{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2001:rs20010321.1bvr230794","court":"BVerfG","senate":"Erster Senat","decided":"2001-03-21","aktenzeichen":"1 BvR 2307/94","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 2307/94 -\n\n\n\n\n                                Im Namen des Volkes\n\n                                    In dem Verfahren\n                                          über\n                              die Verfassungsbeschwerde\n\n1.          des Herrn T...,\n\n2.          des Herrn R...,\n\n3.          des Herrn H...,\n\n4.          des Herrn L...,\n\n5.          der Frau B...,\n\n- Bevollmächtigte:1. Rechtsanwälte Dr. Fritz Rosenberger und Koll.,\n                     Rhodiusstraße 18, 51065 Köln,\n                  2. Rechtsanwalt Dr. Klaus Märker,\n                     Hansastraße 4, 79104 Freiburg -\n\ngegen Art. 1 § 1 Abs. 1, §§ 3, 4, § 7 Abs. 1, § 8, auch in Verbindung mit Art. 2 § 2,\n      des Gesetzes über die Entschädigung nach dem Gesetz zur Regelung offener Vermögensfragen und über staatliche Ausgleichsleistungen für Enteignungen auf besatzungsrechtlicher oder besatzungs hoheitlicher Grundlage\n      (Entschädigungs- und Ausgleichs leistungsgesetz - EALG) vom 27. September 1994 (BGBl I S. 2624)\n\nhier:   Antrag auf Berichtigung des Urteilstatbestands\n\nhat das Bundesverfassungsgericht - Erster Senat – unter Mitwirkung\n                                   des Vizepräsidenten Papier,\n                                   der Richterin Jaeger,\n                                   der Richter Hömig,\n                                   Steiner,\n                                   der Richterin Hohmann-Dennhardt\n                                   und des Richters Hoffmann-Riem\n\nam 21. März 2001 beschlossen:\n\n\n                                          1/4\n\nDer Antrag der Beschwerdeführer auf Berichtigung des Tatbestands des Urteils des\nBundesverfassungsgerichts vom 22. November 2000 - 1 BvR 2307/94 und andere -\nwird abgelehnt.\n\n                                      Gründe:\n  1. In der mündlichen Verhandlung vom 11. April 2000 über die Verfassungsbeschwerden gegen das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz vom 27. September 1994 (BGBl I S. 2624) stellten die Beschwerdeführer des vorliegenden Verfahrens mehrere Beweisanträge. Das Bundesverfassungsgericht hat die Anträge in\neinem in der mündlichen Verhandlung verlesenen Beschluss mit der Begründung abgelehnt, dass es auf die darin genannten Beweistatsachen nicht ankomme. In den\nTatbestand des am 22. November 2000 verkündeten Urteils (vgl. VIZ 2001, S. 16)\nsind die Beweisanträge und ihre Ablehnung nicht aufgenommen worden. Die Beschwerdeführer haben daraufhin durch ihren Bevollmächtigten Dr. Märker beantragt,\nden Tatbestand zu ergänzen und in ihm die Beweisanträge im Wortlaut sowie ihre\nAblehnung unter Angabe des Ablehnungsgrundes wiederzugeben. Von den Beschwerdeführern werde erwogen, gegen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts Beschwerde zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu erheben. Hierfür könnten sie urkundlichen Beweis über die unstreitigen Tatsachen und\nihren Vortrag im Verfassungsbeschwerdeverfahren nur durch den Tatbestand des\nUrteils des Bundesverfassungsgerichts führen.\n\n 2. Der Berichtigungsantrag bleibt ohne Erfolg, weil die Beweisanträge der Beschwerdeführer und ihre Ablehnung durch das Bundesverfassungsgericht nicht in\nden Tatbestand des Urteils vom 22. November 2000 aufzunehmen sind.\n\n  Das Gesetz über das Bundesverfassungsgericht in der Fassung des Gesetzes vom           3\n16. Juli 1998 (BGBl I S. 1823) enthält keine Regelungen über den Inhalt des Tatbestands der Entscheidungen dieses Gerichts. Auf allgemeine Grundsätze des sonstigen Prozessrechts (vgl. BVerfGE 46, 321 <323>) ist hierfür ebenfalls nicht zurückzugreifen. Denn die Besonderheiten des verfassungsgerichtlichen Verfahrens und die\nEigenart der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts erfordern mehr noch,\nals dies für das übrige Verfahrensrecht gilt (vgl. insbesondere § 313 Abs. 2 ZPO), Inhalt und Umfang des Tatbestands auf das für das Verständnis der jeweiligen Entscheidung unabweisbar Notwendige zu beschränken. Zu dem in diesem Sinne Notwendigen       gehören       Beweisanträge         über    Tatsachen,     die    das\nBundesverfassungsgericht für unerheblich hält, und ihre Ablehnung durch das Gericht nicht.\n\n Diese Vorgänge müssen auch nicht deshalb im Urteilstatbestand wiedergegeben             4\nwerden, weil die Beschwerdeführer erwägen, gegen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde einzulegen. Die Beweisanträge der Beschwerdeführer und ihre Ablehnung sind in\nder Niederschrift über die mündliche Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts\nvom 11. April 2000 protokolliert. Die Ablehnungsgründe ergeben sich aus dem Proto-\n\n\n                                          2/4\n\nkoll der Tonbandaufnahme dieser Verhandlung, das den Beschwerdeführern insoweit ebenso wie die Niederschrift selbst übersandt worden ist. Es ist nicht erkennbar,\ndass das für Verfahren vor dem genannten Gerichtshof geltende Recht als Nachweis\nfür die verfahrensmäßige Behandlung der Beweisanträge mehr verlangen könnte.\n\n                Papier                 Jaeger                 Hömig\n\n                                                            Hohmann-Steiner\n                                                            Dennhardt\n\n                                  Hoffmann-Riem\n\n\n\n\n                                          3/4\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss des Ersten Senats vom 21. März 2001 -\n1 BvR 2307/94\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 21. März 2001 - 1 BvR 2307/\n                94 - Rn. (1 - 4), http://www.bverfg.de/e/rs20010321_1bvr230794.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2001:rs20010321.1bvr230794\n\n\n\n\n                                      4/4\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2001-03-21/1-bvr-2307-94","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 313","ref_norm":"313","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2001-03-21/1-bvr-2307-94","retrieved":"2026-07-10 10:47:29.835752+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2001-03-21/1-bvr-2307-94","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Erster Senat","date":"2001-03-21","dockets":["1 BvR 2307/94"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2001:rs20010321.1bvr230794","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2001:rs20010321.1bvr230794"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 21.03.2001 – 1 BvR 2307/94","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2001-03-21/1-bvr-2307-94","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"1/4\n\nDer Antrag der Beschwerdeführer auf Berichtigung des Tatbestands des Urteils des\nBundesverfassungsgerichts vom 22. 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