{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk20000912_1bvr139900","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000912.1bvr139900","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"2000-09-12","aktenzeichen":"1 BvR 1399/00","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 1399/00 -\n\n                                 In dem Verfahren\n                                       über\n                           die Verfassungsbeschwerde\nder Frau B...\n\n- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Eckhard Benkelberg und Koll.,\n                   Steinstraße 10, Emmerich -\ngegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 29. Mai 2000 - 3\n      WF 94/00 - in der Fassung des Beschlusses des Bundesgerichtshofs vom\n      28. Juni 2000 - XII ZB 157/99 -\n\nhat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                  den Vizepräsidenten Papier\n                                  und die Richterinnen Haas,\n                                  Hohmann-Dennhardt\n\ngemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 12. September 2000 einstimmig\nbeschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                      Gründe:\n Die Annahmevoraussetzungen gemäß § 93 a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor. Die           1\nVerfassungsbeschwerde hat keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung\n(§ 93 a Abs. 2 Buchstabe a BVerfGG). Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung\nder Rechte der Beschwerdeführerin angezeigt (§ 93 a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG);\ndenn die Verfassungsbeschwerde hat keine Aussicht auf Erfolg (vgl. BVerfGE 90, 22\n<24 ff.>).\n\n  Die Verfassungsbeschwerde ist, ihre Zulässigkeit unterstellt, jedenfalls unbegründet. Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, wenn den Gerichten\ndurch § 319 ZPO ermöglicht wird, offenbare Unrichtigkeiten in den von ihnen erlassenen End- und Zwischenurteilen zu berichtigen, ohne dass dies - von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen abgesehen - auf den Lauf der Rechtsmittelfrist hinsichtlich\ndes Urteils Einfluss hat. Es ist in diesem Fall zumutbar, bereits gegen das unberichtigte Urteil Rechtsmittel einzulegen (vgl. BVerfGE 69, 381 <385>).\n\n Soweit sich die Beschwerdeführerin mit der Verfassungsbeschwerde gegen die             3\nAuslegung des Begriffes \"offenbar\" (§ 319 ZPO) durch die Gerichte wendet, erschöpft sich die Verfassungsbeschwerde in einer Rüge des einfachen Rechts. Es ist\nnicht ersichtlich, dass die Gerichte die Bedeutung der Grundrechte der Beschwerde-\n\n\n                                         1/3\n\nführerin auf eine rechtsstaatliche Verfahrensgestaltung und rechtliches Gehör verkannt hätten (vgl. BVerfGE 18, 85 <93>).\n\n Etwaige Zweifel hinsichtlich der Frage, ob Tenor oder Gründe des amtsgerichtlichen         4\nUrteils \"richtig\" waren, hätten sich im Übrigen innerhalb der Rechtsmittelfrist durch eine Nachfrage bei Gericht leicht aufklären lassen.\n\n Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93 d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                       6\n\n                                                              Hohmann-Papier                  Haas\n                                                              Dennhardt\n\n\n\n\n                                           2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom\n12. September 2000 - 1 BvR 1399/00\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 12. September 2000 - 1 BvR 1399/00 - Rn. (1 - 6), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20000912_1bvr139900.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000912.1bvr139900\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/09/rk20000912_1bvr139900.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-09-12/1-bvr-1399-00","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":4},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 319","ref_norm":"319","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/09/rk20000912_1bvr139900.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/09/rk20000912_1bvr139900.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-09-12/1-bvr-1399-00","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/09/rk20000912_1bvr139900.html","retrieved":"2026-07-10 10:46:18.002888+00:00"}}