{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk19990312_1bvr022298","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:1999:rk19990312.1bvr022298","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Ersten Senats","decided":"1999-03-12","aktenzeichen":"1 BvR 222/98","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Bundesverfassungsgericht\n- 1 BVR 222/98 -\n\n                                 In dem Verfahren\n                                       über\n                           die Verfassungsbeschwerde\nder F... AG\n\n- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Hubert Stadler,1. unmittelbar gegen\n                    Goethestraße 30, Mühltal -\n a) das Urteil des Bundesarbeitsgerichts\n    vom 27. Mai 1997 - 9 AZR 484/96 -,\n\n b) das Urteil des Landesarbeitsgerichts Saarland\n    vom 28. Mai 1996 - 3 Sa 12/96 -,\n\n2. mittelbar gegen\n§ 1 des Saarländischen Zusatzurlaubsgesetzes\n\nhat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den\n                                 Richter Kühling,\n                                 die Richterin Jaeger\n                                 und den Richter Steiner\n\ngemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)\nam 12. März 1999 einstimmig beschlossen:\n\n    Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                     Gründe:\n\n                                        I.\n Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Frage, ob das Saarländische Gesetz Nr.        1\n186 betreffend Regelungen des Zusatzurlaubs für kriegs- und unfallbeschädigte Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft (Saarländisches Zusatzurlaubsgesetz) vom 22. Juni 1950 (ABl S. 759), zuletzt geändert durch das Gesetz Nr. 1318 zur Änderung sozialrechtlicher Zuständigkeiten vom 9. Juli 1993 (ABl S. 758) mit dem Grundgesetz\nvereinbar ist.\n\n                                        II.\n Die Voraussetzungen für eine Annahme der Verfassungsbeschwerde liegen nicht          2\nvor. Die Verfassungsbeschwerde wirft weder Fragen grundsätzlicher verfassungsrechtlicher Bedeutung auf, noch ist ihre Annahme zur Durchsetzung der als verletzt\nbezeichneten Grundrechte angezeigt (§ 93 a Abs. 2 BVerfGG). Die Verfassungsbe-\n\n\n                                        1/3\n\nschwerde ist ohne hinreichende Aussicht auf Erfolg. Anwendung und Auslegung von\n§ 1 Abs. 2 des Saarländischen Zusatzurlaubsgesetzes durch die angegriffenen Entscheidungen verstoßen nicht gegen Art. 3 Abs. 1 sowie Art. 12 Abs. 1 GG. Die landesgesetzliche Regelung ist insbesondere nicht zu unbestimmt.\n\n Nicht geprüft hat die Kammer, ob das nur für die Privatwirtschaft geltende Gesetz    3\ngleichheitswidrig geworden ist, nachdem, wie von der Beschwerdeführerin dargelegt,\ndie dem Saarländischen Zusatzurlaubsgesetz entsprechenden tarifvertraglichen\noder tarifvertraglich in Bezug genommenen Regelungen für die im öffentlichen Dienst\nBeschäftigten mit Wirkung vom 1. Januar 1997 geändert worden sind und Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes Zusatzurlaub allenfalls noch im Rahmen tariflicher\nNachwirkung zu gewähren ist. Streitgegenstand des Ausgangsverfahrens war Zusatzurlaub zweier Behinderter für das Jahr 1995, also einem Zeitraum, in dem eine\netwaige Ungleichbehandlung privater und öffentlicher Arbeitgeber noch nicht bestand.\n\n Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93 d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                 5\n\n              Kühling                Jaeger                Steiner\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n12. März 1999 - 1 BvR 222/98\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom\n                12. März 1999 - 1 BvR 222/98 - Rn. (1 - 5), http://www.bverfg.de/e/\n                rk19990312_1bvr022298.html\n\nECLI             ECLI:DE:BVerfG:1999:rk19990312.1bvr022298\n\n\n\n\n                                        3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990312_1bvr022298.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1999-03-12/1-bvr-222-98","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1},{"jurabk":"GG","ref":"Art 12","ref_norm":"12","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990312_1bvr022298.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990312_1bvr022298.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1999-03-12/1-bvr-222-98","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1999/03/rk19990312_1bvr022298.html","retrieved":"2026-07-10 10:43:44.751735+00:00"}}