{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-03_NA_2021-01-20_III_ZR_160_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:200121BIIIZR160.19.0","court":"BGH","senate":"3. Zivilsenat","decided":"2021-01-20","aktenzeichen":"III ZR 160/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIII ZR 160/19\nvom\n\n20. Januar 2021\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2021:200121BIIIZR160.19.0\n\nDer III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. Januar 2021 durch die\nRichter Dr. Remmert und Reiter, die Richterin Dr. Arend sowie die Richter\nDr. Kessen und Dr. Herr\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Klägers gegen den Senatsbeschluss vom\n1. Dezember 2020 wird kostenpflichtig zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Die gemäß § 321a Abs. 1 ZPO statthafte und auch im Übrigen zulässige\nAnhörungsrüge ist unbegründet. Der Senat hat den durch Art. 103 Abs. 1 GG\ngewährleisteten grundrechtsgleichen Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör nicht verletzt.\n\n2 1. Art. 103 Abs. 1 GG verpflichtet das Gericht nur dazu, den Vortrag einer\nProzesspartei zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen. Er begründet\naber keine Pflicht des Gerichts, bei der Würdigung des Sachverhalts und der\nRechtslage der Auffassung eines Beteiligten zu folgen. Ebenso wenig folgt aus\nArt. 103 Abs. 1 GG die Pflicht der Gerichte, namentlich bei letztinstanzlichen Entscheidungen, zu ausdrücklicher Befassung mit jedem Vorbringen (vgl. nur Senatsbeschluss vom 12. Januar 2017 - III ZR 140/15, BeckRS 2017, 100836\nRn. 2).\n\n3 2. Nach diesen Maßgaben scheidet im vorliegenden Fall eine Verletzung des\nrechtlichen Gehörs aus.\n\n4 Der Senat hat bei seiner Überprüfung der tatrichterlichen Würdigung des\nBerufungsgerichts zur Frage des Gegenbeweises nach § 418 Abs. 2 ZPO die\nRügen und Einwendungen des Klägers (Revisionsbegründung vom 12. März\n2020 und Stellungnahme vom 22. Oktober 2020 zum Hinweisbeschluss des Senats nach § 552a Satz 2 i.V.m. § 522 Abs. 2 Satz 2 ZPO) in vollem Umfang zur\nKenntnis genommen und bei seiner Entscheidung erwogen. Dabei hat er insbesondere das Schreiben des Beklagten vom 4. Mai 2010 (Anlage K 3) und die\nErklärungen seines Prozessbevollmächtigten in den Schriftsätzen vom 23. Februar 2015 (GA I 98) und vom 20. Mai 2019 (GA III 479) zum Verbleib des Originals\ndes Anwaltsvergleichs in den Blick genommen und gewürdigt (Hinweisbeschluss\nvom 12. August 2020 Rn. 23, 25 sowie Zurückweisungsbeschluss vom 1. Dezember 2020 Rn. 9, 11). Dass der Senat letztlich eine andere Rechtsauffassung\nals der Kläger eingenommen hat, stellt keine Verletzung des Rechts auf Gewährung rechtlichen Gehörs dar (vgl. BVerfGE 64, 1, 12).\n\nRemmert Reiter Arend\n\nKessen Herr\n\nVorinstanzen:\nLG Kiel, Entscheidung vom 27.11.2018 - 3 O 191/14 -\nOLG Schleswig, Entscheidung vom 24.10.2019 - 11 U 145/18 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-01-20/iii-zr-160-19","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 418","ref_norm":"418","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 522","ref_norm":"522","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-01-20/iii-zr-160-19","retrieved":"2026-10-24 07:58:20.904337+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-01-20/iii-zr-160-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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