{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk19990324_1bvr027899","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:1999:rk19990324.1bvr027899","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"1999-03-24","aktenzeichen":"1 BvR 278/99","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 1 BVR 278/99 -\n\n                                In dem Verfahren\n                                      über\n                          die Verfassungsbeschwerde\ndes Herrn Rechtsanwalts\n\ngegen den Beschluß des Bundesfinanzhofs vom 9. Dezember 1998 - V B 60/98 -\n\nhat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch\n                                den Vizepräsidenten Papier\n                                und die Richterinnen Haas,\n                                Hohmann-Dennhardt\n\ngemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 24. März 1999 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDem Beschwerdeführer wird eine Mißbrauchsgebühr in Höhe von 2.000 DM (in\nWorten: Zweitausend Deutsche Mark) auferlegt.\n\n                                    Gründe:\n Der Beschwerdeführer wendet sich mit seiner Verfassungsbeschwerde dagegen,          1\ndaß seine Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision vom Bundesfinanzhof als\nunzulässig verworfen worden ist. Mit den Erwägungen den Bundesfinanzhofs, die\nNichtzulassungsbeschwerde genüge nicht den Begründungsanforderungen des\n§ 115 Abs. 3 Satz 3 FGO, setzt sich die Verfassungsbeschwerde indes mit keinem\nWort auseinander. Statt dessen beschränkt sie sich auf die Behauptung, die Sache\nhabe grundsätzliche Bedeutung, da der Gleichheitsgrundsatz durch die Finanzbehörden gröblich verletzt worden sei.\n\n                                        II.\n Die Kammer nimmt die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an, weil ein      2\nAnnahmegrund im Sinne des § 93 a Abs. 2 BVerfGG nicht vorliegt. Die Verfassungsbeschwerde ist offensichtlich unzulässig. Der Vortrag des Beschwerdeführers, eines\nRechtsanwalts, entspricht auch nicht annähernd den Mindestanforderungen an eine\nsubstantiierte Begründung gemäß §§ 23 Abs. 1 Satz 2, 92 BVerfGG.\n\n                                       III.\n Die Auferlegung einer Mißbrauchsgebühr in Höhe von 2.000 DM beruht auf § 34         3\nAbs. 2 BVerfGG. Die Einlegung einer offensichtlich unzulässigen, in der Sache zu-\n\n\n\n                                        1/3\n\ndem substanzlosen Verfassungsbeschwerde ist als mißbräuchlich anzusehen, wenn\nihre Einlegung von jedem Einsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden\nmuß (vgl. Beschluß der 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 6. November 1995, 2 BvR 1806/95, NJW 1996, 1273 <1274>). Das ist\nvorliegend der Fall. Dem Beschwerdeführer ist zuzumuten, vor Einlegung der Verfassungsbeschwerde die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu den\nZulässigkeitsvoraussetzungen der Verfassungsbeschwerde zu ermitteln und die Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs zu prüfen (vgl. Beschluß der 2. Kammer des\nZweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 23. Dezember 1996, 2 BvR\n673/96, NJW 1997, S. 1433, 1434).\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                             4\n\n                                                       Hohmann-Papier                   Haas\n                                                       Dennhardt\n\n\n\n\n                                         2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom\n24. März 1999 - 1 BvR 278/99\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom\n                24. März 1999 - 1 BvR 278/99 - Rn. (1 - 4), http://www.bverfg.de/e/\n                rk19990324_1bvr027899.html\n\nECLI             ECLI:DE:BVerfG:1999:rk19990324.1bvr027899\n\n\n\n\n                                        3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990324_1bvr027899.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1999-03-24/1-bvr-278-99","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 92","ref_norm":"92","n":1},{"jurabk":"FGO","ref":"§ 115","ref_norm":"115","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990324_1bvr027899.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990324_1bvr027899.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1999-03-24/1-bvr-278-99","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990324_1bvr027899.html","retrieved":"2026-07-10 10:43:50.337237+00:00"}}