{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:210121BVIIIZB67.20.0","court":"BGH","senate":"8. Zivilsenat","decided":"2021-01-21","aktenzeichen":"VIII ZB 67/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nVIII ZB 67/20\n\nvom\n\n21. Januar 2021\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2021:210121BVIIIZB67.20.0\n\nDer VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 21. Januar 2021 durch die\nRichterin Wiegand als Einzelrichterin\n\nbeschlossen:\n\nDie Erinnerung des Klägers gegen den Kostenansatz des\nBundesgerichtshofs vom 18. November 2020 - Kostenrechnung mit Kassenzeichen 780020148853 - wird, soweit die\nKostenbeamtin ihr nicht abgeholfen hat, zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Mit Senatsbeschluss vom 10. November 2020 wurde die \"Beschwerde\" des\nKlägers gegen den Beschluss des Landgerichts München II vom 29. Juni 2020\n(12 S 2875/19) auf seine Kosten verworfen. Mit Kostenrechnung vom 18. November 2020 wurden dem Kläger nach Nr. 1826 des Kostenverzeichnisses in\nAnlage 1 des Gerichtskostengesetzes Gerichtskosten in Höhe von 120 € zum\nSoll gestellt.\n\n2 Dagegen wendet sich der Kläger mit einer Eingabe vom 21. November 2020.\n\n3 Die Kostenbeamtin hat die Eingabe als Erinnerung ausgelegt und ihr mit\nVerfügung vom 9. Dezember 2020 unter Zugrundelegung einer Festgebühr aus\nNr. 1812 anstatt aus Nr. 1826 des Kostenverzeichnisses in Anlage 1 des Gerichtskostengesetzes teilweise, namentlich in Höhe von 60 €, abgeholfen. Nach\n\nVorlage an die Kostenprüfungsbeamtin wurden die Akten dem Gericht zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.\n\nII.\n\n4 Zutreffend hat die Kostenbeamtin die Eingabe des Klägers als Erinnerung\ngegen den Kostenansatz ausgelegt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 3. August 2015\n- I ZB 32/15, juris Rn. 1 f.; vom 3. Juli 2008 - V ZB 38/08, WuM 2008, 623). Über\ndiese entscheidet beim Bundesgerichtshof, soweit keine Abhilfe durch den\nKostenbeamten erfolgt, gemäß § 1 Abs. 5, § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG der Einzelrichter (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Juli 2018 - VII ZR 269/14, juris Rn. 5, mwN).\n\nIII.\n\n5 Die Erinnerung hat - soweit ihr durch die Kostenbeamtin nicht bereits abgeholfen wurde - keinen Erfolg.\n\n6 Mit dem Rechtsbehelf der Erinnerung nach § 66 Abs. 1 GKG kann sich der\nErinnerungsführer nur gegen den Kostenansatz selbst, also gegen die Verletzung des Kostenrechts und nicht gegen die Kostenbelastung der Partei als solches wenden. Das Erinnerungsverfahren dient nicht dazu, eine vorangegangene\nEntscheidung im Hauptsacheverfahren - auch nicht die Kostenentscheidung - auf\nihre Recht- oder Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen (BGH, Beschluss vom\n12. Dezember 2017 - II ZB 25/16, BeckRS 2017, 139513 Rn. 10).\n\n7 Einwendungen gegen den Kostenansatz erhebt der Kläger nicht. Er macht\nlediglich sinngemäß geltend, die gerichtliche Entscheidung sei falsch, weshalb er\nnicht für die Gerichtskosten einzustehen habe.\n\nIV.\n\nDas Verfahren über die Erinnerung ist gebührenfrei (§ 66 Abs. 8 Satz 1\nGKG).\n\nWiegand\n\nVorinstanzen:\nAG Fürstenfeldbruck, Entscheidung vom 11.11.2019 - 7 C 1352/18 -\nLG München II, Entscheidung vom 29.06.2020 - 12 S 2875/19 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-01-21/viii-zb-67-20","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 66","ref_norm":"66","n":3}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-01-21/viii-zb-67-20","retrieved":"2026-10-24 08:00:19.596582+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-01-21/viii-zb-67-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"8. 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