{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk20000818_2bvr105200","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000818.2bvr105200","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"2000-08-18","aktenzeichen":"2 BvR 1052/00","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVR 1052/00 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                      über\n                          die Verfassungsbeschwerde\ndes Herrn E...\n\n- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Jürgen Kroll,\n                    Glockengasse 12, Frankenthal -\ngegen a) den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 5. April 2000 - 2 StR 545/99\n         -,\n\n      b) den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 4. Februar 2000 - 2 StR\n         545/99 -,\n\n       c) das Urteil des Landgerichts Mainz vom 14. Mai 1999 - 3014 Js 20.645/97\n          - 1 Ks -\n\nhat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                 die Richterin Präsidentin Limbach\n                                 und die Richter Hassemer,\n                                 Broß\n\ngemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 18. August 2000 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                     Gründe:\n Ein Annahmegrund (§ 93a Abs. 2 BVerfGG) liegt nicht vor.                              1\n\n 1. Soweit der Beschwerdeführer mit Blick auf die vorzeitige Verbreitung der Revisionsverwerfung in der Öffentlichkeit einen Verstoß gegen sein Recht auf ein faires\nVerfahren, gegen die Unschuldsvermutung und sein Recht auf den gesetzlichen\nRichter sieht, ist die Verfassungsbeschwerde nicht hinreichend substantiiert begründet (§§ 23 Abs. 1 Satz 2, 92 BVerfGG). Der Beschwerdeführer geht von der fehlerhaften Prämisse aus, dass die Revisionsentscheidung erst mit Bekanntgabe an den\nBeschwerdeführer erlassen sei.\n\n  Soweit der Beschwerdeführer einen Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG geltend macht, beschränkt er sich auf einfachrechtliche Überlegungen, ohne einen Verfassungsverstoß, der nur bei willkürlicher Zurückweisung des Ablehnungsgesuchs\nvorliegen könnte, aufzuzeigen.\n\n\n\n\n                                         1/3\n\n 2. Soweit der Beschwerdeführer eine Begründung der Revisionsentscheidung fordert, ist ihm entgegen zu halten, dass weder das Grundgesetz noch die Strafprozessordnung gebieten, eine mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr anfechtbare letztinstanzliche Gerichtsentscheidung mit einer (weiteren) Begründung zu versehen (vgl.\nBVerfGE 50, 287 <289 f.>; BVerfG, NJW 1982, S. 925; NJW 1987, S. 2219). Aus\ndem Fehlen einer Begründung lassen sich deshalb regelmäßig keine Folgerungen für\ndie Frage herleiten, ob den Erfordernissen des Art. 103 Abs. 1 GG oder sonstigem\nVerfassungsrecht genügt worden ist (vgl. BVerfGE 65, 293 <295>). Besondere Umstände, die deutlich machten, dass tatsächliches Vorbringen des Beschwerdeführers\nentweder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei der Entscheidung\nnicht erwogen worden sei (vgl. BVerfGE 65, 293 <295 f.>), sind nicht erkennbar.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                   5\n\n               Limbach               Hassemer                 Broß\n\n\n\n\n                                         2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom\n18. August 2000 - 2 BvR 1052/00\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 18. August 2000 - 2 BvR 1052/00 - Rn. (1 - 5), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20000818_2bvr105200.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000818.2bvr105200\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/08/rk20000818_2bvr105200.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-08-18/2-bvr-1052-00","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 92","ref_norm":"92","n":1},{"jurabk":"GG","ref":"Art 101","ref_norm":"101","n":1},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/08/rk20000818_2bvr105200.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/08/rk20000818_2bvr105200.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-08-18/2-bvr-1052-00","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/08/rk20000818_2bvr105200.html","retrieved":"2026-07-10 10:46:09.936677+00:00"}}