{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2022-03-15_2_StR_22_22_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:150322B2STR22.22.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2022-03-15","aktenzeichen":"2 StR 22/22","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 22/22\nvom\n15. März 2022\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2022:150322B2STR22.22.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 15. März 2022 gemäß\n§ 349 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nAachen vom 13. September 2021 wird als unbegründet verworfen,\nda die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben\nhat.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die\nden Nebenklägerinnen im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nZwar hat das Landgericht bei der Gesamtstrafenbildung die bei einer Geschädigten feststellbaren negativen Tatfolgen strafschärfend gewertet, ohne\ndass diese durch innerprozessual bindende oder im zweiten Rechtsgang neu getroffene Feststellungen belegt sind. Die dahingehenden Feststellungen im ersten\nRechtsgang waren von der Urteilsaufhebung durch den Senatsbeschluss vom\n2. Februar 2021 erfasst und hätten daher im Urteil des zweiten Rechtsgangs\nnicht lediglich wörtlich wiedergegeben werden dürfen, sondern erkennbar neu\ngetroffen werden müssen (vgl. Senat, Beschluss vom 20. Mai 2020 – 2 StR\n258/19, juris Rn. 6 mwN). Der Senat schließt jedoch angesichts der Einsatzstrafe\nvon drei Jahren und acht Monaten sowie der Vielzahl der weiteren erheblichen\nEinzelstrafen (drei Jahre und zwei Monate, viermal zwei Jahre und neun Monate,\n\nzwei Jahre drei Monate, zweimal ein Jahr und neun Monate, zweimal ein Jahr\nund drei Monate, viermal elf Monate und einmal neun Monate), den Taten zum\nNachteil mehrerer Geschädigter und des Tatzeitraumes von vier Jahren aus,\ndass die Strafkammer ohne den Rechtsfehler auf eine niedrigere Gesamtstrafe\nerkannt hätte.\n\nFranke Krehl Meyberg\n\nGrube Schmidt\n\nVorinstanz:\nLandgericht Aachen, 13.09.2021 - 61 KLs-240 Js 494/19-11/21","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-03-15/2-str-22-22","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-03-15/2-str-22-22","retrieved":"2026-10-24 07:53:42.273101+00:00"},"card":{"id":"bgh/2022-03-15/2-str-22-22","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. Strafsenat","date":"2022-03-15","dockets":["2 StR 22/22"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:150322B2STR22.22.0","ids":{"doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2022-03-15_2_StR_22_22_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:150322B2STR22.22.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 15.03.2022 – 2 StR 22/22","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-03-15/2-str-22-22","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:53:42.273101+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}