{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-4_NA_2022-07-05_4_StR_107_22_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2022:050722B4STR107.22.0","court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2022-07-05","aktenzeichen":"4 StR 107/22","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n4 StR 107/22\n\nvom\n5. Juli 2022\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Betruges u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2022:050722B4STR107.22.0\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. Juli 2022 einstimmig beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss\nvom 10. Mai 2022 wird verworfen.\n\nDer Verurteilte hat die Kosten seines Rechtsbehelfs zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 1. Der Senat hat mit Beschluss vom 10. Mai 2022 gemäß § 349 Abs. 2\nStPO die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Detmold\nvom 29. November 2021 verworfen. Gegen diesen Beschluss wendet sich der\nVerurteilte mit seiner Anhörungsrüge gemäß § 356a StPO vom 20. Mai 2022.\n\n2 2. Die zulässige Anhörungsrüge ist unbegründet, weil die Entscheidung\nnicht auf einer Verletzung des rechtlichen Gehörs des Verurteilten (Art. 103\nAbs. 1 GG) beruht.\n\n3 Bei seiner Entscheidung hat der Senat weder zu berücksichtigendes entscheidungserhebliches Vorbringen des Verurteilten übergangen noch Verfahrensstoff verwertet, zu dem er nicht gehört worden ist, oder in sonstiger Weise\nseinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.\n\n4 Entgegen dem Vorbringen des Verurteilten war der Senat nicht gehalten,\nin seinem Beschluss zu der in der Revisionsbegründungsschrift erhobenen und\ndurch weitere Rechtsausführungen in der Gegenerklärung ergänzten Verfahrensrüge Stellung zu beziehen. Denn die insofern zur Anwendung gelangte Vorschrift des § 349 Abs. 2 StPO sieht keine Begründung eines die Revision verwerfenden Beschlusses vor (BGH, Beschluss vom 1. Juni 2021 ‒ 3 StR 20/21, juris\nRn. 5). Auch verfassungsrechtlich ist eine Begründung letztinstanzlicher Entscheidungen nicht geboten (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 30. Juni 2014 ‒ 2 BvR\n792/11, NJW 2014, 2563 Rn. 14; vom 17. Juli 2007 ‒ 2 BvR 496/07, juris Rn. 15;\nBGH, Beschluss vom 26. Mai 2021 ‒ 3 StR 67/20, juris Rn. 3). Grundsätzlich hat\nder Beschwerdeführer gemäß Art. 103 Abs. 1 GG zwar Anspruch darauf, dass\ndas Revisionsgericht auch seine nachgeschobenen Ausführungen zur Kenntnis\nnimmt und prüft, nicht jedoch kann er verlangen, dass ihm die Gründe, aus denen\nseine Beanstandungen für nicht durchgreifend erachtet werden, im Verwerfungsbeschluss mitgeteilt werden (vgl. Senat, Beschluss vom 17. Januar 2007 ‒ 2 StR\n277/06 mwN; BGH, Beschlüsse vom 14. September 2004 ‒ 1 StR 124/04, NStZ-RR 2005, 14, 15; vom 21. August 2008 ‒ 3 StR 229/08, NStZ-RR 2008, 385; vom\n\n21. Oktober 2015 ‒ 4 StR 241/15; Beschluss vom 2. März 2021 – 2 StR 267/20,\nRn. 19, juris: jeweils mwN).\n\nQuentin Bartel Rommel\n\nScheuß Weinland\n\nVorinstanz:\nLandgericht Detmold, 29.11.2021 ‒ 23 KLs 23 Js 1207/15 26/21","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2022-07-05/4-str-107-22","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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