n      der Versteigerung der UMTS/IMT-2000-Lizenzen auf der Grundlage des § 11\n      Abs. 4 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) erzielt wurden;\n      hilfsweise:\n      Der Bund verstößt gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Länder aus Art.\n      106 Abs. 3 Satz 4 und Abs. 4 Satz 1 GG, indem er sich weigert, in Revisionsverhandlungen mit den Ländern über die Umsatzsteuerverteilung für das Jahr\n      2000 einzutreten, die UMTS-Erlöse als \"laufende Einnahmen\" des Bundes im\n      Sinne des Art. 106 Abs. 3 Satz 4 Nr. 1 GG anzuerkennen und die Umsatzsteuerverteilung für das Jahr 2000 zu Gunsten der Länder zu revidieren;\n\n 2. § 11 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) vom 25. Juli 1996 (BGBl I S.\n    1120) ist insoweit wegen Verstoßes gegen Art. 106 GG verfassungswidrig, als\n    die Norm keine Regelung über die hälftige Beteiligung der Länder am Erlös\n    aus Versteigerungs- und Ausschreibungsverfahren von Telekommunikationslizenzen enthält;\n    hilfsweise:\n    § 1 Abs. 1 des Gesetzes über den Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern (FAG) vom 23. Juni 1993 (BGBl I S. 944, 977), zuletzt geändert durch\n    das Gesetz zur Familienförderung vom 22. Dezember 1999 (BGBl I S. 2552),\n    ist, soweit diese Vorschrift die Umsatzsteuerverteilung zwischen Bund und\n    Ländern im Jahre 2000 regelt, wegen Verstoßes gegen Art. 106 Abs. 3 Satz 4\n    und Abs. 4 Satz 1 GG verfassungswidrig,\n\nAntragstellerinnen: 1. Landesregierung Baden-Württemberg, vertreten durch den\n                       Ministerpräsidenten,\n                       Staatsministerium, Richard-Wagner-Straße 15, 70184 Stuttgart,\n\n\n\n                                        1/4\n\n                    2. Hessische Landesregierung, vertreten durch den Ministerpräsidenten,\n                       Staatskanzlei, Bierstadter Straße 2, 65189 Wiesbaden\n\n- Bevollmächtigter: Prof. Dr. Stefan Korioth,\n                    Donaustraße 16, 81679 München -\nAntragsgegnerin: Bundesregierung, vertreten durch den Bundeskanzler,\n                 Bundeskanzleramt, 11012 Berlin\n\n- Bevollmächtigter: Prof. Dr. Ulrich Häde,\n                    Bergstraße 146, 15230 Frankfurt (Oder) -\n- 2 BVG 1/01 -\n\nII. 1. Der Bund hat dadurch gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Länder aus\n       Art. 106 GG verstoßen, dass er sich weigert, die Ländergesamtheit zu 50 v.H.\n       an den Erlösen zu beteiligen, die durch den Zuschlag vom 18. August 2000 in\n       der Versteigerung der UMTS/IMT-2000-Lizenzen auf der Grundlage des § 11\n       Abs. 4 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) erzielt wurden;\n       hilfsweise:\n       Der Bund verstößt gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Länder aus\n       Art. 106 Abs. 3 Satz 4 und Abs. 4 Satz 1 GG, indem er sich weigert, in Revisionsverhandlungen mit den Ländern über die Umsatzsteuerverteilung für das\n       Jahr 2000 einzutreten, die UMTS-Erlöse als \"laufende Einnahmen\" des Bundes im Sinne des Art. 106 Abs. 3 Satz 4 Nr. 1 GG anzuerkennen und die Umsatzsteuerverteilung für das Jahr 2000 zu Gunsten der Länder zu revidieren;\n\n  2. § 11 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) vom 25. Juli 1996 (BGBl I S.\n     1120) ist insoweit wegen Verstoßes gegen Art. 106 GG verfassungswidrig,\n     als die Norm keine Regelung über die hälftige Beteiligung der Länder am Erlös aus Versteigerungs- und Ausschreibungsverfahren von Telekommunikationslizenzen enthält;\n     hilfsweise:\n     § 1 Abs. 1 des Gesetzes über den Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern (FAG) vom 23. Juni 1993 (BGBl I S. 944, 977), zuletzt geändert durch\n     das Gesetz zur Familienförderung vom 22. Dezember 1999 (BGBl I S. 2552),\n     ist, soweit diese Vorschrift die Umsatzsteuerverteilung zwischen Bund und\n     Ländern im Jahre 2000 regelt, wegen Verstoßes gegen Art. 106 Abs. 3 Satz 4\n     und Abs. 4 Satz 1 GG verfassungswidrig,\n\nAntragstellerin: Bayerische Staatsregierung, vertreten durch den Ministerpräsidenten,\n                 Franz-Josef-Strauß-Ring 1, 80539 München\n\n- Bevollmächtigter: Prof. Dr. Stefan Korioth,\n\n\n\n                                          2/4\n\nDonaustraße 16, 81679 München -\nAntragsgegnerin: Bundesregierung, vertreten durch den Bundeskanzler,\n                 Bundeskanzleramt, 11012 Berlin -\n\n- Bevollmächtigter: Prof. Dr. Ulrich Häde,\n                    Bergstraße 146, 15230 Frankfurt (Oder) -\n- 2 BVG 2/01 -\n\nhat das Bundesverfassungsgericht - Zweiter Senat - unter Mitwirkung der Richterinnen und Richter\n                                  Präsidentin Limbach,\n                                  Sommer,\n                                  Jentsch,\n                                  Hassemer,\n                                  Broß,\n                                  Osterloh,\n                                  Di Fabio,\n                                  Mellinghoff\n\nam 28. März 2002 beschlossen:\n\nDas Urteil des Zweiten Senats vom 28. März 2002 - 2 BvG 1/01 und 2 BvG 2/01 -\nwird dahingehend berichtigt, dass Umdruck Seite 15, Zeilen 7 - 12 wie folgt lauten:\nMit dieser Beschränkung des Antrags auf die Umsatzsteuerverteilung für das Jahr\n2000 und damit in die Vergangenheit gerichtet stellt sich nicht die Frage, ob es sich\num \"laufende Einnahmen\" handelt und wie sie bei der Festsetzung der Bundes- und\nLänderanteile an der Umsatzsteuer zu berücksichtigen sind.\n\n               Limbach                Sommer                 Jentsch\n\n              Hassemer                  Broß                 Osterloh\n\n               Di Fabio                                     Mellinghoff\n\n\n\n\n                                          3/4\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss des Zweiten Senats vom 28. März 2002 -\n2 BvG 1/01\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 28. März 2002 - 2 BvG 1/\n                01 - Rn. (1 - ), http://www.bverfg.de/e/gs20020328a_2bvg000101.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2002:gs20020328a.2bvg000101\n\n\n\n\n                                       4/4\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-03-28/2-bvg-1-01-2","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 106","ref_norm":"106","n":6}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-03-28/2-bvg-1-01-2","retrieved":"2026-07-10 10:49:42.514079+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2002-03-28/2-bvg-1-01-2","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Zweiter Senat","date":"2002-03-28","dockets":["2 BvG 1/01"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:gs20020328a.2bvg000101","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2002:gs20020328a.2bvg000101"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 28.03.2002 – 2 BvG 1/01","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2002-03-28/2-bvg-1-01-2","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"GG/106","law":"GG","abbreviation":"GG","ref":"106","label":"Art 106 GG","mentions":6}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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