{"status":"available","doknr":"BVERFG-rk19981009_2bvr159391","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:1998:rk19981009.2bvr159391","court":"BVerfG","senate":"Kammer des Zweiten Senats","decided":"1998-10-09","aktenzeichen":"2 BvR 1593/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESVERFASSUNGSGERICHT\n- 2 BVR 1593/91 -\n\n                                 In dem Verfahren\n                                       über\n                           die Verfassungsbeschwerde\ndes Herrn N...\n\n- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Hans-Gerd Findeklee und Kollege,\n                   Kirchenstraße 3, Buchholz i.d. Nordheide\ngegen a) das Urteil des Landgerichts Stade vom 16. Oktober 1991 - 2 S 102/91 -,\n\n       b) das Urteil des Amtsgerichts Tostedt vom 24. April 1991 - 5 C 567/90\n\nhat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch die\nRichterin\n                                  Präsidentin Limbach\n                                  und die Richter Winter,\n                                  Hassemer\n\ngemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 9. Oktober 1998 einstimmig beschlossen:\n\nDie Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.\n\n                                      Gründe:\n Die Annahmevoraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor. Für die           1\nEntscheidung über die Annahme der Verfassungsbeschwerde ist § 93a Abs. 2\nBVerfGG maßgebend (Art. 8 des Fünften Gesetzes zur Änderung des BVerfGG vom\n2. August 1993 <BGBl I S. 1442>).\n\n Die mit der Verfassungsbeschwerde aufgeworfenen verfassungsrechtlichen Fragen           2\nsind durch die verfassungsgerichtliche Rechtsprechung geklärt.\n\n  1. Soweit sich die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Amtsgerichts richtet, ist die Annahme zur Durchsetzung der in § 90 Abs. 1 BVerfGG genannten Rechte\nnicht angezeigt, da die geltend gemachte Rechtsverletzung kein besonderes Gewicht\nhat und den Beschwerdeführer nicht in existentieller Weise betrifft (vgl. BVerfGE 90,\n22 <25 f.>).\n\n a) Es läßt sich nicht feststellen, daß das angegriffene Urteil auf einer groben Verkennung des durch Verfassungsrechte gewährten Schutzes oder einem leichtfertigen\nUmgang mit verfassungsrechtlich geschützten Positionen beruht oder daß es kraß\nrechtsstaatliche Grundsätze verletzt. Ob eine Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG hinreichend substantiiert dargetan ist, erscheint schon fraglich, weil sich der Beschwer-\n\n\n                                          1/3\n\ndeführer im Grunde nur gegen die von dem Amtsgericht vertretene Rechtsauffassung\nwendet (vgl. BVerfGE 64, 1 <12>). Die Entscheidungsgründe des angegriffenen Urteils sind allerdings derart kurz gefaßt, daß Zweifel aufkommen können, ob das\nGericht die wesentlichen, der Rechtsverfolgung dienenden Tatsachenbehauptungen\ndes Beschwerdeführers in der Entscheidung verarbeitet hat (vgl. BVerfGE 47, 182\n<189>). Diese Zweifel rechtfertigen es aber jedenfalls nicht, von einem Mangel der\nbeschriebenen Art auszugehen.\n\n b) Angesichts des niedrigen Streitwertes ist eine existentielle Betroffenheit des Beschwerdeführers, die sich im vorliegenden Fall lediglich aus der mit der Klageabweisung verbundenen finanziellen Belastung ergeben könnte, nicht erkennbar.\n\n  2. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen das Urteil des Landgerichts wendet, hat      6\ndie Verfassungsbeschwerde in der Sache keine hinreichende Aussicht auf Erfolg\n(vgl. BVerfGE 72, 119 <121 f.>) .\n\n Diese Entscheidung ist unanfechtbar.                                                    7\n\n\n              Limbach               Winter                Hassemer\n\n\n\n\n                                          2/3\n\nBundesverfassungsgericht, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom\n9. Oktober 1998 - 2 BvR 1593/91\n\nZitiervorschlag BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 9. Oktober 1998 - 2 BvR 1593/91 - Rn. (1 - 7), http://www.bverfg.de/e/\n                rk19981009_2bvr159391.html\n\nECLI            ECLI:DE:BVerfG:1998:rk19981009.2bvr159391\n\n\n\n\n                                      3/3\n","source":"ce-bverfg","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1998/10/rk19981009_2bvr159391.html","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1998-10-09/2-bvr-1593-91","cited_norms":[{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 93a","ref_norm":"93a","n":3},{"jurabk":"BVerfGG","ref":"§ 90","ref_norm":"90","n":1},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1}],"authoritative_source":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1998/10/rk19981009_2bvr159391.html","attribution":{"source":"Bundesverfassungsgericht","source_url":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1998/10/rk19981009_2bvr159391.html","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (CE-BVerfG) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.16932395, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/1998-10-09/2-bvr-1593-91","upstream":"https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1998/10/rk19981009_2bvr159391.html","retrieved":"2026-07-10 10:43:05.888747+00:00"}}