{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:120122B6STR619.21.0","court":"BGH","senate":"6. Strafsenat","decided":"2022-01-12","aktenzeichen":"6 StR 619/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n6 StR 619/21\n\nvom\n12. Januar 2022\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2022:120122B6STR619.21.0\n\nDer 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. Januar 2022 gemäß § 349\nAbs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nCottbus vom 8. September 2021 wird als unbegründet verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\nDie Revision übersieht, dass der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs seine\nRechtsprechung, wonach eine nur unbedeutende Überschreitung der Grenze zur\nnicht geringen Menge einen Strafmilderungsgrund darstelle (vgl. insbesondere\nBGH, Beschluss vom 24. Juli 2012 – 2 StR 166/12, BGHR BtMG § 29 Strafzumessung 39), ausdrücklich aufgegeben hat (vgl. BGH, Urteil vom 15. März 2017\n– 2 StR 294/16, BGHSt 62, 90, 95). Das Landgericht hat im Rahmen der Strafzumessung maßgebend gewichtet, dass der Angeklagte die jeweils ein hohes\nSuchtpotential aufweisenden Betäubungsmittel Kokain und Crystal besaß, wobei\nentsprechend den Ausführungen des Generalbundesanwalts der Grenzwert hinsichtlich beider Betäubungsmittel überschritten war. Mit dem darauffolgenden\nHinweis auf die Grenzwertüberschreitung um insgesamt das 3,5-fache hat das\nLandgericht den ihm zustehenden Beurteilungsspielraum betreffend eine etwa\nnicht mehr berücksichtigungsfähige „Bagatellüberschreitung“ (vgl. BGH, Urteil\nvom 15. März 2017 – 2 StR 294/16, aaO S. 94) nicht verlassen. Hinzu kamen die\nweiteren straferschwerenden Umstände (zugleich Beihilfe zum Handeltreiben mit\nBetäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie unerlaubter Besitz einer funktionsfähigen Schusswaffe mit Munition; Tat während eines Ermittlungsverfahrens\n\nwegen eines unmittelbar einschlägigen Delikts). Sowohl gegen die Strafrahmenwahl als auch gegen die konkrete Strafbemessung (Freiheitsstrafe von zwei Jahren) ist angesichts dessen rechtlich nichts zu erinnern.\n\nSander König Feilcke\n\nTiemann von Schmettau\n\nVorinstanz:\nLandgericht Cottbus, 08.09.2021 - 21 KLs 7/21","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-01-12/6-str-619-21","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-01-12/6-str-619-21","retrieved":"2026-10-24 07:56:55.791008+00:00"},"card":{"id":"bgh/2022-01-12/6-str-619-21","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"6. Strafsenat","date":"2022-01-12","dockets":["6 StR 619/21"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:120122B6STR619.21.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:120122B6STR619.21.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 12.01.2022 – 6 StR 619/21","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-01-12/6-str-619-21","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:55.791008+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}