{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:240122B2STR66.20.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2022-01-24","aktenzeichen":"2 StR 66/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 66/20\nvom\n24. Januar 2022\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Betruges u. a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2022:240122B2STR66.20.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 24. Januar 2022 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Beschluss des Senats vom 15. Dezember 2021 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Der Senat hat die Revision des Verurteilten am 15. Dezember 2021\ndurch Beschluss gemäß § 349 Abs. 2 StPO verworfen. Hiergegen wendet sich\nder Verurteilte mit eigenen Schreiben vom 28., 29., 30. Dezember 2021 und\n4. Januar 2022 sowie mit Schreiben seines Verteidigers vom 3. Januar 2022.\n\n2 Der Verurteilte beanstandet im Wesentlichen, der Senat habe bei seiner\nRevisionsentscheidung den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil er entscheidungserhebliches Vorbringen des Revisionsführers entweder nicht zur\nKenntnis genommen oder bei seiner Entscheidung nicht in Erwägung gezogen\nhabe. Insbesondere habe der Senat über die Revision entschieden, obwohl der\nVerteidiger mit E-Mail vom 20. Oktober 2021 eine weitere umfassende Stellungnahme angekündigt habe.\n\n3 2. Die innerhalb der Frist des § 356a Satz 2 StPO erhobene Anhörungsrüge ist zulässig. Sie hat jedoch in der Sache keinen Erfolg; denn es liegt keine\nVerletzung des rechtlichen Gehörs vor (§ 356a StPO).\n\n4 a) Der Senat hat bei seinem Verwerfungsbeschluss weder in einer Art. 103\nAbs. 1 GG widersprechenden Weise Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen der Verurteilte nicht gehört worden wäre, noch hat er bei der Entscheidung zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen\noder in sonstiger Weise dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.\n\n5 b) Die erst am 27. Dezember 2021 bei dem Senat eingegangene „umfassende Stellungnahme zur Revision“ ist kein zu berücksichtigendes Vorbringen.\nDer Verwerfungsbeschluss des Senats ist nach dem Ablauf der Frist des § 349\nAbs. 3 Satz 2 StPO ergangen. Eine Pflicht, auf weiteres mögliches Vorbringen\nnach Fristablauf zu warten, besteht selbst dann nicht, wenn es angekündigt\nwurde (vgl. Senat, Beschluss vom 27. März 2019 – 2 StR 590/18). Im Übrigen\nhat der Senat nach der Ankündigung einer weiteren Stellungnahme bis zu seiner\nEntscheidung noch acht Wochen zugewartet, ohne dass innerhalb dieses Zeitraums eine Stellungnahme eingegangen ist.\n\n6 3. Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung\nvon § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 2. September 2015 – 1 StR\n207/15, NStZ-RR 2016, 151).\n\nFranke Appl Zeng\n\nGrube Schmidt\n\nVorinstanz:\nBonn, LG, 24.09.2019 - 111 Js 31/14 21 KLs 11/17","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-01-24/2-str-66-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-01-24/2-str-66-20","retrieved":"2026-10-24 07:53:41.684468+00:00"},"card":{"id":"bgh/2022-01-24/2-str-66-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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