{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-6_NA_2022-01-26_6_StR_522_21_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:260122B6STR522.21.0","court":"BGH","senate":"6. Strafsenat","decided":"2022-01-26","aktenzeichen":"6 StR 522/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n6 StR 522/21\n\nvom\n26. Januar 2022\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\nwegen Betruges\n\nECLI:DE:BGH:2022:260122B6STR522.21.0\n\nDer 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. Januar 2022 gemäß § 349\nAbs. 2 und 4 sowie entsprechend § 354 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\n1. Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des\nLandgerichts Frankfurt (Oder) vom 29. Juni 2021 werden als\nunbegründet verworfen, jedoch wird das vorbezeichnete Urteil\n\na) im Schuldspruch dahin berichtigt, dass die Angeklagten\nH. und S. des Betruges in zwei Fällen schuldig\nsind,\n\nb) im Ausspruch über die Einziehung des Wertes von\nTaterträgen aufgehoben, soweit ein Betrag von mehr als\n356.900 Euro eingezogen worden ist; die weitergehende\nAnordnung der Einziehung entfällt.\n\n2. Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels\nzu tragen.\n\nGründe:\n\n1 1. Der Schuldspruch bedarf der Berichtigung, weil die mittäterschaftliche\nBegehungsweise im Tenor nicht aufzuführen ist (vgl. BGH, Beschluss vom\n10. November 2020 – 3 StR 308/20, Rn. 2; Meyer-Goßner/Schmitt, StPO,\n64. Aufl., 2021, § 260 Rn. 24).\n\n2 2. Zwar ist das Landgericht im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen,\ndass sich die strafrechtliche Vermögensabschöpfung bei den 2015 begangenen\nTaten gemäß Art. 316h Satz 1 EGStGB nach den durch das Gesetz zur Reform\nder strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vom 13. April 2017 (BGBI. I S. 872)\neingeführten und am 1. Juli 2017 in Kraft getretenen neuen Regelungen der\n\n§§ 73 ff. StGB richtet (vgl. BGH, Urteil vom 15. Mai 2018 – 1 StR 651/17\nRn. 47 ff.).\n\n3 Bei der Einziehung des Wertes von Taterträgen (§ 73c Satz 1 StGB) hat\nes jedoch nicht erkennbar bedacht, dass die Angeklagten die von den Geschädigten geleisteten Einlagen über insgesamt 150.000 Euro nicht vollständig, sondern nur in Höhe von 146.400 Euro im Sinne von § 73 Abs. 1 StGB erlangte.\nÜber die auf den Konten der Kommanditgesellschaften bestehenden Guthabensalden aus den Überweisungen der Geschädigten von insgesamt 3.600 Euro\nhatten die Angeklagten während keiner Phase des Tatablaufs faktische oder wirtschaftliche Verfügungsmacht (vgl. BGH, Urteil vom 13. November 2019\n– 5 StR 343/19, Rn. 13 mwN). Denn sie waren weder an den Gesellschaften beteiligt noch Kontoberechtigte. Abzüglich der aus der Verwertung des Grundstücks\neinem Geschädigten zugeflossenen 11.000 Euro (§ 73e Abs. 1 StGB) errechnet\nsich für die verfahrensgegenständlichen Taten ein Einziehungsbetrag von\n135.400 Euro. Unter Hinzurechnung von 221.500 Euro aus dem nach § 55 StGB\neinbezogenen Urteil des Amtsgerichts Stendal vom 22. Februar 2018 ergibt sich\nder Einziehungsbetrag von 356.900 Euro (vgl. BGH, Beschluss vom 24. August 2021 – 6 StR 342/21, Rn. 1 mwN). Der Senat hat die Einziehungsentscheidung entsprechend geändert.\n\nSander König Tiemann\n\nFritsche von Schmettau\n\nVorinstanz:\nLandgericht Frankfurt (Oder), 29.06.2021 - 22 KLs 26/18 234 Js 12415/16","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-01-26/6-str-522-21","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 73","ref_norm":"73","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 55","ref_norm":"55","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 73c","ref_norm":"73c","n":1},{"jurabk":"StGBEG","ref":"Art 316h","ref_norm":"316h","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 73e","ref_norm":"73e","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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