{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:1998:rk19981210.2bvr210998","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"1998-12-10","aktenzeichen":"2 BvR 2109/98","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Bundesverfassungsgericht\n- 2 BVR 2109/98 -\n\n                                 In dem Verfahren\n                                       über\n                           die Verfassungsbeschwerde\ndes Herrn S,\n\n- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Steffen Ufer und Kollegen,\n                   Sophienstraße 3, München -\n  gegen den Beschluß des Oberlandesgerichts München\n        vom 27. November 1998 - OLGAusl. 141/98 (45/98) -\n\nund Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung\n\nhat die 1. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch die\n                                 Richter Sommer,\n                                 Broß\n                                 und die Richterin Osterloh\n\ngemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)\nam 10. Dezember 1998 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDamit erledigt sich der Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung.\n\n                                     Gründe:\n Die Kammer nimmt die Verfassungsbeschwerde, der keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zukommt, nicht zur Entscheidung an, da sie keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat und die Annahme schon deshalb zur Durchsetzung\nder in § 90 Abs. 1 BVerfGG genannten Rechte nicht angezeigt ist (§ 93a Abs. 2\nBuchst. b BVerfGG; vgl. BVerfGE 90, 22 <25 f.>).\n\n  Der Beschwerdeführer rügt im wesentlichen, daß das Oberlandesgericht die Bestimmungen des Auslieferungsvertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland\nund den Vereinigten Staaten von Amerika vom 20. Juni 1978 in der Fassung des Zusatzvertrages vom 21. Oktober 1986 (BGBl 1980 II S. 646, 1300; 1988 II S. 1087)\nfalsch angewendet hat. Er rügt damit die Anwendung einfachen Rechts, die grundsätzlich Sache der Fachgerichte ist. Auch im Auslieferungsverfahren prüft das Bundesverfassungsgericht nur, ob die Rechtsanwendung oder das dazu eingeschlagene\nVerfahren unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist und sich daher der Schluß aufdrängt, daß die Entscheidung auf sachfremden und damit willkürlichen Erwägungen beruht (vgl. Beschluß der 3. Kammer des Zweiten Senats des\nBundesverfassungsgerichts vom 18. Januar 1993 - 2 BvR 2112/92 - unveröff.).\n\n\n                                         1/3\n\n  Da der Beschwerdeführer den Sachverhalt, der dem Auslieferungsersuchen zugrundeliegt und der sich aus den von den US-amerikanischen Behörden übermittelten Unterlagen ergibt, nur fragmentarisch vorgetragen und auch den Auslieferungshaftbefehl vom 30. Oktober 1998, auf den das Oberlandesgericht verweist, nicht\nvorgelegt hat, läßt sich eine willkürliche Sachbehandlung durch das Oberlandesgericht nicht feststellen. Die vom Senat seiner Entscheidung zugrundegelegten Erwägungen lassen keinen Verfassungsverstoß erkennen.\n\n Im übrigen wird von einer Begründung abgesehen (§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG).      4\n\n Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlaß einer     5\neinstweiligen Anordnung gegenstandslos (vgl. § 40 Abs. 3 GO-BVerfG).\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                               6\n\n               Sommer               Broß                Osterloh\n\n\n\n\n                                        2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom\n10. Dezember 1998 - 2 BvR 2109/98\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 10. Dezember 1998 - 2 BvR 2109/98 - Rn. (1 - 6), http://www.bverfg.de/e/\n                rk19981210_2bvr210998.html\n\nECLI           ECLI:DE:BVerfG:1998:rk19981210.2bvr210998\n\n\n\n\n                                     3/3\n","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1998-12-10/2-bvr-2109-98","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":2},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 90","ref_norm":"90","n":1},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93d","ref_norm":"93d","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1998-12-10/2-bvr-2109-98","retrieved":"2026-07-10 10:43:20.285349+00:00"},"card":{"id":"bverfg/1998-12-10/2-bvr-2109-98","court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","panel":"Kammer des Zweiten Senats","date":"1998-12-10","dockets":["2 BvR 2109/98"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:1998:rk19981210.2bvr210998","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BVerfG:1998:rk19981210.2bvr210998"},"cite_as":"BVerfG, Beschluss vom 10.12.1998 – 2 BvR 2109/98","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1998-12-10/2-bvr-2109-98","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\nDamit erledigt sich der Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"BVerfGG/93a","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93a","label":"§ 93a BVerfGG","mentions":2},{"id":"BVerfGG/90","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"90","label":"§ 90 BVerfGG","mentions":1},{"id":"BVerfGG/93d","law":"BVerfGG","abbreviation":"BVerfGG","ref":"93d","label":"§ 93d BVerfGG","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. 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