{"status":"available","doknr":"BVERFG-qk20010209_1bvq001001","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2001:qk20010209.1bvq001001","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2001-02-09","aktenzeichen":"1 BvQ 10/01","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVQ 10/01 -\n\n                                  In dem Verfahren\n                                        über\n                                     den Antrag,\nunter - teilweiser - Aufhebung der Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Arnsberg\nvom 8. Februar 2001 - 3 L 153/01 - und des Oberverwaltungsgerichts für das Land\nNordrhein-Westfalen vom 9. Februar 2001 - 5 B 180/01 - im Wege der einstweiligen\nAnordnung die aufschiebende Wirkung des vom Antragsteller eingelegten Widerspruchs gegen den Auflagenbescheid des Polizeipräsidiums Hagen vom 6. Februar\n2001 - VL 12 - 231-04/01 - dahingehend wieder herzustellen, dass die Auflage zu\nNummer 8 dahingehend aufgehoben wird, dass die Untersagung der Verwendung\nder Wortkombination \"Nationaler Widerstand\" in Sprechchören und Parolen außer\nVollzug gesetzt wird,\n\nAntragsteller: Herr W...\n\nhat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                   den Vizepräsidenten Papier\n                                   und die Richter Steiner,\n                                   Hoffmann-Riem\n\ngemäß § 32 Abs. 1 in Verbindung mit § 93 d Abs. 2 BVerfGG in der Fassung der\nBekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 9. Februar 2001 einstimmig beschlossen:\n\nDer Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.\nDem Antragsteller wird eine Missbrauchsgebühr von 3.000,00 DM (in Worten: dreitausend Deutsche Mark) auferlegt.\n\n                                       Gründe:\n Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung betrifft die Auflage, bei einem       1\nAufzug in Hagen das Rufen von Parolen mit der Wortfolge \"Nationaler Widerstand\"\nzu unterlassen.\n\n Die Voraussetzungen für den Erlass der begehrten einstweiligen Anordnung sind             2\nnicht gegeben.\n\n Der nach § 32 Abs. 1 BVerfGG vorauszusetzende schwere Nachteil liegt nicht vor.           3\nDas Grundanliegen des Antragstellers, die angemeldete Demonstration durchzuführen, ist erfüllt. Das Begehren, in einem Aufzug die streitige Parole zu äußern, hat kein\nGewicht, das es geboten sein ließe, eine einstweilige Anordnung zu erlassen.\n\n Die Auferlegung der Missbrauchsgebühr erfolgt auf der Grundlage des § 34 Abs. 2           4\nBVerfGG. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung ist missbräuchlich ge-\n\n\n                                           1/3\n\nstellt. Er hat, da er lediglich eine Modalität und zudem eine Formulierung betrifft, die\nim Kern schon Gegenstand verfassungsgerichtlicher Eilverfahren war, erkennbar keine Aussicht auf Erfolg. Das musste dem Antragsteller auch angesichts der großen\nZahl von ihm bereits betriebener Anordnungsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht bekannt sein.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                      5\n\n                Papier                  Steiner            Hoffmann-Riem\n\n\n\n\n                                           2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 9. Februar 2001 - 1 BvQ 10/01\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 9. Februar 2001 - 1 BvQ 10/01 - Rn. (1 - 5), http://www.bverfg.de/e/\n                qk20010209_1bvq001001.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2001:qk20010209.1bvq001001\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2001/02/qk20010209_1bvq001001.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2001-02-09/1-bvq-10-01","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 32","ref_norm":"32","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2001/02/qk20010209_1bvq001001.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2001/02/qk20010209_1bvq001001.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2001-02-09/1-bvq-10-01","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2001/02/qk20010209_1bvq001001.html","retrieved":"2026-07-10 10:47:18.136644+00:00"}}