{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000221.2bvr227698","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"2000-02-21","aktenzeichen":"2 BvR 2276/98","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVR 2276/98 -\n\n                                   In dem Verfahren\n                                         über\n                             die Verfassungsbeschwerde\nder Herrn S...\n\n- Bevollmächtigte:\nRechtsanwältin Maria Sabine Augstein, Altes Forsthaus 12, Tutzingen -\ngegen a) den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. November 1998\n         - BVerwG 1 WB 54.98 -,\n\n        b) die Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung vom 14. Juli\n           1998 - PSZ III 5 - Az 25-05-10 656/98 -\n\n        c) die Entscheidung des Personalamtes der Bundeswehr - Dezernat II 3\n           vom 26. Mai 1998\n\nhier:    Antrag auf Festsetzung des Gegenstandswertes\n\nhat die 4. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                  die Richterin Präsidentin Limbach\n                                  und die Richter Jentsch\n                                  Di Fabio\n\nam 21. Februar 2000 einstimmig beschlossen:\n\nDer Antrag wird verworfen.\n\n                                     Gründe:\n Der Antrag ist mangels Rechtsschutzbedürfnisses unzulässig.                         1\n\n  1. Gemäß § 113 Abs. 2 Satz 3 der Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte           2\n(BRAGO) ist der Gegenstandswert unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere der Bedeutung der Angelegenheit, des Umfangs und der Schwierigkeit der\nanwaltlichen Tätigkeit sowie der Vermögens- und Einkommensverhältnisse des Auftraggebers nach billigem Ermessen zu bestimmen, jedoch nicht unter 8.000 DM. In\nobjektiver Hinsicht kommt auch dem Erfolg des verfassungsgerichtlichen Rechtsbehelfs für die Bemessung des Gegenstandswertes Bedeutung zu (vgl. BVerfGE 79,\n365 <369>; Ulsamer in: Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/\n\n Ulsamer, BVerfGG, Stand Februar 1999, § 34a, Rn. 23; Mellinghoff in: Umbach/Clemens <Hrsg.>, BVerfGG, 1992, § 34a Rn. 60). Kommt ein höherer Gegenstandswert\nals der gesetzliche Mindesbetrag von 8.000 DM nicht in Betracht, besteht für einen\nFestsetzungsantrag kein Rechtsschutzbedürfnis (vgl. BVerfGE 79, 365 <369>; Ulsa-\n\n\n                                         1/3\n\nmer, aaO; Zuck, Das Recht der Verfassungsbeschwerde, 2. Aufl., 1988, Rn. 1004\n<Fn. 12>; Klein in: Benda/Klein; Lehrbuch des Verfassungsprozessrechts, 1991, Rn.\n292).\n\n In Verfahren der einstweiligen Anordnung liegt der Gegenstandswert grundsätzlich     4\ndeutlich unter dem des Hauptsachverfahrens. In der Regel wird ein Rahmen von 1/10\nbis 5/10 des Wertes der Hauptsache angenommen (vgl. Berkemann in: Umbach/Clemens <Hrsg.> aaO, § 32, Rn. 238; Zuck, aaO, Rn. 1011).\n\n  2. Ausgehend von diesen Grundsätzen ist ein Rechtsschutzinteresse für den Antrag    5\nauf Festsetzung des Gegenstandswertes nicht gegeben. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung keinen Erfolg hatte,\nweil bereits die Dringlichkeit der Rechtsschutzgewährung fehlte und damit Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts in der Sache entbehrlich waren. Im Übrigen\nsind Anhaltspunkte, die es rechtfertigen könnten, einen über den gesetzlichen Mindestbetrag hinausgehenden Gegenstandswert festzusetzen, mit der Antragsbegründung nicht dargetan und auch sonst nicht ersichtlich. Selbst wenn im Hauptsacheverfahren eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestbetrags in § 113 Abs. 2 Satz 3\nBRAGO in Betracht kommen sollte, ist vorliegend auf Grund des vorzunehmenden\nAbschlags für das Verfahren der einstweiligen Anordnung kein höherer Gegenstandswert als 8.000 DM anzunehmen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                 6\n\n              Limbach                Jentsch               Di Fabio\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 4. Kammer des Zweiten Senats vom\n21. Februar 2000 - 2 BvR 2276/98\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 4. Kammer des Zweiten Senats vom 21. Februar 2000 - 2 BvR 2276/98 - Rn. (1 - 6), http://www.bverfg.de/e/\n                rk20000221_2bvr227698.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000221.2bvr227698\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-02-21/2-bvr-2276-98","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-02-21/2-bvr-2276-98","retrieved":"2026-07-10 10:45:19.394960+00:00"},"card":{"id":"bverfg/2000-02-21/2-bvr-2276-98","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Kammer des Zweiten Senats","date":"2000-02-21","dockets":["2 BvR 2276/98"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000221.2bvr227698","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2000:rk20000221.2bvr227698"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 21.02.2000 – 2 BvR 2276/98","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2000-02-21/2-bvr-2276-98","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Der Antrag wird verworfen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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