{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-6_NA_2022-04-06_6_StR_55_22_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:060422B6STR55.22.0","court":"BGH","senate":"6. Strafsenat","decided":"2022-04-06","aktenzeichen":"6 StR 55/22","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n6 StR 55/22\n\nvom\n6. April 2022\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge\n\nECLI:DE:BGH:2022:060422B6STR55.22.0\n\nDer 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 6. April 2022 gemäß § 349\nAbs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nHalle vom 21. September 2021 wird als unbegründet verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\n1. Die Verfahrensrüge wäre auch unbegründet (vgl. zur Verwertbarkeit von\n„EncroChats“ BGH, Beschluss vom 2. März 2022 – 5 StR 457/21).\n\n2. Es gefährdet den Strafausspruch im Fall II.2.e) der Urteilsgründe nicht, dass\ndas Landgericht im Rahmen der rechtlichen Würdigung offenbar versehentlich\ndavon ausgegangen ist, dass es sich bei den in der Wohnung der Großmutter\ndes nicht revidierenden Angeklagten H. aufgefundenen 12.536 Gramm Marihuana mit einem Wirkstoffgehalt von 11,33 % THC um die Handelsmenge\ndes Angeklagten handelte, nicht dagegen – wie festgestellt – bei den in der\nWohnung H. s sichergestellten 12.112,5 Gramm Marihuana mit einem Wirkstoffgehalt von 12,7 % THC. Denn die Wirkstoffmenge dieser Betäubungsmittel belief sich bei zutreffender Berechnung auf 1.538,28 Gramm THC und war\nmithin deutlich größer als diejenige der Betäubungsmittel, die bei der Großmutter H. s aufgefunden wurden, sowie derjenigen im Fall II.2.b) der Urteilsgründe.\n\n3. Die strafschärfende Berücksichtigung des professionellen und konspirativen\nVorgehens des Angeklagten ist – auch im Fall II.2.e) der Urteilsgründe – aus\n\nRechtsgründen nicht zu beanstanden. Den Feststellungen lässt sich insbesondere entnehmen, dass der Angeklagte seinen Betäubungsmittelhandel insgesamt unter Verwendung des Krypto-Messengerdienstes „EncroChat“ abwickelte.\n\nSander Feilcke Tiemann\n\nWenske von Schmettau\n\nVorinstanz:\nLandgericht Halle, 21.09.2021 - 13 KLs 500 Js 33755/20 (4/21)","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-04-06/6-str-55-22","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-04-06/6-str-55-22","retrieved":"2026-10-24 07:56:56.933691+00:00"},"card":{"id":"bgh/2022-04-06/6-str-55-22","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"6. Strafsenat","date":"2022-04-06","dockets":["6 StR 55/22"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:060422B6STR55.22.0","ids":{"doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-6_NA_2022-04-06_6_StR_55_22_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:060422B6STR55.22.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 06.04.2022 – 6 StR 55/22","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-04-06/6-str-55-22","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:56.933691+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}