{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-3_NA_2021-05-26_3_StR_67_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:260521B3STR67.20.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2021-05-26","aktenzeichen":"3 StR 67/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 67/20\n\nvom\n26. Mai 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Bandenhandels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2021:260521B3STR67.20.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. Mai 2021 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 3. Mai 2021 gegen den\nSenatsbeschluss vom 20. April 2021 wird verworfen.\n\nDer Verurteilte hat die Kosten seines Rechtsbehelfs zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Osnabrück vom 9. Juli 2019 mit Beschluss vom 20. April 2021 nach § 349\nAbs. 2 StPO verworfen. Dagegen erhebt dieser die Anhörungsrüge (§ 356a\nStPO).\n\n2 Die Rüge ist jedenfalls unbegründet. Der Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs ist nicht verletzt. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder\nVerfahrensstoff verwertet, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden ist, noch\nhat er dessen Vorbringen übergangen. Die Gegenerklärung des Verteidigers\nvom 18. Januar 2021 hat bei der Beratung vorgelegen und Berücksichtigung gefunden.\n\n3 Eine Begründungspflicht für letztinstanzliche, mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr angreifbare Entscheidungen besteht nicht (BVerfG, Beschlüsse\nvom 17. Juli 2007 - 2 BvR 496/07, juris Rn. 15, und vom 30. Juni 2014\n- 2 BvR 792/11, NJW 2014, 2563 Rn. 14).\n\n4 Entgegen der Darstellung in der Rügeschrift hat sich der Generalbundesanwalt mit den Beanstandungen betreffend die Gesamtstrafenbildung auf den\nSeiten 28 bis 31 seines Antrags vom 17. November 2020 ausführlich auseinandergesetzt, so dass insoweit kein Bedarf für Ergänzungen bestanden hat.\n\n5 Der Senat ist mit Blick auf die eindeutige Rechtslage auch nicht veranlasst\ngewesen, sich zum Erlass der einbezogenen Bewährungsstrafe aus dem Urteil\ndes Amtsgerichts Meppen zu verhalten. Es entspricht ständiger Rechtsprechung,\ndass es für die Anwendbarkeit des § 55 StGB auf den Zeitpunkt der letzten tatrichterlichen Sachentscheidung zur Schuld- oder Straffrage ankommt (s. etwa\nBGH, Beschluss vom 17. September 2019 - 3 StR 341/19, NStZ-RR 2020, 7\nmwN). Deshalb ist es für das Revisionsverfahren unerheblich, ob die einbezogene frühere Strafe nach der Verkündung des zur Überprüfung stehenden Urteils\nerledigt wird (BGH, Beschluss vom 17. Juni 2009 - 2 StR 180/09, NStZ-RR 2009,\n382).\n\nSchäfer Berg Hoch\n\nErbguth Kreicker\n\nVorinstanz:\nOsnabrück, LG, 09.07.2019 - 730 Js 10281/16 15 KLs 12/18","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-05-26/3-str-67-20","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 55","ref_norm":"55","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-05-26/3-str-67-20","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 07:54:46.338259+00:00"}}